Kapitel 3

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Mein Herz schlug wie verrückt. Ein dumpfes „Mmh“, war alles was ich raus bekam. Er lachte teuflisch. Seine Hand war zu fest auf meinem Mund. Scheiße, was sollte ich nur machen? „Sei leise!“, sagte er ernst. Er drückte mich gegen die Mauer und schaute vorsichtig um die Ecke. Dann zog er mich noch weiter hinter sich her. Ich versuchte ihn abzuschütteln, doch je mehr ich mich wehrte, desto stärker presste er seine Hand auf meinen Mund und desto fester hielt er mich am Arm. Ich konnte meine Hand schon nicht mehr spüren. Das Blut pulsierte in meinen Adern. War das mein Ende? „Sue?“, hörte ich Blake aus der Ferne rufen. „Sei bloß leise!“, ermahnte der Killer mich. Ich schaute ihn einen Moment an. Als er das sah, schaute er ganz schnell weg. In meinem Kopf ratterte es. Ich musste mich doch irgendwie aus dieser Situation befreien können. Sue, ganz ruhig. Du arbeitest bei der Polizei, denk ganz stark nach! Aus Reflex biss ich ihm in den Finger. „Aua!“, schrie er mir ins Gesicht. „Du kleine Hure, was fällt dir ein!“, er schaute sich einen Moment den Finger an, bevor er ausholte und mir mitten ins Gesicht schlug. Ich riss meine Augen auf und schaute ihn an. „Na wie gefällt dir das?!“, fragte er. Meine Wange pochte. Okay, er war eindeutig stärker als ich. „Leg es nicht nochmal drauf an oder willst du, dass ich dir noch mehr weh tue?“, er schaute mich zornig an. Ich sträubte mich ihm zu antworten. Plötzlich griff er mir mit der Hand an die Kehle und drückte mich noch fester an die Mauer. „Ich hab dich was gefragt!“, er wurde wütend. Ich schnappte nach Luft. „N-Nein“, keuchte ich. Dann ließ er mich wieder los. Es schien ihn nicht zu stören, dass wir auf offener Straße standen und jeden Moment jemand eingreifen könnte. Die Betonung lag jedoch auf könnte, denn es war weit und breit niemand zu sehen, außer Blake, der sich einen Katzensprung von uns entfernt befand. Ich würde darauf wetten, dass mindestens eine Person das Geschehen durch sein Fenster beobachtete und nur zu feige war, um mir aus dieser Situation zu helfen. Für einen Hauch einer Sekunde überlegte ich los zu rennen, denn er hielt mich gerade nur am Arm fest und ich müsste, so hoffte ich jedenfalls, nur um die Ecke, damit Blake mich sah.. Doch wenn der Killer schneller war, hatte ich ein riesengroßes Problem, deshalb beschloss ich einfach so ruhig wie möglich zu bleiben. „Komm mit!“, forderte mich der Killer auf. Doch ich blieb wie angewurzelt stehen. Ich konnte Blake immer noch meinen Namen rufen hören.. „Komm jetzt mit verdammt nochmal!“, er wurde immer ungeduldiger. Langsam schnürte er meine Hand komplett ab. Dann zog er einmal kräftig an meinem Arm. „Aua!“, schrie ich so laut ich konnte. Er kam einen Schritt auf mich zu. „Halt verdammt nochmal deine Schnauze und jetzt komm mit, sonst werde ich noch ganz anders!“, seine Augen wurden finster. Ich hörte, wie Blake näher kam, ich konnte jetzt nicht nachgeben. Mein Herz schlug wie verrückt. Es würde nur noch einen Moment dauern, bis Blake mich retten würde. Nur einen Moment.. Doch was sollte ich so lange tun? Wenn ich mich weiter sträubte, würde er mich womöglich noch hier auf der Straße umbringen. Mir fiel nichts ein. Irgendwas musste mir doch einfallen, um die Zeit zu überbrücken. „Ich, ich kann nicht“, stotterte ich leise. Sein Blick wurde finster. Ich hatte so einen Blick noch nie zuvor in meinem Leben gesehen. Er war wirklich wütend und würde bestimmt kein Problem damit haben mich zu erwürgen, erstechen oder sonst was. Mein Herz pochte so schnell, dass ich die Bewegung an meiner Brust sah. Es schlug wie wild. „Wieso verdammt kannst du nicht?! Willst du mich eigentlich verarschen?!“, brüllte er. Er brüllte, aber nicht so laut, dass es die ganze Nachbarschaft hören konnte, was eigentlich ziemlich schade war. Mir musste jetzt ein triftiger Grund einfallen, doch es passierte nichts. „Also?!“, fragte er wütend. Ich schaute hektisch um mich, von Blake war weit und breit noch nichts zu sehen.. „Eh.. Ich.. Ich..“, warum stotterte ich bloß so? „Ich.. Hab einen Krampf im Bein..“, na super was besseres konnte mir auch nicht einfallen. „Das ich nicht lache, ha ha ha“, antwortete er. Meine Knie wurden weich. „Ich mein's ernst verdammt“, dann tätschelte ich mir am linken Bein rum, damit es etwas glaubwürdiger aussah. Er schaute mich zornig an. Konnte jetzt nicht mal jemand kommen?! Auch wenn ich es nicht wahr haben wollte, ich hatte Angst und je länger es dauerte, desto geringer schätzte ich meine Überlebenschancen ein. „Jetzt hör auf hier rumzuheulen, ansonsten wirst du nie wieder-“, plötzlich ging alles ganz schnell. Blake schaute um die Ecke und als er realisierte, dass ich es war, wollte er gerade auf mich zu stürmen, doch der Killer legte den Arm um meinen Hals und drückte so fest zu, dass ich nach Luft schnappte. „Was ist hier los?“, fragte er. So blöd konnte er doch nicht allen ernstes sein. Ich schaute ihn hilfesuchend an. Er musste irgendwas tun. „Lass sie los!“, brüllte Blake uns entgegen. Ich sagte besser nichts, bevor ich mich noch unnötig in Gefahr brachte.. Hoffentlich hatte der Killer keine Waffe, denn dann war es so gut wie unmöglich irgendwas auszurichten.. Doch es sah gut aus, Blake zog seine Waffe und richtete sie auf uns. Mein Herz schlug wie verrückt. „Na na, du willst doch nicht etwa deine kleine Freundin hier abknallen?!“, er lachte wieder teuflisch. „Ich sag es ein letztes Mal, lass sie los oder ich schieße!“, Blake legte seinen Finger an den Abzug und ich betete einfach nur, dass er nicht schießen musste. „Na komm, schieß schon! Ich sage dir gleich, dass du am Arsch bist, denn du hast keinen Grund einfach auf mich zu schießen!“, er lachte dreckig. Blake nahm den Finger vom Abzug und steckte die Pistole wieder ein. Was zur Hölle tat er da?! Ich schaute ihn schockiert und wütend zu gleich an. Er zuckte nur mit den Schultern während er mich anschaute. Der Killer lachte erneut in mein Ohr. Doch dann war ich überrascht, über die plötzliche Wendung, denn auf einmal ließ er den Arm von mir ab und schubste mich nach vorne. Ich fiel zu Boden und drehte mich schnell zu dem Killer, damit ich ihn immer im Blick hatte. „Hier nimm sie!“, schrie er. Wie das war's jetzt? Es musste doch irgendeinen Haken geben.. Er widmete sich wieder mir zu. Als er auf mich zu kam und sich zu mir runter beugte, versuchte ich nach hinten zu robben, doch es gelang mir nicht. Er kam ganz nah zu mir, sodass ich schon seinen dreckigen Atem auf meiner Haut spürte. Anscheinend wollte er mir irgendwas sagen. „Denk nicht, dass du mich jetzt los bist, es wird diesen einen Moment geben, indem du alleine bist, ganz alleine! Und ich schwöre dir ich werde diesen Moment nutzen, ich werde da sein und dich holen! Du kannst mir nicht entkommen! Verlass dich drauf!“, flüsterte er mir ins Ohr. Er grinste mich dreckig an, stand auf und ging. Ich hatte das Gefühl mir würde gleich mein Herz aus der Brust springen. Blake kam zu mir gelaufen. „Ist alles in Ordnung? Was hat er gesagt?!“, fragte er nervös. War das sein Scheiß ernst?! „Nichts ist in Ordnung! Blake das war der Killer! Er wird mich holen und umbringen!“, mir strömten Tränen über das ganze Gesicht. „Beruhig dich, dir-“, ich unterbrach ihn. „Dir wird nichts passieren?! Das habe ich ja gerade gesehen! Du Idiot lässt mich einfach alleine! Es war doch klar, dass er irgendwo in der Nähe sein musste! Blake ich habe Todesangst! Er will mich umbringen verstehst du das?!“, schrie ich. Ich konnte meine Tränen nicht mehr unterdrücken. Blake half mir hoch und ich humpelte mit ihm zum Auto, wir mussten zur Wache. „Wieso hast du niemanden verständigt, der ihn an der nächsten Ecke überführt?! Wieso verdammt?! Dann hätte ich keine Angst mehr haben müssen!“, warf ich ihm vor. Blake würdigte mich keines Blickes mehr, er starrte die ganze Zeit nur auf die Straße. „So dumm das auch klingt, wir haben keine Beweise gegen ihn in der Hand“, antwortete er trocken. „Blake willst du mich verarschen?! Das war der Killer! Der, der schon mehrere Menschen und Shelby umgebracht hat! Und als nächstes mich auf dem Gewissen hat! Blake sag mir willst du mich verarschen?!“, ich schaute ihn Tränen überströmt an. „Nein, Sue. Er hat an keinem Tatort Spuren hinterlassen, wir können ihn nicht einfach festnehmen und schon gar nicht überführen!“, antwortete er ruhig. Was war los mit ihm? Ließ ihn das vollkommen kalt? Interessierte ihn nicht, dass ich bald tot war, wenn nicht bald etwas geschah?! Ich konnte es mir nicht erklären. Wenige Minuten später kamen wir an der Wache an. Ich war noch immer total verheult und machte auch keinen großen Hehl daraus. Jeder der nicht total Hirn amputiert war, konnte sich ja wohl ungefähr vorstellen, wie es mir ging. Ich erwartete von Blake, dass er mir die Tür öffnete, denn alleine ging ich so schnell nirgendwo mehr hin. Als er merkte, dass ich nicht ausstieg, kam er zu mir und öffnete schließlich die Tür. Dann nahm er mich an die Hand und wir gingen in die Wache. Ich wollte sofort zu Jesper. Gerade, als wir die Wache betraten, trat er auch schon in den Eingangsbereich. Eigentlich wollte er uns die Hölle heiß machen und fragen was uns einfällt zu spät zur Arbeit zu kommen, doch als er mich sah, sagte er gar nichts. „Können wir reden?“, fragte Blake ernst. Er ließ meine Hand nicht locker, es gab mir ein Gefühl von Sicherheit. Jesper nickte und zeigte auf sein Büro. Blake schob mich sanft in Jespers Büro, dabei ließ er meine Hand niemals los. In mir machte sich ein unglaublich mulmiges Gefühl breit. Der Killer wusste wo ich wohne, er schien mich auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Wir setzten uns hin und Jesper schaute mich fragend, aber ernst an. „Was ist passiert? Warum bist du so fertig?“, fragte er. Ich schaute zu Blake. Mein Blick sollte ihm sagen, dass er es sagen sollte, da ich mich dazu nicht in der Lage fühlte. Blake verstand sofort was ich wollte. „Wir haben den Killer gesehen beziehungsweise er war kurz davor Sue zu entführen..“, während Blake alles erzählte ging mir die ganze Situation nochmal durch den Kopf und ich musste wieder anfangen zu heulen. Jesper hielt mir eine Packung Taschentücher entgegen. Ich nahm sie an und wischte mir über die Wangen. Meine Augen brannten. Blake nahm mich in den Arm. „Sue, ich verspreche dir, dass wir dich nie wieder einlassen, solange er noch auf freiem Fuß ist. Ich nehme an du wohnst noch bei Blake?“, ich schaute zu ihm rüber. Er nickte, dann nickte ich auch. „Gut, dann schicken wir in regelmäßigen Abständen eine Streife rund um sein Haus. Dir wird nichts passieren.“, antwortete Jesper. Mir fiel es schwer zu glauben, dass jetzt alles gut werden würde. Ich hatte panische Angst vor dem Killer und wollte mir gar nicht ausmalen wozu er noch in der Lage war.. „Willst du jetzt nach Hause oder traust du dir zu hier zu arbeiten?“, fragte mich Jesper dann. Ich zuckte mit den Schultern. Alleine nach Hause wollte ich garantiert nicht und ich wollte Blake auch nicht ständig von der Arbeit abhalten.. Außerdem fühlte ich mich hier in der Wache sicher. Ich wusste zwar nicht, ob ich ihn der Lage war selber zu arbeiten, aber ich konnte es ja wenigstens versuchen.. „Ich versuche es..“, sagte ich mit zittriger Stimme. „Geh es ruhig an, Sue. Wenn du nicht mehr kannst, mach einfach eine Pause.. Du bist wieder im Büro angestellt, ich lasse dich nicht mehr in den Außendienst. Ich glaube es ist sowieso besser, wenn das in nächster Zeit nur noch Männer machen..“, ich nickte nur. Blake und ich standen auf und verließen sein Büro. Wir verschwanden zunächst in der Küche. Ich lehnte mich an die Wand und starrte Blake an. „Ich hab Angst..“, sagte ich gerade heraus. Er kam auf mich zu und küsste mich sanft. Irgendwie tat es gut zu wissen, dass ich nicht alleine war, aber irgendwie konnte ich es nicht. „Hör bitte auf.. Mir ist gerade nicht danach..“, er streichelte mir über die Wange. „Ist schon in Ordnung“, antwortete er. Eigentlich hatte ich allen Grund sauer auf ihn zu sein.. Schließlich hatte er mich einfach alleine auf der Straße stehen lassen und diesen Moment hatte der Killer genutzt.. Trotzdem wollte ich gar nicht daran denken, wenn er einen Einsatz bekommen würde und er mich hier alleine zurücklässt.. Immerhin war ich dann hier in der Wache und nicht bei ihm zu Hause.. Ich ging ohne ein Wort zu sagen in die Büroräume und setzte mich an meinen alten Platz. Einen Moment saß ich einfach nur da und tat nichts.. Dann klingelte das Diensttelefon. Eigentlich war es meine Aufgabe abzuheben, doch aus irgendeinem Grund konnte ich es nicht.. Ich starrte auf den Hörer, der immer wieder ein schrilles Klingeln von sich gab. Meine Hand fühlte sich nicht in der Lage den Anruf aufzunehmen. Im nächsten Moment kam Blake rein und nahm den Hörer auf. Mein Blick wanderte langsam von der Telefonstation zu ihm nach oben. Während er redete, schaute er mich an. Er lehnte sich gegen meinen Schreibtisch und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Langsam kam ich wieder zu meinem Bewusstsein zurück. Ich nahm seine Hand und hielt sie ganz fest. Er lächelte mich an, doch dazu fühlte ich mich nicht in der Lage. „Wir sind sofort bei Ihnen“, war das letzte bevor er auflegte. Er würde mich direkt jetzt alleine lassen.. Ich schaute ihn traurig und ängstlich zugleich an. „Musst du mich wirklich alleine lassen?“, fragte ich unruhig. Er nickte. „Leider ja.. Du weißt doch, was hier im Moment los ist.. Aber du bist hier ja nicht alleine. Wenn irgendwas ist, kannst du immer zu Jesper gehen. Und die anderen sind ja auch noch da.“, lächelte er und nahm mich in den Arm. Jetzt musste ich ihn einfach küssen. „Danke für alles und pass bitte auf dich auf, ich brauch dich noch“, antwortete ich. Er grinste nur und küsste mich nochmal. Dann ging er und ich ließ nur ungern seine Hand los. Ich wusste nicht was ich jetzt machen sollte, außerdem konnte ich mich auch auf nichts richtig konzentrieren. Nachdem ich eine halbe Ewigkeit nervös meine Fingernägeln auf dem Tisch hatte kreisen lassen, stand ich nun auf und machte ich auf den Weg zu Jesper. Ich ging den Flur entlang und klopfte zaghaft an seine Bürotür. „Ja?“, hörte ich seine rauchige Stimme antworten. Daraufhin öffnete ich vorsichtig die Tür. „Komm doch rein“, lächelte er. Anschließend zeigte er auf einen Stuhl vor seinem Schreibtisch. „Setz dich doch.“, fügte er hinzu. Ich tat, was er sagte. Mein Blick war auf die Kante des Tisches gerichtet. „Es tut mir Leid..“, sagte ich kaum hörbar. „Was meinst du?“, hakte er fragend nach. Ich räusperte mich. „Es geht einfach nicht. Vorhin als das Telefon geklingelt hat, konnte ich einfach nicht dran gehen.. Und generell kann ich mich einfach nicht auf die Arbeit konzentrieren..“, antwortete ich leise. Ich knetete nervös auf meinen Fingern rum. „Das ist doch nicht schlimm.. Ich glaube jedem hier würde es so gehen wie dir. Mach dich nicht verrückt, lass es einfach ganz langsam angehen. Hier wird dich keiner zu etwas drängen.“, entgegnete er. Ich hob zum ersten mal meinen Blick und sah in Jespers verständnisvolles Gesicht. Ich versuchte zu lächeln, merkte jedoch schnell, dass es nicht ging und ließ meine Mundwinkel wieder nach unten wandern.. „Danke..“, antwortete ich. Plötzlich stand er auf und ging zum Schrank. „Willst du auch einen Kaffee?“, fragte er dann. Warum eigentlich nicht? Ich nickte. Ich kramte in meiner Tasche und fand noch eine Schachtel Zigaretten. In den letzten zwei Wochen hatte ich nicht mehr geraucht, Blake zu liebe, aber heute war einfach zu viel für mich. Ich schaute rüber zu Jesper. „Darf ich?“, fragte ich und deutete auf die Kippe. „Ausnahmsweise“, antwortete er ernst. Einige Augenblicke später stellte er mir eine frische Tasse Kaffee auf den Tisch. „Willst du hier bleiben, bis Blake wieder da ist?“, fragte er mich, als er sich wieder hingesetzt hatte. Ich atmete den Qualm aus. „Ich glaube schon..“, antwortete ich dann. Er schaute mich an. „Was ist das eigentlich zwischen euch? Seid ihr zusammen?“, fragte er, dabei hatte er ein großes Grinsen im Gesicht. Wollte ich das wirklich mit meinem Chef besprechen? Er war der Chef von uns beiden.. Ich zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es selbst nicht..“, antwortete ich. „Wie?“, fragte er neugierig. „Eigentlich ist er das größte Arschloch der ganzen Wache.. Immer einen frechen Spruch auf Lager und so.. Als ich dann mit bei ihm war, hat sich herausgestellt, dass er auch ganz anders sein kann.. Und haben wir uns geküsst.. Mehrmals.. Jedenfalls kann ich dir nicht sagen, was das zwischen uns ist..“, dass wir im Bett gelandet sind, musste er ja nun wirklich nicht wissen. „Ich bin ihm wirklich dankbar, dass er sich so um mich kümmert, obwohl er mich vorhin einfach alleine auf der Straße hat stehen lassen.. Das hat der Killer dann ausgenutzt..“, ich zog noch ein letztes Mal an der Zigarette. Der letzte Zug hielt mich auch davon ab nochmal loszuheulen. Dann schaute ich Jesper an. „Ihr seid mir welche.. Blake ist eigentlich ein ganz netter Kerl, doch du hast recht, er ist ein Macho.. Aber ich glaube ihr würdet ein gutes Paar abgeben..“, sagte er. Ich hatte das Gefühl rot zu werden. Mir war es sowieso schon unangenehm genug mit ihm darüber zu reden, und dann noch so ein, eigentlich schönes, Kompliment zu bekommen, machte die ganze Sache nicht unbedingt besser.. „Danke“, antwortete ich verlegen. Er lachte. „Aber ich glaube Gil steht auf ihn..“, fügte ich nach einer kurzen Zeit noch hinzu. Sein Lachen verflog. „Hast du ihn drauf angesprochen?“, fragte er. Er war wirklich sehr neugierig. Ich nickte. „Er meinte er aber nicht auf sie..“ „Siehst du, du brauchst dir keine Sorgen zu machen..“, antwortete er. Ich zuckte mit den Schultern.

Einige Zeit später hörte ich wie auf dem Parkplatz Autotüren zugeknallt wurden. Sie schienen wiederzukommen. Jesper und ich gingen in den Flur, wobei ich etwas hinter ihm stehen blieb. Als Blake rein kam blieb mir fast die Luft weg. Seine Kleidung war blutbefleckt und er schaute sehr ernst. Das war schon untypisch für ihn, da er immer einen Spruch auf Lager hatte, auch wenn es überhaupt nicht passte. Ich drückte mich hinter Jesper hervor und ging auf ihn zu. Er ignorierte mich und ging direkt in die Umkleide. Auch Jan verschwand direkt in der Umkleide. Ich schaute Jesper fragend an. Er schaute mich ratlos an. Was war nur passiert, dass Blake so niedergeschlagen war? Ich musste unbedingt mit ihm reden, das machte mir wirklich Sorgen..

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