08

168 9 0

Fynn's Sicht:

"Iss, mein Junge." Heather lächelte mich aufmunternd an und stellte mir eine Schüssel mit warmer, dampfender Suppe vor die Nase. Heather war wie eine Großmutter für mich geworden und sie war schon sehr alt. Sie setzte sich an den Tisch und stützte ihr Gesicht in die faltigen, kleinen Hände. "Was ist nur aus meinem Haus geworden? Diese Monster haben es zerstört! Wenn mein Mann das wüsste, würde er sich im Grabe umdrehen!" Ich strich ihr über die grauen Haare, die sie zu einem Dutt hochgesteckt hatte. Heather war die Besitzerin dieses Hauses, als ihr Mann noch gelebt hatte und dann hatte Kyle ihn eiskalt ermordet. "Weißt du, früher als mein Mann noch gelebt hatte..", sie unterbrach und sah mich traurig an. Sie bemühte sich nicht zu weinen. "..war hier alles wunderschön. Überall wuchsen Blumen und alles war gepflegt. Nur dann kam Kyle." Als sein Name ertönte, wurde die Tür aufgeschmissen und der Teufel höchstpersönlich stand in der Tür. "Ein Messer, Schlampe." Kyle wirkte wütend, er lallte sogar ein bisschen. Heather stand schnell auf und reichte ihm das schärfste was sie besaß. Er lachte wie ein Krokodil und ging dann aus dem Raum, natürlich nicht ohne die Tür mit einem Schlag zu zu schmeißen. Wir zuckten beide zusammen und Heather setzte sich wieder an den Tisch. "Mein Junge, ich wusste nie das so mein Tod aussehen wird. Eingesperrt in meiner eigenen Küche im Dachboden. Ohne Freiheit." Ich bekam eine Gänsehaut und strich über ihr Gesicht. Trotz ihres Alters war sie wunderschön und ich hoffte das sie hier irgendwann mal rauskommen würde. Dieser Raum hatte nur ein Fenster, es war oben im Dach und nur Kyle konnte es öffnen, was nur passierte wenn ihm ein Geruch nicht passte. Ein Gröllen durchbrach das unangenehme Schweigen. "Gäste",murmelte ich und verschluckte mich an meiner Suppe, was mich husten ließ. Heather brachte mir ein Glas Wasser was ich auf einmal austrank und schließlich an der Tür horchte. "Ist da auch dein Mädchen dabei?",fragte sie leise und sah mich ängstlich an. "Ich weiß es nicht.." Sie unterbrach mich. "Dann sieh nach, du wirst es sonst bereuen." Sie schubste mich leicht zur Tür und nickte mir aufmunternd zu. "Pass auf dich auf." Ich öffnete die Tür, sah nochmals zu ihr und schloss sie dann wieder an. Ich hasste diese kleinen Abschiede von ihr, ich wusste nie ob sie noch lebte und umgekehrt. Langsam lief ich die Treppenstufen nach unten und versteckte mich hinter dem breiten Türrahmen um zu sehen was los war. Ryan stand auf der anderen Seite des Raumes und beobachtete alles, Kyle erwiderte das Messerspiel und der Rest der Jungs, ich kannte keinen, standen um ihn herum wie kleine Hunde. So benahmen sie sich auch. Ich riss meine Augen auf als Kyle einem blonden Kerl das Messer in die Hand drückte und Brooke zwang ihre Hand flach hinzulegen und der Junge in die Zwischenräume stach. Ich zuckte bei jedem Stich zusammen und wendete dem Geschehen den Rücken zu, um über einen Plan nachzudenken. Ein Messer war im Spiel, jede Menge Gäste und ich war alleine. "Was machst du hier?",flüsterte eine Stimme. Ich zuckte zusammen und wollte schon schreien, als Isaac mir eine Hand auf den Mund legte. "Ich bins doch nur." "Du Idiot. Mach sowas nie wieder." Isaac entschuldigte sich und deutete mit einem Handzeichen auf das Geschehen. Wir wollten gerade über unser Vorgehen sprechen, als Brooke schrie. Ich sah in den Raum und beobachtete, wie der blonde Vollidiot ihr das Messer in den Finger gehackt hatte. "Brooke!" Ich rannte auf sie zu und schmiss sie zu Boden um sie aus der Schusslinie zu bekommen. Sie sah mich nur erschrocken an, da wurde ich auch schon von ihr weggerissen. Kyle hielt mich an meinem T-Shirt nach oben. "Na Romeo, wieso unterbrichst du unser Spiel?" Er schlug mir in den Magen und bat Ryan, ihm das Messer zu geben. Ich sah schon kleine Sternchen, als ich aufschrie als das Messer in meinem Bauch landete. Kyle ließ mich los und ich zappelte wie ein Fisch am Land. "Gute Nacht, Arschloch." Kyle trat mir ins Gesicht und ich schloss die Augen. Du darfst nicht sterben, Fynn! Denk an Brooke, an Heather! An Isaac! Du musst sie doch hier rausbringen! Ich merkte wie mich die Dunkelheit anzog, Kämpfen brachte nichts. Die Jungs wurden immer wilder und Kyle versprach ihnen Alkohol.. und Lucy. Armer Isaac. Ich hoffte Brooke überlebte dies, meine Dummheit. So kann man keinen Menschen retten! Fynn du dummer Vollidiot! Ab und zu bekam ich Tritte, bis ich aus dem Zimmer geschliffen (Ich denk das heißt so) wurde. "Ich bins, Bruder." Das war Isaac. Er war nicht mein leiblicher Bruder, aber mein seelischer. "Alles wird gut." Seine Stimme entspannte mich und ich ließ mich in die Dunkelheit ziehen..

The fear of him.Lies diese Geschichte KOSTENLOS!