Ich saß eine Weile da. Dachte nach und schaute in die warme Glut, als plötzlich ein tiefes Knurren die Stille durchriss. Sofort setzte ich mich kerzengerade hin, die Hand an dem Gewehr mit Steinsalz und wartete ab. Es war wieder kurz Still, als Das Knurren auf einmal zu einem Johlen wurde. Auf einmal raschelten die Blätter der Büsche direkt neben unserem Kreis. Langsam und leise stand ich auf. Die Zeltöffnung  bewegte sich und Sam, mit verschlafenen Augen kam raus. „Was ist passiert?“ Ich legte meinen Finger an meinen Mund und symbolisierte ihm, dass er leise sein soll. Dann deutete ich auch einen der Büsche, die gerade gewackelt haben. Sofort fiel Sam in seine Jägerhaltung. Von dem verschlafenen war nichts mehr zu sehen, außer seinen verstrubbelten Haaren. Langsam bewegten wir uns im Kreis und hielten die Augen immer aufmerksam auf die Büsche gerichtet. Doch nichts kam. Das Knurren hatte aufgehört und auch die Büsche raschelten nicht mehr. Sam setzte sich mit mir wieder an die erkaltete Feuerstelle und wir hielten aufmerksam alle Sinne auf den Wald um uns herum gerichtet. Nach ungefähr zwei Stunden ging die Sonne auf und das Zelt raschelte wieder, kurz bevor Deans Kopf rauslugte. „Irgendwas ungewöhnliches letzte Nacht?“, fragte er mit verschlafener Stimme. „Ach nur das Übliche“, antwortete ich ihm und warf ihm ein Handtuch zu. Nachdem wir unsere Sachen zusammen gepackt hatten gingen wir wieder weiter. Wir kamen an einer Hütte vorbei, deren Tür und Fenster stark demoliert waren. „Wir kommen näher“, rief Dean fröhlich. Warum auch immer er fröhlich war. Nach ein paar Lichtungen kamen wir an einen Hügel. Da wir alle von dem langen Marsch erschöpft waren wollten wir eine Pause machen und so setzten wir uns hin. Dean holte sein Brötchen raus und fing an zu essen. Sam legte sich ins Gras und schloss genüsslich die Augen. „Ich werde mich mal ein wenig umsehen“, sagte ich und stand auf. Sofort schoss Sam hoch. „Ich komme mit!“, rief er bestimmt. „Sam, das musst du nicht. Ich kann auf mich aufpassen“, sagte ich grinsend doch Dean schnitt mir das Wort ab: „Ich halte es auch für besser, wenn jemand mit dir geht.“ „Ach und warum?“, fragte ich ihn jetzt mit erhobener Augenbraue. „Weil es hier gefährlich ist und ich nicht will, dass dir etwas passiert.“ „Und wer passt auf dich auf?“ „Ich kann auf mich selbst aufpassen.“ „Ach und ich nicht, oder was?“ Dean sah mich mit fester Miene an und antwortete ohne zu zögern: „Nein.“ Wütend stapfte ich weg. An den Schritten hinter mir wusste ich, dass Sam mir folgte. „So ein bestimmerisches Arschloch!“, rief ich wütend vor mich hin, während ich um die Ecke bog.  „Ich weiß, was du meinst“, murmelte Sam. Ich blieb stehen und drehte mich mit einem erstaunten Gesichtsausdruck um. „Was meinst du damit?“ „Dean schreibt mir auch oft vor, was ich machen muss. Aber so ist er nun mal. Er sorgt sich um andere besonders um seine Familie. Und du gehörst jetzt zu ihm, wie Familie. Er will nicht noch mehr Leute verlieren, die ihm wichtig sind und er weiß genau, wie gefährlich dieser Job ist, deshalb möchte er kein Risiko eingehen.“ Sprachlos sah ich Sam an. „D-das wusste ich nicht, tut mir leid.“ Beschämt sah ich zu Boden. Ich hatte ihn bestimmerisches Arschloch genannt, dabei sorgte er sich nur um mich. „Es muss dir nicht leidtun. Dean weiß genau, dass er manchmal übertreibt. Komm, wir gehen weiter.“ Ich nickte ihm schnell zu und wir liefen schweigend weiter. Auf einmal zog mir ein beißender Geruch in die Nase. Angewidert verzog ich das Gesicht. „Riechst du das?“ Sam, der auch sein Gesicht verzog nickte mir zu, eher er antwortete: „Es kommt von dem Hügel.“ Er deutete auf den Hügel, auf dessen Rückseite jetzt Dean saß und sein Brot verspeiste. Langsam gingen wir näher heran und hielten uns die Nase zu, doch der Geruch, der, je näher wir kamen schlimmer wurde, ließ sich nicht verdecken. Wir bogen um eine kleine Ecke und sahen einen dunklen Höhleneingang der tief in den Hügel führte. „Ich glaube, wir haben sein Versteck gefunden“, sagte ich durch meine Hand hindurch, die jetzt verzweifelter den ja meine Nase zuhielt. Schnell gingen wir zurück zu Dean. Sofort überkamen mich wieder Schuldgefühle, also ging ich langsam an ihn heran. „Dean?“ Er blickte auf. „Es… es tut mir leid, was ich gesagt habe.“ „Mir tut es auch leid. Ich weiß, du kannst dich selbst verteidigen, das habe ich unzählige Male gesehen, es ist nur, ich mache mir Sorgen um dich.“ Ich nickte ihm lächelnd zu und umarmte ihn. „Was habt ihr gefunden?“ Sam erzählte Dean von dem Höhleneingang und dieser packte dann sofort sein Essen weg. „Ok, habt ihr die Feuerwerfer?“ Sam und ich holten aus dem Rucksack die drei Feuerwerfer und gaben Dean davon einen. Dann machten wir uns auf den Weg zur Höhle. Als wir kurz davor standen verzog auch Dean angewidert das Gesicht. „Naja, wenigstens geht es dann nicht allzu tief rein, wenn der Gestank hier draußen schon so stark ist.“ Mit diesen Worten betrat er die Höhle und Sam und ich folgten ihm in die Dunkelheit.

Ein neues Kapitel :D Ich hoffe es hat euch gefallen, lasst doch ein paar Kommentare oder Votes da, ich freu mich immer :D

*~Krissyyy~*

Swan Song (Supernatural ff)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!