Kapitel 1

300 5 0

Wichtiger Hinweis:

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass die Rechte an dieser Geschichte bei mir liegen. Es handelt sich um mein geistiges Eigentum. Bei möglichen Plagiaten oder sollte jemand mit meiner Geschichte sogar Geld verdienen, werde ich mich rechtlich beraten lassen und rechtliche Schritte einleiten.

Ursprünglich ab 16 Jahren freigegeben

Hier beginnt nun eine Spin-Off Geschichte der Story „Dämonische Statuen“. Sie handelt überwiegend von Jessica, der ehemaligen Freundin des Dämonenjägers Jonas, einer der Hauptpersonen der anderen Story.

Es empfiehlt sich die Geschichten " Geheimnis der alten Statue“ und „Dämonische Statuen“ bereits gelesen zu haben auch wenn letztere noch nicht beendet ist da dort bereits einiges zum Thema Dämonen, Statuen usw. bekannt ist und auch auf Ereignisse aus diesen Geschichten Bezug genommen wird.

Zeitlich setzt diese Geschichte übrigens ab Kapitel 129 der „Dämonischen Statuen“-Geschichte ein. Aber wirkliche Überschneidungen wird es eher nicht oder selten geben.

Jessica ist nach ihrer Ausbildung und Trennung von Jonas nach München gezogen und tritt dort eine neue Arbeitsstelle an. Sie zieht in eine WG und lernt neue Leute kennen. Leider bleibt es nicht bei netten Menschen denn wie man aus der anderen Story weiß: Die Dämonen lassen einen nicht los.

Also viel Spaß beim Lesen. Der Prolog beginnt allerdings mit einer anderen Person die in ziemlichen Schwierigkeiten steckt. Und natürlich darf auch eine Dämonenstatue nicht fehlen....

Es sei noch erwähnt, dass ich mir den Namen Farius im Zusammenhang mit Dämonenstatuen nur ausgedacht habe..

Prolog

Ein Jahr zuvor, Sommer 2007

Julian stieg aus dem Fenster seines Zimmers und sprang auf das Garagendach, das sich ungefähr zwei Meter unter ihm befand. Es war Mittag und seine Eltern hatten ihn in seinem Zimmer eingesperrt. Zu groß war die Angst, dass er entkommen könnte....

Bei Nacht hätte Julian diese Flucht auch nicht gewagt, denn dann wanderte Farius der Dämon, über das weitläufige Grundstück und niemand traute sich aus seinem Zimmer.

Er hatte sich alles ein wenig anders ausgemalt und genügend Geld sowie Kleidung zum Wechseln mitnehmen wollen, doch seine Eltern waren misstrauisch geworden und hatten vermutet, dass er Fluchtpläne hegte, um seinem Schicksal zu entkommen. So musste er sich mit 50,00 Euro aus seinem Sparschwein begnügen. 

Als nächstes sprang Julian vom Garagendach in auf den sorgsam geschnittenen Rasen des großen Gartens und lief auf den hohen Gartenzaun zu. Dieser war von einer Hecke umwachsen, trotzdem, ohne Rücksicht auf die Büsche zu nehmen, stieg der Fünfzehnjährige über den Zaun und zerriss sich dabei sein Hosenbein. Doch dies durfte nun keine Rolle spielen, zu groß war die Gefahr in der er sich befand.

Als er sich auf der anderen Seite des Zauns zu Boden fallen lassen wollte fiel sein Blick auf ein zugemauertes Fenster in dem großen Haus. 

Er wusste nur zu gut was sich hinter diesem Fenster befand. Und es wartete auf ihn. Doch es würde ihn nicht bekommen, ihm würde es nicht so ergehen wie vielen anderen in seiner Familie.

„Sollen sie halt all ihr Geld verlieren. Das ist mir egal,“ dachte Julian bitter und ließ sich auf der anderen Seite des Zauns herab.

Doch in diesem Augenblick öffnete sich im obersten Stockwerk des großen Hauses ein Fenster und er erkannte seine Mutter die heraus sah und auf ihn deutete. „Er läuft davon! Tut irgend etwas, das darf nicht geschehen....“

Julian lief davon so schnell er konnte. Doch konnte er überhaupt entkommen? Würde der Dämon, der über seine gesamte Familie herrschte und regelmäßig die Seelen der ersten beiden Kinder eines jeden Paares forderte, ihn nicht zu sich rufen, wenn es an der Zeit war? Doch wenn er entkam und sich weit entfernt versteckte wäre er vielleicht in Sicherheit....

Julian hatte Glück im Unglück. Gerade als sich das große Gartentor öffnete und zwei seiner Onkel heraus kamen näherte sich ihm der stündliche Linienbus, der in der Nähe hielt. Schnell bestieg Julian den Bus und löste eine Fahrkarte. Glücklicherweise bemerkte der Busfahrer, ein rundlicher Herr, der gerade in einen Hamburger biss, die beiden auf ihn zu eilenden Männer nicht und startete den Motor in dem Augenblick, als diese den Bus erreichten und wütend etwas hinterher riefen.....

Julian ließ sich in einen der Sitze zurück fallen und schloss einen Augenblick die Augen. „Irgendwann, zwischen dem fünfzehnten und siebzehnten Geburtstag sind die beiden ersten Kinder fällig. Aber nicht mit mir,“ dachte er und erschrak mit einem Mal. 

Würden seine Verwandten dem Bus nicht folgen? Schließlich war es bekannt, wohin dieser fuhr.

Daher stieg er nach zwei Stationen aus und saß kurz darauf in einem anderen Bus, der in eine andere Richtung fuhr. So hoffte er, zumindestens für kurze Zeit seine Spuren verwischen zu können. 

Julians Blick fiel auf die Schlagzeile einer Zeitung die ein anderer Fahrgast las.

„Marion (14) seit zwei Wochen verschwunden. Eltern in größter Sorge um ihre einzige Tochter....“

„Die hat Eltern die sich Sorgen um sie machen! Meine Eltern werden mich auch suchen. Aber aus anderen Gründen. Damit es mir so geht wie meiner großen Schwester Emily vor drei Jahren. Und ich bin ja auch nicht das einzige Kind, so wie diese Marion....“, dachte Julian verbittert.

Nein, das einzige Kind war Julian wirklich nicht. Da regelmäßig die beiden Erstgeborenen eines jeden Paares dem Dämon, der der Familie seit fünf Generationen Reichtum bescherte, ihre Seele geben mussten, gab es reichlich Nachwuchs. Und es wurde meist innerhalb der Familie geheiratet, da sich ein fremder Ehepartner nur schwer integrieren lies und erfahrungsgemäß Schwierigkeiten machte wenn es um die Kinder ging.....

Aber seine Mutter, eine Außenstehende aus ärmlichen Verhältnissen, war da anders gewesen. Sie hatte sich in seinen Vater verliebt und liebte auch ihr luxuriöses Leben in dem geräumigen Haus mit den vielen Autos und den schönen Kleidern.

Ihr Mann, die Schwiegereltern, die Schwägerinnen und Schwager sowie diverse Tanten und Onkel besetzten Führungspositionen in den umliegenden Unternehmen und Banken. Und auch sonst wurde jedes Geschäft dass die Familie Farius anging zu Gold.

Farius, diesen Namen hatte die Familie vor einigen Jahren voller Stolz angenommen. Sie hatten sich nach dem Dämon benannt der ihnen Glück, Wohlstand und Geld bescherte.

Was machte es da schon aus dass einige in der Verwandtschaft anscheinend in jungen Jahren von einem unerklärlichen Herzleiden dahin gerafft wurden? Und Kinder gab es mehr als genug, Julian selbst hatte noch zwei jüngere Schwestern im Grundschulalter. 

In die Ausbildung der Kinder die erwartungsgemäß eine normale Lebenserwartung hatten wurde viel Geld investiert und sie alle wurden durch Hauslehrer unterrichtet....

Oft hatte Julian sich gewünscht eine normale Schule besuchen zu dürfen. Eine in der die Lehrer nicht auf eine Frage Antworten der Art : „Was soll ich mit dir eigentlich meine Zeit verschwenden? Du wirst dieses Wissen doch nie brauchen?“, gaben.

Julian verließ den Bus und stieg in einen dritten. Dieser brachte ihn endgültig fort aus einer Heimatstadt und hoffentlich würde er anderswo in Sicherheit sein....

Dämonische Statuen  Jessicas GeschichteLies diese Geschichte KOSTENLOS!