Kapitel 126

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Wütend sah Jonas Stefan an. „Ich verschwinde ganz bestimmt nicht von hier. Ich bin doch nicht gekommen damit ich abhaue weil du ein neues Auto haben willst!“

„Mach besser was ich sage oder es tut dir leid!“, fuhr Stefan ihn grob an und machte einen Schritt auf Jonas zu. Wie dieser hielt er ein Schwert in der Hand.

Würde Stefan ihn tatsächlich angreifen? Jonas wollte eigentlich nicht mit ihm kämpfen, Stefan war ein Mensch und er wollte ihn nicht verletzen auch wenn er ihn nicht ausstehen konnte. Dies schien der andere zu ahnen.

„Du hast wohl Skrupel jemanden anzugreifen der kein Dämon ist, was? Das solltest du dir ganz schnell abgewöhnen, sonst macht jemand das hier mit dir....“, sagte Stefan mit einem Mal drohend. 

Schneller als dieser reagieren konnte drückte er Jonas gegen die Wand und legte die Hände um seinen Hals. Er begann tatsächlich zuzudrücken. Jonas bekam keine Luft mehr und spürte einen unsagbaren schmerzhaften Druck auf seinem Hals. Doch Stefan lies nicht los und Jonas rammte ihm mit aller Kraft sein Knie in den Bauch.

Stefans Griff um seinen Hals lockerte sich ein wenig und er verzog für einen kurzen Moment das Gesicht. 

„Das tat wirklich ein wenig weh. Ganz so harmlos bist du wohl doch nicht, was? Und jetzt verschwinde sonst verfüttere ich dich an die Riesenschlange!“

Jonas griff nach Stefans Arm und wollte dessen Griff von seinem Hals lösen aber der andere lächelte ihn nur kalt an und für eine kurzen Augenblick erschrak Jonas als er in Stefans Augen sah. 

Diese blickten ihn so kalt und unmenschlich an.....diesen Ausdruck sah er sonst nur in den Augen der Statuen die er bekämpfte.

Doch dann hörten sie auf einmal ein Geräusch und Stefan ließ den anderen los, nicht ohne ihn zuvor grob zur Seite zu stoßen.

„Jetzt hau endlich ab und ruiniere mir nicht mein Geschäft,“ rief er Jonas zu und hob sein Schwert als ein gewaltiges Wesen den Gang mit einer großen Geschwindigkeit entlang kroch und sich auf Stefan stürzte. 

Wo war es her gekommen? Aus dem Nichts erschienen? Oder aus einem geheimen Raum? Doch zum Nachdenken blieb keine Zeit mehr.

Im Schein seiner Taschenlampe, die er zu Boden legte, erkannte Jonas dass es sich tatsächlich um die gefürchtete Riesenschlange handelte. Und er erkannte auch dass die Zeichnung an der Wand nicht untertrieben gewesen war. Die Dämonenschlange war tatsächlich mindestens zehn Meter lang und ihr Körper hatte einen Durchmesser von ungefähr einem Meter. Dazu war sie beweglich wie eine tatsächliche Schlange und riesige Zähne befanden sich in ihrem Maul.

„Haben Schlangen normalerweise auch Reihen scharfer spitzer Zähne die fast so groß sind wie Dolche?“ dachte Jonas und hob ebenfalls sein Schwert um sich, ganz gleich was Stefan sagte, auf den Dämon zu stürzen.

Dieser hatte dem Untier derweil eine tiefe Wunde am Kopf zugefügt. Doch davon ließ sich die Schlange nicht aufhalten. 

Sie drehte sich schnell zur Seite und schlug mit aller Wucht mit ihrem Schwanz nach Stefan. Dieser konnte nicht mehr ausweichen und stürzte hart zu Boden. Jonas war sich sicher dass sich der andere nach diesem Schlag sicherlich einige Knochen gebrochen haben musste aber während er selbst nun mit seinem Schwert nach dem Schwanz des Dämons hieb erhob sich Stefan und griff den Dämon erneut an.

Jonas war es unterdessen gelungen die Schwanzspitze des Schlangendämons abzutrennen doch zu seinem Entsetzen wuchs dort ein weiterer Kopf der ungefähr halb so groß war wie der Vordere und ein höhnisches Lachen erklang.

„Zwei von euch, sehr gut,“ zischte der Schlangendämon und der hintere Kopf schnellte auf Jonas zu. 

Dieser holte mit seinem Schwert aus und schlug ihn mit aller Kraft ab. Doch sofort wuchs ein weiterer Kopf nach und starrte ihn aus rot glühenden Augen an.

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!