Kapitel 100: Überstürzter Auszug.

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Ich nahm meinen Kopf wieder vom Tisch, stand auf und schaute in den Flur hinaus in dem meine Mutter, mit Einkaufstüten bepackt stand und sich gerade die Schuhe auszog. Als sie damit fertig war, schaute sie zu mir und sie drückte mir als erstes die Tüten in die Hand mit den Worten: "Schön das Madame auch endlich mal Zuhause ist, ich habe dich versucht zu erreichen, aber du bist nicht an dein Handy gegangen." Sie lief an mir vorbei in die Kühe, ich folgte ihr mit den Tüten und stellte diese dann neben den Küchentisch: "Ich bin immerhin alt genug um mal über Nacht weg zu sein."- "Du könntest aber ruihig mal was sagen! Ich wollte gestern mit Hans und seiner Tochter essen gehen, aber nein das ging ja nicht weil du nicht da warst um auf Lilly aufzpassen!" Ich zog meine rechte Augenbraue nach oben und verschränkte die Arme vor der Brust: "Erstens ist sie 15 jahre alt, sie kann doch auch mal alleine sein! Und zweitens, wenn du sie nicht hier alleine lassen wolltest, warum hast du sie nicht einfach mitgenommen?!" Sie schaute mich an als wäre ich vollkommen gestört: "Du weißt ganz genau das deine Schwester nicht mitgekommen wäre! Und alleine Zuhause lassen, das letzte mal als ich das gemacht habe war die Couch zerlegt worden von einer Horde betrunkener Teenager!"Ich konnte mir ein kurzes grinsen nicht verkneifen, da ich mich noch genau daran erinnern konnte wie meine Mutter ausgerastet war, besonders weil Lilly zu der Zeit gerade erst 13 Jahre alt war. Das war das erste mal das sie meine Schwester wirklich angeschrien hatte. "Dann hättet ihr eben hier gegessen." warf ich noch als Vorschlag in den Raum, was meine Mutter noch weniger freute: "Du versthst es auch nicht!" sie wurde lauter und ich schüttelte meinen Kopf: "Nein, ich verstehe es wirklich nicht! Ständig redest du davon das ich ausziehen soll, willst mich los werden und dann beschwerst du dich das ich eine verdammte Nacht mal nicht Zuhause bin!? Weißt du was, du kannst mich wirklich mal." Ohne auch nur ein weiteres Wort an sie zu verschwenden lief ich in mein Zimmer, zog aus meinem Kleiderschrank meine große schwarze Reisetasche und packte die nötigsten Sachen ein. Verstaute dann noch meinen Laptop in der dazugehörigen Tasche und schnappte mir meinen Zimmerschlüssel aus der obersten Schublade meines Schreibtisches. Normalerweise benutzte ich ihn nie, aber ich wollte einfach weg und solange ich weg war, wollte ich nicht das jemand in meinem Zimmer herumschnüffelte und schon gar nicht das meine Mutter auf die Idee kam das Zimmer anderweitig zu verplanen. Ich verließ mein Zimmer, schloss es von außen zu und stolperte dann etwas unbeholfen mit meiner schweren Tasche die Treppe herunter. Im Türrahmen der Küche stand meine Mutter und meine Schwester war gerade die Haustür hineingekommen und schaute mich mit großen Augen an: "Was wird das denn?" Mit einem lauten Knall fiel meine Tasche die restlichen drei Stufen der Treppe herunter, ich zog mir meine Schuhe über und warf mir meine Jacke über die Schultern: "Nach was sieht es denn aus?" fragte ich meine Schwester genervt. "Deine Schwester will anscheinend ausziehen, weil sie mit Kritik nicht klar kommt." brummte meine Mutter, meine Schwester drehten ihren Kopf von mir zu ihr und schien nichts zu verstehen. Ich drehte mich nocheinmal bevor ich meine Tasche aufhob, mir über die Schulter warf: "Das war keine Kritik, das war alles andre aber keine Kritik. Außerdem wolltest du doch das ich ausziehe und das mache ich jetzt. Aber denk ja nicht dran mein Zimmer anzurühren." Danach verließ ich das Haus und knallte provokativ die Haustür hinter mir zu, so schnell würden sie mich nicht mehr in dem Haus wiedersehen.

Unverhofft kommt Oft.Lies diese Geschichte KOSTENLOS!