Kapitel 109

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Lucas und Sabrina hörten Schritte die Kellertreppe hinauf kommen und beeilten sich so schnell wie möglich in Richtung ihrer Zimmer zu laufen aber jemand folgte ihnen schnell.

„Halt, stehen bleiben!“, rief einen Männerstimme die nicht dämonisch klang. Trotzdem schlüpfte Sabrina durch die nächsten Tür in einen Raum der offenbar als Abstellkammer diente. Besen und Putzmittel standen dort herum und es roch  fast schon abscheulich. Lucas hatte ihr noch schnell seinen Dolch und sein Schwert gereicht und die hielt sie nun in den Händen.

Lucas selbst hatte leider auf die Schnelle kein Versteck mehr gefunden und im Abstellraum war nur Platz für einen.

„Du also schon wieder, erst irrst du durch den Keller und jetzt hier durch die nächtlichen Flure,“ erklang die Stimme des Herbergsleiters und er sah Lucas drohend an.

Aber dann wurde sein Blick ein wenig freundlicher. 

„Dein Schulkamerad Mirko ist bei mir im Büro. Er fühlt sich nicht so wohl und wollte anscheinend fort gehen. Könntest du zu ihm gehen? Ich bringe dich da hin. Dann wecke ich deinen Klassenlehrer! Er ist wirklich sehr durcheinander und redet Unsinn. So was von Statuen die spuken und so....“

Lucas sah den Herbergsleiter fragend an. „Er würde nicht von sich aus von irgend welchen Statuen sprechen die Mirko angeblich gesehen hat wenn er darüber Bescheid wüsste oder etwas mit ihnen zu tun hätte. Er scheint sich wirklich Sorgen zu machen. Aber war er nicht gerade noch im Keller? Oder wer ist da die Treppe hoch gekommen? Vielleicht doch schon die Statue?“, dachte er und erkundigte sich unsicher: 

„Ich habe Schritte gehört als ich auf....Toilette war. Und die kamen aus dem Keller....“

Der Herbergsleiter nickte. „Ich war das nicht. Ich war wie gesagt im Büro. Aber ich habe vorhin noch Herrn Kunze getroffen. Das ist unser Hausmeister, der will den Keller aufräumen und da zu Hause leider keiner auf ihn wartet arbeitet er bis spät abends dort unten. Aber vorhin ist er nach Hause gegangen. Nachts ist niemand gerne hier.....aber das ist eine andere Geschichte. Ihn wirst du gehört haben als er Feierabend machte!“

Herrn Kunze den Hausmeister hatte Lucas in der Tat am Nachmittag ein paar Schaufeln in den Keller bringen sehen. War tatsächlich er es gewesen den er gehört hatte?

„Wir können auch sofort zu Herrn Tegemann gehen,“ schlug der Herberleiter traurig vor. 

„Wenn du mich für einen Unhold hältst und einen Schulkameraden allein lässt...der offensichtlich Probleme hat....“,

Lucas schüttelte den Kopf. Er befürchtete sich lächerlich zu machen. Bisher hatte sich der Herbergsleiter doch nicht verdächtig gemacht, oder? Gut, er war, wie der Hausmeister auch, im Keller gewesen. 

Aber was war schon dabei? Wahrscheinlich kannte er die Statue wirklich nur aus Erzählungen, den üblichen Gruselgeschichten für eine Burg eben, die er gerne zum Besten gab.

Lucas folgte dem Hebergsleiter durch den Rittersaal bis zu dem Raum an dem „Büro der Burgleitung“ stand. Leider befand sich dieses gegenüber der Kellertreppe und bei Lucas schrillten sämtliche Alarmglocken als Herr Bender die Tür auf riss, ihn grob am Arm packte und ihn noch ehe er reagieren konnte die Treppe hinunter stieß.

Lucas stürzte ein paar Stufen hinab und stieß sich schmerzhaft seine Hüfte. Doch dann half ihm Herr Bender überraschend auf und schob ihn die nächsten Stufen hinunter. 

„Tut mir leid, ich wollte nicht dass du dich verletzt. Ich tue niemandem was, das macht nur der Rächer! Ich könnte dir jetzt die Geschichte erzählen aber das habe ich schon bei Mirko getan und er hat sie nicht kapiert. Wahrscheinlich bist du genau so dumm. Also ist es vielleicht nicht so schade um euch....“

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