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Kapitel 105

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Eine halbe Stunde nach ihrer Ankunft saßen Lucas und seine Klassenkameraden gemeinsam mit den beiden Lehrkräften im ehemaligen Rittersaal der als Speise- und Aufenthaltsraum diente in einer gemütlichen Kreisrunde zusammen.

Zumindestens Frau Igel hatte es so genannt aber außer ihr und Herrn Tegemann hatte niemand wirklich Spaß daran. 

Lucas griff nach Meikes Hand und drückte diese. Sie lächelte ihn an. „Eigentlich mag ich so alte Burgen. Die haben so was geheimnisvolles und romantisches an sich. Ich sehe auch gerne Filme die auf so Burgen spielen. Auch wenn das albern ist....“

„Manche Filme sind ja auch ganz gut. Ich mag nur die Filme aus den 50ern und 60ern nicht sonderlich. Da kämpfen die Ritter, kommen vom Schlachtfeld und sehen aus als kämen sie gerade aus einem Schönheitssalon, die Haare sind frisiert, am besten noch Dauerwelle obwohl es so was im Mittelalter nicht gab, die Rüstungen glänzen, keiner hat auch nur eine einzige Schramme...“, erwiderte Lucas ein wenig gehässig.

„Dann lieber so ein Gemetzel wie in Braveheart, was? Wo alles nur so vor Blut trieft“, erkundigte sich Meike spöttisch und Lucas zuckte die Achseln. „Ist zumindestens realistischer!“

„Damit auch einmal Leute lernen miteinander zurecht zu kommen die sonst nicht soviel miteinander zu tun haben werden wir die Zimmerverteilung auslosen! Es gibt für alle Vier-Bett-Zimmer. Zuerst sind die Jungen dran. Zieht bitte die Lose,“ wies Frau Igel ihre Schüler an.

Ein Eimer wurde herum gereicht und Lucas zog einen Papierschnipsel heraus auf dem „Zimmer C“ stand. Er sah sich fragend um. Wer hatte noch C gezogen?

Er sollte zunächst einmal Glück haben denn Andy hatte ebenfalls ein C gezogen. Jedoch auch Mirko und ein Junge namens Tobias würden das Zimmer mit ihnen teilen. Mit Tobias hatte Lucas keine Probleme. Dieser hielt sich aus Streitereien heraus und war eigentlich recht umgänglich. Aber Mirko....

„Was, ich soll mit den beiden Flaschen in ein Zimmer gehen? Das darf doch nicht wahr sein,“ beschwerte Mirko sich während es seiner Freundin Jennifer nicht sonderlich passte mit Sabrina zusammen wohnen zu müssen als die Mädchenzimmer verlost wurden.

„Es ist wichtig dass man lernt mit jedem gut auszukommen! Also will ich kein Gemecker hören. Es ist gut für die Klassengemeinschaft es so zu regeln. Außerdem gibt es immer nur Schwierigkeiten wenn beste Freunde und Freundinnen die Zimmer miteinander teilen. Wenn man die zusammen steckt machen sie häufig nur Dummheiten. Und jetzt kommen wir auch gleich einmal zu den Regeln. Ich werde es nicht dulden dass Alkohol getrunken wird und um zehn Uhr gehen die Lichter in den Zimmern aus, spätestens!“, wies Frau Igel ihre Klasse an und alle stöhnten.

„Aber ich gehe nie vor zwei ins Bett,“ beschwerte sich Nadja und Frau Igel seufzte. „Das sieht man an deiner Mathe-Note!“

Ein Mann in einer Jeanslatzhose und einem Karohemd betrat den Raum. 

„Guten Tag, ich bin Rufus Bender. Ich bin hier der Leiter der Jugendherberge! Ich wollte Sie alle willkommen heißen und mit den Essenszeiten vertraut machen. Frühstück gibt es morgens von acht bis um neun, Mittagessen um zwölf und Abendessen um sechs Uhr Abends. Anschließend ist das Küchenpersonal nicht mehr zu erreichen. Den Tisch decken die Gäste hier selber und sie räumen auch ab. Geschirrwagen stehen dort drüben neben den beiden Ritterrüstungen,“ sagte der Mann.

Lucas sah in die Richtung. Über den Rüstungen hingen einige Schwerter und Dolche sowie eine Lanze. 

Dann wandte sich Herr Bender lächelnd an Frau Igel und Herrn Tegemann. „Es ist gut dass Sie Ihre Schüler auffordern um zehn Uhr im Bett zu sein. Aber auch Sie sollten zwischen Mitternacht und zwei Uhr Nachts nicht durch die Burg laufen, vor allem nicht in Mai-Nächten wo es nebelig ist! Denn dann....spukt es hier und es heißt man findet Menschen die sich leichtsinnigerweise Nachts auf den Gängen herum treiben am nächsten Morgen unten im Kerker...tot und mit weit aufgerissenen Augen! Zuletzt geschah das im Jahr 2004! Nur wer schläft oder für schlafend gehalten wird ist sicher. Das sagte mir schon mein Vorgänger. Ich schlafe nachts übrigens nicht hier sondern unten im Dorf. In meiner eigenen Wohnung....“

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