Kapitel 87

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Jonas saß zwei Polizeibeamten die sich als Kommissar Klein und Kommissar Brandt vorgestellt hatten in einem Büro gegenüber.

„Immerhin nennen sie ihre Namen,“ dachte er nervös. Er wusste überhaupt nicht was er nun machen sollte. Mit der Polizei hatte er bislang keinerlei Erfahrung gemacht....

„Herr Schneider! Ich habe mir hier einmal Ihr Vorstrafenregister angesehen! Da gibt es bislang keinerlei Einträge! Anscheinend haben Sie es bislang geschickt vermieden aufzufallen! Aber wissen Sie eigentlich was Sie da angerichtet haben? Dieses Kunstwerk von Frau Bausemann war sehr wertvoll!“, sagte Kommissar Brandt unfreundlich.

Offenbar war er bereits der festen Überzeugung den Täter vor sich zu haben.

„Ein Glück weiß die Presse noch nicht dass wir den Täter bereits haben!“,. Stellte Kommissar Klein fest.

„Die Presse? Alles, nur das nicht! Fehlt nur noch dass Engelmann mich im Fernsehen sieht und mitbekommt dass ich immer noch Statuen bekämpfe! Und alle anderen werden es auch sehen....“, dachte Jonas und war sich im Grunde bewusst dass dies sein kleinstes Problem war. 

Was bekam man denn für Sachbeschädigung? Doch sicherlich keine lange Haftstrafe, oder?

„Sie scheinen nicht so recht zu wissen in was für Schwierigkeiten Sie stecken, Herr Schneider,“ fuhr Kommissar Brandt ihn grob an. 

„Sie werden uns jetzt einmal schön erzählen was Sie letzte Nacht zwischen zwei und vier Uhr gemacht haben! Denn um zwei Uhr war das Kunstwerk noch intakt und um vier Uhr hat ein Kollege von uns bemerkt dass es verschandelt wurde! Außerdem könnten Sie uns noch sagen wo Sie an zwei anderen Tagen waren! Einmal am 17. Oktober letzten Jahres und dann noch einmal am 24. Februar!“

Jonas wurde blass. An diesen Tagen hatte er die Statuen über der St. Andreas Kirche und auf dem Münchner Friedhof zerstört.....

„Außerdem könnten Sie uns noch sagen wo Sie am 01. März waren! In der Nähe von Düsseldorf?“, erkundigte sich Kommisar Klein und sah Jonas drohend an. „Sie wissen doch verdammt gut wovon wir sprechen! Also ersparen Sie uns und sich selbst viele Unannehmlichkeiten und sagen Sie uns was Sie an den Tagen gemacht haben! Wir wissen es sowieso schon! Sie haben wertvolle Kunstgegenstände zerstört! Vor allem dieser Engel auf dem Friedhof in München war sehr wertvoll und dass Sie zusätzlich noch eine Statue auf einem Grab beschädigt haben setzt dem ganzen die Krone auf! Diese Statue hatte eine freundliche ältere Dame auf das Grab ihres einzigen bei einem Unfall ums Leben gekommenen Sohnes gestellt! Die arme Frau ist ganz aufgebracht deswegen!“

„Aber diese Statue habe ich gar nicht zerstört! Das war der Dämon!“, dachte Jonas. Natürlich sagte er nichts. 

„Ein Geständnis wirkt sich strafmindernd aus!“, belehrte Kommissar Klein ihn jedoch der andere Beamte sah seine Kollegen wütend an. 

„Natürlich wirkt sich das strafmindernd aus! Und er ist noch nicht ganz einundzwanzig Jahre alt! Vielleicht kommt er sogar noch mit Jugendstrafrecht davon! So was hasse ich ja! Da sind Kriminelle und sie kommen davon! Mit lächerlichen Sozialstunden oder einer Geldstrafe! Aber damit wird der hier nicht durch kommen! Dafür sorge ich notfalls persönlich!“

Er wandte sich an Jonas. „Jetzt gib endlich zu dass du es warst! Als nächstes werden wir deine Wohnung durchsuchen und dann finden wir sicherlich auch deine Tatwerkzeuge! Vielleicht eine Sprühdose oder einen Baseballschläger! Vielleicht auch eine wirkliche Waffe mit der du die Statuen beschädigt hast! Kriminelles...“

Der Kommissar, der nun sogar schon zum „Du“ übergegangen war kam nicht mehr dazu seinen Satz zu Ende zu sprechen denn es klopfte an der Tür und ein Herr in einem grauen Anzug trat ein.

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!