Kapitel 29

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Die Tage vergingen schnell und ich wurde Freitagmorgen entlassen und durfte mit dem Auto meiner Eltern nach Dortmund fahren. Ich packte die Sachen, die noch im alten Haus standen in das Auto und verabschiedete mich von Jyle. Der Abschied von meiner besten Freundin Jyle war tränenreich, aber ich versprach ihr so oft wie möglich zu ihr zu kommen. Ich stieg ins Auto und fuhr dann aus meiner Heimat München auf die Autobahn Richtung Dortmund, meiner neuen Heimat. Man kann es auch so bezeichnen als meine neues Leben mit Mario. Die Autobahnen waren frei und ich war nicht mal in 5 Stunden in Dortmund. Ich hatte nur noch 5km vor mir, dann war ich in meiner neuen Heimat mit Mario. Ich freute mich richtig auf das Wiedersehen mit ihm und dachte noch mal an den Abschied im Krankenhaus. Da fiel es mir wieder ein. Mario hatte mir zwei Briefe gegeben von meinen Eltern. Ich hatte sie nur in meinem Koffer gepackt und nicht gelesen. Also hielt ich auf dem nächste gelegenden Parkplatz in Dortmund an. Ich war angekommen in meiner neuen Heimat, die 5km waren schnell verfolgen. Ich stieg aus und lief zum Kofferraum. Mein Koffer lag zum Glück vor den ganzen Umzugskisten, in den nur meine Klamotten waren. Hatte das schon was zu bedeuten, was in einem der Briefe stehen würde? Ich krammte die Briefe aus dem Koffer und setzte mich auf die Kante hinten am Kofferraum. Vorsichtig öffnete ich den einen Briefumschlag, da sich darin ein irgendetwas befand. Ich hollte den Brief raus und hatte einen Haustürschlüssel in der Hand. Ich klappte den Brief auf und las: >> Hey Süße, hier ist der neue Schlüssel für die Wohnung. Ich freu mich schon riesig darauf wenn du endlich wieder bei uns bist. Das Haus wird einfach nur leer ohne dich sein. Ich hoffe das sich Dad in der Zeit etwas beruhigt hat und er das mit Mario akzeptiert. Ich sehe einfach nur wie glücklich du bist und das zählt ja wohl am meisten! Naja wir sehen uns dann in 4 Tagen in Dortmund. Dicken Kuss Mum und Nick<< Der Brief zauberte mir noch ein größers Lächeln auf die Lippen. Aber jetzt kam der zweite! Er sah von außen schon so beängstigend aus und mit zittrigen Händen öffnet ich ihn. Das lächeln was ich vorher noch hatte verschwand urplötzlich wieder. Ich holte den brief raus, klappte ihn auf und sah einen halben Roman. Ich spürte wörtlich die Wut aus dem Brief in mein Gesicht springen. >>Ich hoffe du hast dich so einiger Maßen von meinen Schlägen erholt!Wenn du dann nach Dortmund kommst, brauchst du erst gar nicht bei uns zuhause auftauchen. Ich will dich nie wieder sehen, solange du mit dem Arschloch Mario Götze zusammen bist. Mir tut es auch kein stückchen Leid, dass ich dir die Rippen und die Nase gebrochen hab. Ich glaube nämlich das hast du mal verdient!So wie du dich in der letzten Zeit benohmen hast, war einfach nur unter aller Sau. Du solltest dir mal ein Beispiel an deinem Bruder nehmen. Wenn ich dich nur einmal in der Nähe von Nick oder dem Haus sehe, wird dir was noch schlimmeres passieren, als nur die harten Schläge!<< ich konnte nicht weiter lesen, da mir das Blut in den Adern gefrierte, anfing zu weinen und ich kaum Luft bekam. „Ich hätte nie gedacht, dass mein Dad so sein kann.Ich lieb ihn doch über alles und er zeigt kein Verständnis!“:(,dachte ich und lies den Brief fallen. Ich konnte ihn einfach nicht verstehen. Ich bin glücklich mit Mario und er gönnt es mir nicht, was ist bloß in ihn gefahren!? Ich zitterte am ganzen Körper und mein Pulsschlag war nicht gerade der kräftigest. Ich war erstarrt und schaute auf den herunter gefallenden Brief. Immer noch erstarrt, krammte ich mein Handy aus der Hosentasche und tippte drauf rum. Dabei tropften mir Tränen aufs Display. Ich packte es wieder ein und zitterte immer noch am ganzen Körper. Ich stand einfach unter Schock! Ich hatte echt einen schwachen Puls und ich konnte auch nur schwer Atmen. Ich saß geschätz 10min noch so erstarrt da, bis ich ein Auto laut und quietschend bremsen hörte. Ich schaute auf und sah, dass Mario mit Marco gekommen war. Mario stürmte aus dem Auto und kam auf mich zu. Ich stand auf und hielt nur meine Arme in seine Richtung. Er nahm mich fest in den Arm und beruhigte mich. Er strich mit seinen Händen über meinen Rücken und mit einem langen Sch-laut mich zu bruhigen. Ich hatte meinen Kopf in seinem Hals vergraben und lies meinen Gefühlen freuen lauf. Ich schluchzte,zitterte und versuchte mich zu beruhigen. Immer wenn ich einatmete, groch mir auch der Geruch von Marios Parfum in die Nase. Ich liebte diesen Geruch in dem Moment und fühlte mich wohl, verstanden und sicher. Marco stand neben uns und hob den Brief von meinem Dad auf.

Zwischen Familie und der großen Liebe (Mario Götze)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!