Kapitel 28

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Das Grinsen war aber schnell wieder verschwunden, weil mich Mario verträumt ansah. Ich hatte gerade das Gefühl, als wären wir vor unserem ersten Kuss. Wir lagen da, wie in meinem Zimmer und auch diesmal platze wieder jemand rein. Nur diesmal war es nicht mein Dad, sondern die Krankenschwester, die mich für die anstehenden Röntgenbilder abholen wollte. Wir bemerkten sie erst nicht, bis sie die Stühle unter den Tisch schob und mein Tablet mit dem Frühstück wegräumte. Mario ging vom Bett runter und guckte verlegen auf den Boden, währenddessen er sich am Nacken kratze. Mir war das auch etwas peinlich und merkte wie ich leicht rot wurde. „Wir müssen dann jetzt auch los und die Röntgenbilder machen“,sagte die Krankenschwester und guckte mich drängelnd an. „Okay..dann muss ich wohl jetzt auch gehen, sonst verpass ich noch meinen Flieger zurück nach Dortmund.“,sagte Mario etwas geknickt. Man merkte ihm an, dass er nicht gehen wollte und lieber bei mir bleiben würde, aber das ging ja leider nicht. Ich ging mit Mario und der Krankenschwester aus dem Zimmer und nahm die Hand von Mario. Wir mussten noch ein ganzen Stück zusammen den Gang entlang, bis sich dann unsere wege trennten. Ich musste mit der Krankenschwester links runter zum Röntgenraum und Mario rechts runter richtung Ausgang. Ich fühlte mich als wäre einer meiner Familienmitglieder gestorben oder Jyle, aber es war ja nur der Trennungsschmerz, der sich bemerkbar machte. Ich wollte nicht das mario ging und er wollte es auch nicht, aber es musste ja sein. „Frau Brown, wir müssen jetzt weiter.Sonst schaffen wir das nicht vom Zeitplan.Kommen sie jetzt mit“,sagte die Krankenschwester genervt und drängelte. Ich gab Mario noch einen sehr leidenschaftlich und verlangenden Kuss und löste mich dann mit je einer Träne in den Augen von ihm. Ich ging schon mit der Krankenschwester den öden Gang weiter runter und Mario stand da imm Flur wie angewurzelt. Plötzlich schrie Mario: „Oh Fuck..Sharon warte.Ich hab noch was von deinen Eltern für dich.“ Ich blieb erstarrt stehen und er kam zu mir gejoggt. Er drückte mir einen Autoschlüssel und zwei Briefumschläge in die Hand. „Die brief kannst du am besten heute Abend nach der Op lesen und den Autoschlüssel brauchst du um nach dortmund zu kommen und die restlichen Sachen, die deine Eltern nicht mitbekommen haben noch von zu Hause abzuholen.Wir sehen uns dann in 4 Tagen.“,sagte Mario und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Jetzt kullerten mir einer der beiden Tränen die Wange runter. „Frau Brown, wir müssen jetzt!“,sagte die Krankenschwester und packte mich am Arm. Sie zog mich mit sich und ich schaute traurig weiter zu Mario, der sich jetzt auch umdrehte und in Richtung Ausgang ging. Die Röntgenbilder waren schnell gemacht und ich durfte wieder auf mein Zimmer. Ich verstaute die beiden Briefumschläge von meinen Eltern in meinem Koffer und legte mich aufs Bett. Ich hatte den Autoschlüssel in der Hand und drehte ihn immer wieder.

Zwischen Familie und der großen Liebe (Mario Götze)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!