Kapitel 73

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Jonas, Jessica und Lucas betraten nachdem der Reisebus mit den Kindern das Gelände verlassen hatte den Innenhof des von einer Mauer umrundeten ehemaligen Klosters.

An einem großen Gebäude war ein Schild angebracht worden auf dem mit großen bunten Buchstaben „Jugendherberge“ stand.

„Wir sollten vielleicht zuerst dort einmal nachfragen wen wir hier überhaupt nach etwas fragen können,“ schlug Lucas vor und Jessica nickte. „Ja, die waren früher alle ganz nett als wir auf Klassenfahrt da waren! Gar nicht so wie in diesen alten Filmen wo die Nonnen alle mit einem Rohstock herum laufen!“

„Eher wie in Sister Act, was?“, erkundigte sich Jonas mit einem Grinsen. Jessica lächelte. „Ja, so in etwa. Nur ohne Whoopie Goldberg und ohne die Musik!“

Lucas sah sich um. Bis auf das bunte Schild und einen Briefkasten der neben dem Haus stand fühlte er sich mit einem Mal um Jahrhunderte zurück versetzt und er hätte sich nicht gewundert wenn Menschen in mittelalterlicher Kleidung über den Klosterhof gegangen wären.

Sie betraten das Gebäude mit der Aufschrift und eine Frau in grauer Ordenstracht kam ihnen entgegen. Auf dem Arm trug sie drei große Kopfkissen.

„Ja, bitte, kann ich Ihnen weiterhelfen?“, erkundigte sie sich freundlich und sah sie fragend an.

Ein Kissen rutschte ihr aus dem Arm und fiel zu Boden. Schnell bückte sich Jonas und hob es auf. „Danke schön, sehr freundlich von ihnen,“ sagte die Schwester.

„Wir interessieren uns für....die Geschichte des Klosters! Wir hätten da ein paar Fragen!“, sagte Jessica und die Nonne sah sie einen Augenblick lang erstaunt an. 

„Das ist mal was anderes! Am besten wenden Sie sich da im Gebäude gegenüber an Schwester Elisabeth! Sie ist hier die Äbtissin und kann ihnen sicherlich weiter helfen! Sie hat ihr Büro im ersten Stock!“

„Dürfen wir da denn einfach so rein?“, erkundigte sich Lucas verwundert. Sicherlich wollten die Nonnen doch nicht dass dort in ihren Unterkünften Besucher herum liefen....

Die Nonne lächelte. „Das ist ein Verwaltungsgebäude! Natürlich können dort Besucher hin kommen! Die Bereiche in denen wir unter uns bleiben möchten sind ausgeschildert und abgetrennt!“

„Vielen Dank,“ sagte Jonas und kurz darauf betraten sie das Büro der Äbtissin. Bei dieser handelte es sich um eine grauhaarige Frau um die sechzig die eben diese graue Haare unter ihrer Haube zum größten Teil verbarg.

„Was kann ich für Sie tun?“, erkundigte sie sich während sie einige Papiere auf ihrem Schreibtisch ordnete.

Lucas erlebte eine weitere Überraschung. Von Mittelalter war auch in diesem Raum keine Spur zu finden. Die Wände mochten vielleicht noch aus Stein bestehen jedoch sie waren tapeziert worden, ein Bild des alten und eines des neuen Papstes hingen an der Wand, die Möbel waren modern und ein Computer stand auf dem Tisch.

„Wir möchten nicht stören, aber wir interessieren uns für die Geschichte des Klosters!“, sagte Jessica und die ältere Frau nickte mit einem Mal erfreut. „Ich finde es immer gut wenn junge Leute sich für Geschichte interessieren! Das erlebe ich heutzutage leider viel zu selten! Wozu müssen Sie es denn wissen? Für die Schule? Oder für die Uni?“

„Nein, es handelt sich um ein privates Interesse! Vorfahren eines....Freundes von uns habe in der Gegend gelebt. Und für ihn ist es wichtig dass wir einiges erfahren!“, antwortete Julia und dachte an Gerrit. In etwa stimmten ihre Angaben ja auch. 

„Und was genau möchten Sie wissen?“, erkundigte sich die Äbtissen und bot ihnen einen Platz an. 

„Es geht zuerst einmal um die Geschichte des Klosters! Wann wurde es erbaut und so,“ sagte Lucas unsicher.

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