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Pen Your Pride

Kapitel 61

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Jonas und Sebastian betraten nachdem sie sich von Julia im Krankenhaus verabschiedet hatten den Schulhof und sahen auf die Stelle an der sich die Statuen befunden hatten.

Es war bereits später Nachmittag und der Schulhof war menschenleer. Lediglich ein Mann in einem grauen Kittel kehrte den Hof.

„Den kenne ich noch von früher, das ist der Meier, der Hausmeister!“, sagte Sebastian und winkte dem Mann der als redselig bekannt war zu. Wie erwartet eilte er auf die beiden ehemaligen Schüler zu und sah sie von oben bis unten an. „Euch habe ich irgendwann schon mal gesehen! Seid ihr hier zur Schule gegangen?“

„Ja, aber das ist bei uns schon ein paar Jahre her,“ antwortete Jonas und sah sich um. Nirgendwo gab es noch einen Hinweis darauf dass es die Statuen jemals gegeben hatte.

„Ein einziges Kommen und gehen ist das hier,“ sagte der Hausmeister und griff in die Tasche seines Kittels. Er holte eine Schachtel Zigaretten heraus und zündete sich eine an. 

„So was war hier bis gestern verboten! Ich habe mich nicht getraut während der Arbeit zu rauchen, da hinten standen so ein paar hässliche Henkerstatuen und ich hatte immer das Gefühl die würden mich bei der Arbeit kontrollieren! Aber seit heute sind die Dinger und der Rektor weg! Jetzt kriegen wir einen Neuen! Der mag es zwar auch nicht wenn man hier raucht aber wenigstens beschimpft er einen nicht auf unverschämte Art und Weise! Und so lange niemand hier wirklich das Sagen hat nutze ich es aus!“, fügte er hinzu und nahm eine tiefen Zug an seiner Zigaretten ehe er genüsslich den Rauch ausstieß ohne darauf zu achten dass Sebastian und Jonas genau in der Rauchwolke standen.

„Dann ist er wirklich weg,“ murmelte Jonas und sah den Hausmeister fragend an. „Wissen Sie denn wohin Herr Engelmann gegangen ist oder wo man seine Statuen hin gebracht hat?“

„Keine Ahnung! Als ich gestern Nachmittag Feierabend gemacht habe standen die noch hier und heute morgen waren sie weg! Ich habe das als erster gemerkt. Ich bin nämlich immer pünktlich hier! Ist irgendwie trotz allem ungewohnt! Aber ich sage mal, für uns kann es hier jetzt nur besser werden, von wegen Arbeitsklima und so!“, antwortete der Hausmeister und winkte ihnen zum Abschied zu. „Ich würde gerne noch ein bisschen mit euch plaudern aber ich muss noch neben der Turnhalle kehren! Und dann mache ich Feierabend!“

„Ja, danke für die Auskunft,“ sagte Jonas und ging zu der Stelle an der sich die Statuen befunden hatten. „Dann dürfte es hier wenigstens wieder sicher sein!“

„Ist doch gut so und das beste was uns passieren konnte! Von mir aus kann der Direktor irgendwo in die Sahara auswandern und da Kamele erschrecken!“, erwiderte Sebastian und schien sichtlich erleichtert über das Verschwinden der Dämonen zu sein.

„Arme Kamele,“ murmelte Jonas. „Aber ich fürchte dabei wird es nicht bleiben! Wir haben zwar jetzt unserer Ruhe hier aber er wird bestimmt woanders da weitermachen wo er hier aufgehört hat! Ich glaube einfach nicht dass er sich jetzt zur Ruhe setzt!“

„Das ist nicht mehr unser Problem! Du kannst dich nicht um die ganze Welt kümmern, Jonas!“, antwortete Sebastian und fügte hinzu: „Dein Handy klingelt! Meins hat nicht so einen komischen Ton!“

„Wieso komischer Ton? Das ist „Spanish Eyes!“, erwiderte Jonas beleidigt und zog sein Handy aus seiner Jackentasche. 

Sein Bruder Lucas meldete sich am anderen Ende der Leitung und schien aufgeregt zu sein.

„Lucas, was ist den los? Ich habe übrigens eine gute Nachricht für dich! Der Direktor und die Statuen haben den Rückzug angetreten und sind nicht mehr hier! Du bekommst einen neuen Direktor und kannst wohl wieder nach Hause kommen!“, sagte Jonas aber sein Bruder unterbrach ihn.

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!