Kapitel 26

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„Ähm..ich glaub, ich zieh mir eben was anders an",sagte ich zu Mario und lief auf den Koffer zu, der auf dem Tisch lag. Ich krammte drin rum und holte mir eine blaue Jogginghose, Unterwäsche raus und dazu ein weißes T-shirt mit blauen Streifen. Ich lief ins Bad und schloss die Tür. Die Hose auszuziehen war noch einfach und ohne schmerzen, aber als ich versuchte mir das T-shirt auszuziehen, spürhte ich ein starkes Stechen an meinen Brustkorb. Ich verzog vor Schmerzen das Gesicht und versuchte auch nicht zu schreien, aber das Stechen war einfach zu schmerzhaft, dass ich aufschreien musste. Die Badezimmer wurde von einem besorgten Mario aufgerissen, der im Türrahmen stehen blieb. Ich stand nur da in meiner Unterhose und dem T-shirt des Schlafanzugs. „Was ist los, dass du so laut Stark aufschreist?",fragte er mich. Ich sah, dass er mich von oben bis unten abcheckte. „Ich bekomm mein T-shirt nicht aus.Ich hab dann so ein starkes Stechen bei meinem Brustkorb, als würde mir jemand ein Messer reinstechen",sagte ich und guckte in den Spiegel. „Soll ich dir helfen?",fragte er mit einer verführerischen Stimme und einem frechen Grinsen, dass ich durch den Spiegel sah. Ich guckte über meine Schulter zu ihm und zog eine Augenbraue hoch. „Was guckst du jetzt so dumm aus der Wäsche.Ich kann dir auch eine Krankenschwester besorgen, die das macht.Nur so als Info, irgendwann werde ich dich eh nackt sehen",sagte er und grinste.

Sein Grinsen steckte mich an und es legte sich auch ein leichtes Grinsen bei mir auf den Lippen. „Also doch keine Krankenschwester?",erkundigte er sich. Ich guckte immer noch über meine Schulter zu ihm und machte mit der Hand ein „Komm her" Bewegung. Er kam zu mir und stellte sich dicht an mich. Ich spührte seinen warmen, leicht feuchten Atem und dann einen kleinen Kuss in meinem Nacken. Meine Nackenhaare stellten sich auf und ich zuckte etwas. „Na dann wollen wir der Frau aus ihrem T-shirt helfen!",sagte Mario und grinste frech, was ich wieder durch den Spiegel sah. Ich hob meine Arme in die Luft und Mario griff unten ans T-shirt. „Oh man....auf was hab ich mich da gerade eingelassen, aber er hatte ja Recht,irgendwann sieht er mich eh nackt, also ist das jetzt egal.",dachte ich. Er zog es vorsichtig und mit Absicht langsam hoch, aber den Spaß machte ich nicht mit und ging schnell in die Knie. Ich hielt einen Arm vor meine Brüste und stand dann auf. „Was sollte den das jetzt?",fragte Mario. „Du solltest mir das Shirt ausziehen und nicht daraus eine Stripshow machen",sagte ich und grinste. Er guckte nicht so glücklich, da er sich wohl von dieser Aktion mehr erhofft hatte, aber da machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Ich guckte in den Siegel und sah überall an meinem Oberkörper große Blutergüsse, an der Stelle, wo es so schmerzte, war der größte. Ich war geschockt von diesem Anblick und senkte den Kopf. „Hey Süße...die gehen auch wieder weg",sagte Mario fürsorglich und mit Mut in der Stimme. Ich nickte und war leicht bedrückt von dem Anblick. Ich mein, keine Frau möchte so gesehen werden und ich erst Recht nicht und gar nicht vor Mario. :( „Kannst du bitte wieder raus gehen, ich will mir noch eben den Rest anziehen",sagte ich mit leicht trauriger Stimme. „Na klar Schatz.Ich warte draußen auf dich",sagte er und ging. Er zeigte Verständnis, was mich etwas aufheiterte, und verlies das Bad. Die Tür schloss ich leise und lies mich an der Tür heruntergleiten. Ich legte meinen Kopf auf meine Beine, die ich zuvor angewinckelt hatte. Mir rasten jetzt die Szenen von dem schrecklichsten Tag meines Lebens vor dem innerm Auge auf und ab. Ich versuchte nicht laut zu schluchzen und unterdrückte meine Tränen, ich wollte diese Szenen einfach nicht sehen. Ich stand auf und zog mir den BH und mein T-shirt an, dann sprang ich noch schnell in die Jogginghose. Ich stand wieder vor dem Spiegel und sah die den größten Bluterguss durch mein T-shirt schimmern. Ich krammte in meiner Kulturtasche und holte mir meine Wimperntusche, meinen Kajalstift und mein Make-Up raus. Ich trug dezent die Schminke auf und war dann auch fertig. Ich machte die Tür von Bad auf und sah Mario auf meinem Bett sitzen. Er schaute zu mir und ich ging auf ihn zu. „Und was wollen wir jetzt anstellen Kleines?",fragte er mich. „Hast du mich gerade Kleines genannt?!",spuckte mein Mund aus und meine Augenbraue ging nach oben. „Ja..genau das hab ich gesagt kleines!",sagte er und nahm wieder das Wort „Kleines" in den Mund. Ich hasste es wenn mich jemand so nannte. „Nenn mich nicht Kleines!",sagte ich und guckte gespielt sauer. „Und was wenn ich es wieder mache?",fragte er und grinste frech. Er legte es drauf an mich wieder „Kleines" zu nennen. Ich sagte nichts und guckte noch sauerer als vorher. Es sah aus, als würde er jeden Moment mich wieder so zu nennen nur er wartete den richtigen Zeitpunkt ab. Die Tür von meinem Zimmer ging auf und eine Krankenschwester kam mit Dr. Teiser rein. „Na super...was haben die jetzt hier zu suchen!Hat man hier nicht mal seine Privatsphäre?",dachte ich und lies mich neben Mario aufs Bett fallen. „Guten Morgen Frau Brown, hier ihr Frühstück und die Tageszeitung.",sagte die Krankenschwester und verschwand aus dem Zimmer. Es herrschte Stille im Raum, bis Dr. Teiser dann sagte: „So Frau Brown, wir machen heute noch ein paar Rötngenbilder von ihrem Brustkorb und werden sie gegen den späten Nachmittag dann an der Nase operieren." Ich musste wohl laut geschluckt haben, als er das mit der OP gesagt hatte, das Mario anfing zu grinsen. Ich hasse Op's ich hatte immer schon große Angst davor und jetzt sind auch noch meine Eltern nicht da und Mario musste ja auch schon in einer halben Stunde wieder weg. „Wir holen sie dann in einer halben Stunde ab um die Röntgenbilder zu machen Frau Brown",sagte Dr. Teiser und ging aus dem Raum. Mario stand auf und holte das Tabelt mit dem Frühstück, was die Krankenschwester auf den Tisch abgestellt hatte. „So Kleines jetzt musst du erst mal was essen.",sagte er und grinste. Ich nahm ihn nicht wirklich wahr, was er zu mir sagte, da meine Gedanken bei der OP waren. Mario hielt mir schon eine Hälfte vom Brötchen mit Nutella vor den Mund und sagte irgendwas, was ich aber immer noch nicht wahr nahm. Ich spürte auf ein Mal seine weichen Lippen auf meiner Wange und zuckte kurz zusammen und lächelte dann.

Zwischen Familie und der großen Liebe (Mario Götze)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!