Alptraum im fremden Körper

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Marry P.o.V.

"Und, wie war es?", ich schüttel in letzter Zeit sehr oft den Kopf über Ron, fällt mir auf.... Wir sitzen in der Kaminecke unseres sonst leeren Gemeinschaftsraumes. Ich laufe mit meinem Buch für Verwandlung hinter der Couch, auf welcher Ron und Mine sitzen, gegenüber meines Bruders, auf und ab und versuche mir die Sprüche mit dazugehörigen Eigenschaften und logischerweise Nutzen einzuprägen.

"Feucht... Ich meine, sie hat geweint.", schildert mein Bruder eher unbeholfen meiner Meinung nach. "Ach was, bist du echt so schlecht?", macht sich der rothaarige über seinen besten Freund lustig. "Ich wette, Harry's Küsse waren mehr als zufriedenstellend.", verteidigt Mine Harry, was mich schmunzeln lässt und Ron auflachen. Sowas möchte man als kleine Schwester eigentlich nicht unbedingt wissen. "Cho weint sehr oft in letzter Zeit....", merke ich an, um das Gesprächsthema wieder in die ernste Richtung zu lenken und bleibe nun hinter dem Sofa stehen. Ich bin zwar nicht der größte Fan von ihr, aber ich bin kein Unmensch und erst Recht nicht blind. Sie tut mir schon ein wenig leid. "Da sollte ihr ein bisschen Knutschen doch weiterhelfen.", witzelt Ron. "Oh, verstehst du nicht, wie sie sich im Augenblick fühlt?!", verwirrte Blicke zwischen den Jungs, "Naja, offenbar ist sie immer noch traurig wegen Cedric und verwirrt, weil sie Harry gerne hat, schuldigbewusst wegen des Kusses..." - "Bedrängt, weil Umbridge droht ihr Mutter aus dem Ministerium zu feuern und besorgt, dass sie in ihren Prüfungen durchfällt, weil sie so viel anderes um die Ohren hat.", ergänze ich Hermines Aufzählung. Ron sah reichlich verwirrt zwischen uns hin und her: "So viel kann kein einzelner Mensch fühlen ohne zu explodieren." - "Dein Gefühlsreichtum passt ja auch auf einen Teelöffel!", aus den neutralen Minen wird ein lächeln, aus den Lächeln ein Grinsen und aus dem Grinsen ein lautes Lachen. Ich lasse mich auf einen der roten alten, aber bequemen Sessel fallen. Dies ist erneut einer dieser Momente in denen ich froh bin, solche guten Freunde zu haben mit denen ich eben diese Momente auch teilen kann.

"Nacht Marry.", kommt es von Mines Bett, ehe sie ihre Nachttischlampe ausknipst. "Nacht", erwidere ich und ziehe meine Decke bis zur Nasenspitze. Irgendwie beschleicht mich ein ungutes Gefühl.


Viele Gänge, hohe Regale gefüllt mit tausenden von gläsernen Gegenständen. Mit meinem Zauberstab spende ich mir zumindest etwas Licht in dieser dunklen Halle, während ich die einzelnen Reihen ablaufe. Was ist das nur für ein Ort? Und warum bin ich hier?Ohne jegliche Kontrolle über den Körper, setze ich den Rundgang fort. Aber egal wo ich lang laufe, alles sieht irgendwie gleich aus. Wie soll man sich denn da zu Recht finden?!

Ein Zischen und Fauchen erregt meine Aufmerksamkeit. Langsam und zögerlich drehe ich mich um. Meine Augen weiten sich, als ich die seltsame Schlange auf mich zu schlängeln sehe. Aber... das ist keine normale Schlange. Weis Gott nicht! Ich habe nur von ihr gehört, aber ich bin mir Recht sicher das ist....

Plötzlich geht alles ganz schnell!

Ehe ich auch nur die Chance dazu habe, einen Zauber abzufeuern, liege ich schon auf dem Boden. Der Zauberstab ist nicht in greifbarer Nähe. Ein stechender Schmerz durchzuckt mich und wieder und wieder. Ich schreie und krümme mich. Doch es hört einfach nicht auf. Niemand scheint mich zu hören. Niemand hilft mir. Immer wieder schnellt die Schlange nach unten... bis mich schließlich endlich die schmerzlindernde Schwärze umfängt und den Alptraum beendet....

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Dank nicht vorhandenem WLAN im Urlaub liegt dieses Kapitel seid Wochen auf meinem Pc rum. Es ist nur ein kurzes, aber ich denke das nächste wird wieder länger.

Ich habe mich im übrigen sehr über eure Kommentare gefreut! Sie sind sehr motivierend! Danke dafür!

LG
Rubin137

Die Zwillinge und der Orden des PhönixLies diese Geschichte KOSTENLOS!