Kapitel 58

91 8 0

Lucas und Gerrit schleppten gerade einen Sack Kartoffeln in die Küche von Frau Huber als letzterer plötzlich verlegen stehen blieb. Lucas grinste, es war ihm nur zu bewusst warum der andere so reagierte.

Der Grund war dunkelhaarig, sechzehn Jahre alt, bildhübsch, hieß Lisa und war die Tochter von Frau Hubers Nachbarn.

Freundlich lächelte sie Gerrit und Lucas an. Sie trug eine dicke Jacke und hielt ein Snowboard unter dem Arm.

„Hallo, Gerrit! Hast du Lust mit zu kommen? Ich möchte ein wenig mit meinem Snowboard beim Alten Hügel üben!“, sagte das junge Mädchen und wandte sich an Lucas. Du kannst natürlich auch mitkommen wenn du willst!“

„Oh, wie nett, ich darf auch mit,“ dachte Lucas belustigt und schüttelte den Kopf. 

„Nein danke, ich will noch ein wenig Zeit mit Jonas verbringen ehe er nachher von Jessica abgeholt wird!“, antwortete er und lächelte Gerrit aufmunternd zu. „Geht ihr beiden ruhig! Vielleicht komme ich ja später nach!“

„Ich komme mit!“, stimmte Gerrit verlegen zu und sah zu Boden. Lisa lächelte und machte Anstalten die Gaststube zu betreten. „Ich will noch einen heißen Kakao trinken, dann können wir von mir aus los!“

„Ja, bist gleich,“ sagte Gerrit unsicher und wandte sich an Lucas nachdem Lisa die Gaststube betreten hatte.

„Kannst du nicht mitkommen? Ich habe Angst dass ich mich blamiere! Und von diesen Schneedingern habe ich auch keine Ahnung!“

„Ich verstehe auch nichts von Snowboards! Und ich glaube sie mag dich! Angeber kann sie nicht ausstehen, denk nur mal an diesen reichen Touristen der sie letztens mit seinem Pokal den er beim Skifahren gewonnen hat beeindrucken wollte! Den hat sie nicht mal an geguckt sondern die ganze Zeit mit dir geflirtet! Und du hast es nicht mal bemerkt! Schäm dich!“, sagte Lucas und klopfte Gerrit aufmunternd auf die Schultern. „Das wird schon, mach dir mal keine Gedanken!“

„Du glaubst sie mag mich? Aber sie weiß doch nicht was ich bis vor kurzem noch war!“, sagte Gerrit unglücklich. „Wenn sie das erfährt...“

„Das solltest du ihr nicht unbedingt als erstes erzählen und auch nicht als zweites! Wenn ich genau überlege solltest du es auch nicht als drittes erwähnen! Aber lern sie doch erst einmal kennen! Alles andere ergibt sich dann!“, riet Lucas ihm obwohl er selbst nicht allzu viel Erfahrung mit Mädchen hatte. 

Sicherlich, da war Meike gewesen, jedoch ihre Beziehung war niemals intensiver geworden.

„Mir sind ein paar Statuen, der Tod meiner Mutter und vor allem dieser verfluchte Engelmann dazwischen gekommen,“ dachte er traurig und begab sich in das Zimmer das er sich mit Jonas teilte. 

Dieser hatte unterdessen sein Schwert sowie seine Kleidungsstücke zusammen gepackt. 

„Jetzt kann Jessica kommen! Leider müssen wir noch heute wieder fort! Sie konnte sich nur den einen Tag frei nehmen,“ seufzte Jonas. „Ich hätte gerne mit ihr noch ein paar Tage hier verbracht aber da sind ein paar Statuen die auf mich warten!“

„Bist du dir sicher dass du schon wieder so weit bist?“, erkundigte sich Lucas besorgt. 

Jonas schüttelte den Kopf. „Nein, leider nicht! Aber ich muss es sein! Als erstes werde ich morgen wieder mit dem Training bei Jörg anfangen! Und dann werde ich mir etwas einfallen lassen um die beiden Henker nacheinander zu besiegen! Mit beiden auf einmal wird es wahrscheinlich nicht möglich sein! Aber einzeln....“

„Sei bloß vorsichtig!“, warnte Lucas ihn.

„Das werde ich! Außerdem bin ich beruhigt dass du und Gerrit hier sicher seid! Hier vermutet euch niemand und wie es scheint fühlt Gerrit sich hier sehr wohl!“, antwortete Jonas lachend.

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!