Kapitel 54

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Am Abend des Tages an dem Jonas bemerkte, dass seine Verletzung vollständig geheilt war trafen  Julia und Sebastian in Brittas Wohnzimmer aufeinander. Noch immer war die Stimmung zwischen ihnen angespannt.

„Mir reicht es allmählich,“ sagte Sebastian mürrisch in Julias Richtung die am anderen Ende des Sofas sah. „Dieses Zickentheater kann ich nicht ausstehen! Entweder du sagst jetzt was los ist oder du kannst es mit uns vergessen!“

„Dafür hast du ja wohl schon gesorgt!“, fuhr Julia ihn empört an während der ebenfalls anwesende Dennis einen verwirrten Blick zu Britta warf. 

Diese schüttelte den Kopf. „Sollten wir uns jetzt nicht auf dieses glücklicherweise mittlerweile getrocknete Buch konzentrieren?“

„Na gut!“, stimmte Julia zu und griff nach dem alten Buch das Britta auf den Tisch gelegt hatte. 

Vorsichtig schlug sie es auf und dankte dem Himmel, dass die Seiten nicht auseinander bröselten.

„Allzu dick ist es ja nicht und er hatte eine große Handschrift! Ein wenig kann ich entziffern von dem was da steht,“ murmelte Julia und legte das Buch auf den Tisch zurück. Die anderen beugten sich darüber.

Alles hängt mit einander zusammen! Ich kann mich und die Kinder vor ihm und seinen dämonischen Vollstreckern schützten! Er hat Angst vor mir, da ich Waffen besitze die Dämonen verletzten könnten! Aber ich habe nicht die Kraft sie zu töten! Das geht nur mit einem Schwert das einst von Engeln geschmiedet wurde! Doch Simon, der einzige der es führen konnte, ist seit über 200 Jahren tot und auch wenn es mir gelänge bleibt der Richter unsterblich!

„Das kommt mir irgendwie bekannt vor, das mit Simon! Aber was sagt er da von irgendwelchen Waffen?“, erkundigte sich Julia und Britta sah sich suchend um. Schließlich griff sie auf eine Ablage unter ihrem Wohnzimmertisch und holte ein Blatt Papier hervor. 

„Das notieren wir einmal, mit Zaubern belegten Waffen die die Dämonen wenigstens verletzen, wenn auch nicht töten können....“, hat einer von euch eine Kugelschreiber? Ich habe gerade keinen zur Hand!“

„Ich hab einen an mein Portemonnaie geklemmt,“ sagte Sebastian ging zu seiner Jacke. Mit dem Portemonnaie kam er wieder und legte es auf den Tisch. Anschließend reichte er Britta den Kugelschreiber.

Dabei stieß er gegen sein Portemonnaie und es fiel vom Tisch. Einige Geldstücke sowie zwei Fotos fielen hinaus.

Instinktiv bückte sich Julia danach und erstarrte. Eines zeigte sie und Sebastian und die andere ihn, seine Mutter und die blonde junge Frau. Die Mutter hatte ihren Arm um beide gelegt.

„Das gibt es ja nicht! Jetzt unterstützt dich deine Mutter sogar schon beim fremdgehen,“ murmelte sie und drehte das Bild um.

Auf der Rückseite stand: Meine Kinder Lena und Sebastian und ich an meinem 50. Geburtstag.

„Ihre Kinder? Wer ist diese Lena?“, fragte Julia und dann kam ihr ein Gedanke. Mit einem Mal kam sie sich vor wie eine Darstellerin aus einer schlechten Soap. „Deine Schwester Lena? Die, die vor kurzem aus Amerika zurück gekommen ist?“

„Ganz genau, das ist Lena! Ich wollte sie dir schon längst einmal vorstellen aber irgendwie ist es nie dazu gekommen! Ihr habt euch immer verpasst! Neulich als du mich besuchen wolltest und nicht gekommen bist war sie auch bei mir!“, antwortete Sebastian und auch ihm ging mit einem Mal ein Licht auf.

„Du hast gedacht ich hätte was mit Lena? Ich würde dich mit ihr betrügen? Spinnst du eigentlich?“, fragte er unfreundlich.

„Wie hätte ich denn wissen sollen dass es deinen Schwester ist?“, verteidigte Julia sich jedoch Sebastian schüttelte den Kopf. „Schon mal was von fragen gehört? Statt dessen meldest du dich seit Tagen nicht und benimmst dich wie die letzte Zicke! Ich habe wirklich langsam keine Lust mehr! Schön zu wissen wie viel du von mir hältst!“

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!