Kapitel 52

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Am nächsten Abend saß Julia bei Britta im Wohnzimmer und würdigte Sebastian keines Blickes. Zähneknirschend hatte sie zugestimmt als Dennis vorschlug ihn bei der Auswertung des Buches hinzu zu ziehen.

„Was ist eigentlich los?“, fragte Sebastian sie leise als Britta und Dennis kurz den Raum verließen um in die Küche zu gehen. 

Jedoch Julia schüttelte den Kopf. „Lass es gut sein, Sebastian! Mach es nicht noch schlimmer!“

„Was soll ich nicht noch schlimmer machen?“, fragte Sebastian erstaunt jedoch es war offensichtlich dass er allmählich wütend wurde.

„Du gehst nicht ans Telefon, drückst mich weg wenn ich dich auf dem Handy anrufe und jetzt willst du nicht einmal mehr mit mir reden! Was habe ich dir eigentlich getan?“

„Das weißt du doch ganz genau!“, zischte Julia ihn an und war dankbar als Dennis und Britta zurück kehrten. Auch mit ihrer Freundin hatte sie noch nicht über ihre Beobachtung Sebastian betreffend gesprochen. 

Verwundert sah Britta von Julia zu Sebastian. Sie saßen weit voneinander entfernt. Hatten sie sich gestritten? Irgend etwas schien ihre Freundin zu bedrücken.

„Können wir anfangen?“, fragte Dennis und schlug das alte Buch auf. Die Seiten waren ein wenig feucht und klebten zum Teil aneinander.

„Wir sollten es vielleicht erst eine Weile auf die Heizung legen bevor wir es lesen! Aber hoffentlich zerfällt es dann nicht zu Staub,“ schlug Dennis besorgt vor.

„Wir lassen es vielleicht am besten hier auf dem Tisch trocknen! Aber wenigstens die erste Seite lässt sich ja lesen! Dieser Walther hat es geschrieben! Das ist doch der von dem diese alte Frau erzählte und der auf dem Grabstein erwähnt wird!, stellte Julia fest und vergaß für einen kurzen Augenblick ihre Schwierigkeiten mit Sebastian. Nun gab es wichtigeres zu tun auch wenn dies ihren Kummer in keinster Weise minderte.

„Ob er wusste wie man sich vor Dämonen und unserem Freund dem Direktor schützten konnte? Die alte Dame erwähnte damals so etwas,“ sagte Dennis nachdenklich. 

„Das könnte sehr wichtig werden, vor allem wenn Jonas wirklich nicht mehr in der Lage ist gegen die Statuen zu kämpfen! Scheint ihm deswegen auch ziemlich mies zu gehen, seine Freundin Jessica hat es euch doch gestern erzählt,“ fügte er an Julia und Britta gewandt zu.

„Ja, er fühlt sich wahrscheinlich ziemlich nutzlos! Aber irgendwie werden wir es trotzdem schaffen! Beim letzten Mal hat es doch auf geklappt,“ versuchte Sebastian ein wenig Optimismus zu verbreiten. „Vielleicht sind die Seiten von diesem blöden Buch bis morgen getrocknet und dann werden wir es von Anfang bis Ende durchlesen! Hoffentlich können wir diese grässliche alte Schrift überhaupt übersetzen, aber wenigstens ist es ja auf Deutsch geschrieben! Das ist doch schon etwas!“

„Ja, wenigstens etwas!“, murmelte Julia mit einem bösen Blick auf Sebastian. 

Britta nahm ihre Freundin an der Hand. „Frauengespräche,“ sagte sie zu den anderen und zog Julia hinter sich her ins Schlafzimmer.

Sie schloss die Tür und sah Julia ernst an. „Jetzt sagst du mir endlich einmal was überhaupt los ist! Warum bist du so komisch zu Sebastian? Hattet ihr Streit?“

„Nein, keinen Streit! Wenn es das wenigstens gewesen wäre! Aber er geht fremd! Ich habe ihn gestern Abend mit einem blonden Weib gesehen als ich zu ihm wollte! Darauf hin bin ich ja auch erst in die Eifel gefahren und in Walthers altem Haus über das Buch gestolpert!“, sagte Julia und wischte sich die Tränen fort. 

„Die ganze letzte Nacht habe ich deswegen geheult! Es ist einfach widerlich! Aber ich hätte es ja wissen müssen!“, fügte sie hinzu.

„So ein Arsch!“, sagte Britta aufgeregt. „Das ist ja wohl das Allerletzte! Was sagt er denn dazu?“,

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