Kapitel 25

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Die Person kniete sich vor mich und nahm mich einfach nur in den Arm. Sie strich mir beruhigend über den Rücken und ich wurde das Gefühl nicht los, dass ich diese Person kannte. Der Pulsschlag der Person beruhigte mich und ich weinte auch jetzt nicht mehr so schlimm. „Gehts wieder Süße?",fragte sie mich. Ich nahm den Kopf hoch und schaute in das Gesicht von Mario. Er war da. „Es geht!",sagte ich schluchzend. Er half mir hoch und wir gingen in mein Zimmer. Wir setzten uns auf mein Bett und Mario guckte mich immer wieder an. „Was ist gerade passiert?",fragte er vorsichtig. „Mein Leben ist einfach nur zerbrochen.Ich hab dich verloren, ich verlieren meinen Dad, den ich liebe, egal was er tut.",sagte ich und versuchte meine Tränen zu unterdrücken. „Aber wieso hast du mich verloren?Ich würde nicht hier bei dir sitzen, wenn du mir nichts WERT wärst!", sagte er und kniete sich vor mich hin. „Ich kann mich an alles erinnern.An den Kuss in meinem Zimmer, an den Kuss in den Umkleiden, daran das du mit Ann-Kathrin in der Disco Schluss gemacht hast.Einfach an alles.Mein Leben zerbricht gerade an diesen Erinnerungen.", sagte ich und guckte ihm dabei tief in die Augen. „Dein Leben zerbricht nicht,du bist ein wunderbarer Mensch,dein Dad liebt dich genauso wie dein Mum es tut und dein Bruder. Du bist ihm nicht egal, egal was er dir schon angetan hat. Du hast keinen verloren, du gewinnst immer mehr Menschen und ich liebe dich.",sagte Mario. Jetzt herrschte Stille zwischen uns und ich spürte diese Kribbeln von gestern und von unserem ersten Kuss wieder. Ich spürte einfach in dem Moment, das Verlangen ihn zu küssen. Als würde Mario das gleiche fühlen, kam er dichter zu mir und unsere Lippen berührten sich sanft und zärtlich. Der Kuss wurde immer leidenschaftlicher und ich begriff, das mein Leben gerade nicht zerbrochen war. Ich war einfach nur mit den ganzen Erinnerungen und Situationen überfordert und hatte einfach nur ein großes Loch in meinem Leben bemerkt. Diese Loch, wurde aber immer kleiner, durch den Kuss mit Mario. Mein zerbrochenes Ich baute sich von selbst wieder auf. Mario und ich hörten auf uns zu küssen und sahen uns in die Augen. Er stand auf und nahm mich in den Arm. Er drückte meinen Kopf vorsichtig an seine Brust. Er legte sein Kinn auf meinen Kopf und ich spürte wie sich sein Brustkorb beruhigend auf und ab hebte. Plötzlich stürmte eine Krankenschwester in mein Zimmer und wir guckten sie leicht geschockt an. „Hab ich Ihnen nicht gesagt, dass wir um diese Uhrzeit keinen Besuch erlauben!",sagte die Krankenschwester und ging auf Mario zu. „Sie verlassen jetzt sofort das Krankenhaus!",sagte sie energisch und packte Mario am Arm. „Bitte,darf er nicht bleiben.Ich hab ihn angerufen.Ich wollte ihn einfach sehen",sagte ich zu der Krankenschwester. „Ja..wissen sie den nicht, dass wir den Besuch erst am Nachmittag gestatten?",sagte sie sauer. „Ja klar weiß ich das, nur er fliegt in drei Stunden muss er am Flughafen sein und ich hab ihn gebeten noch mal vorbei zu kommen. Bitte mach sie eine Ausnahme.Er muss in einer Stunden wieder los und nehmen sie mir nicht meinen einzigen Rückhalt weg!",sagte ich mit großen Augen und musste schluchzen. Sie guckte mich an und dachte nach. „Okay..aber nur heute und das ist die einzigste Ausnahme!",sagte sie mit mahnender Stimme. „OH MEIN GOTT, danke!",sagte ich leicht kreischend und umarmte sie. „Ist ja gut..sie können mich jetzt loslassen und ich muss jetzt auch weiter arbeiten",sagte sie und ich lies sie los. Die Krankenschwester verschwand und Mario und ich standen wieder alleine im Raum. Ich hatte immer noch meinen Schlafanzug an, den ich anhatte, bevor mein Dad mich zusammenschlug.

Zwischen Familie und der großen Liebe (Mario Götze)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!