Kapitel 20

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„J-Ja a-aber du bist mit mir zusammen",sagte Mario entsetzt. „Mario,mach dir keine sorgen.Der Arzt hat doch gesagt, dass sie sich nicht erinnern kann was vor 3 Wochen passiert ist.Ich versprech dir,ihr kommt wieder zusammen.Ich kenne meine Schwester gut und sie schwärmt nur von dir,also bevor ihr zusammen kamt war das so und das wird jetzt auch wieder so sein.Und ich bring sie etwas auf trap. Wozu haben wir den dein Trikot von Spiel,die Zeitung mit dem Artikel,den Zettel mit deiner Nummer und das Cocktailkleid aus der Disco.Und wenn es hochkommt,besorge ich sogar noch das Bild von der Überwachungskamera aus dem Shoppingcenter und hol die Trainingsjacke auch noch.Sie sollte sich dann schnell daran wieder erinnern.Gib mir eine Woche und dann weiß sie wieder alles",sagte Nick zu Mario. Ich guckte beide an und war mir wirklich sicher, dass ich nicht mit Mario zusammen war oder sogar bin, aber wenn Nick irgendwas von einem Bild von einer Überwachungskamera faselt, muss an der Sache ja irgendwas dran sein. „Naja. Sharon,wir müssen dann auch los. Dad wartet schon zu Hause und wir müssen auch noch Sachen packen.Ich schick dir später noch mal Nick vorbei, der dir dann ein paar Klamotten bringt.Ich komme dann morgen noch mal zu dir.",sagte meine Mum und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Nick lies meine Hand los und schlug Mario Mut machend auf den Rücken. „Tschau Sis, bis später!",sagte Nick. Sie gingen aus dem Zimmer und im Raum waren nur noch Mario und eine Person, die auf dem Stuhl die ganze Zeit schweigend saß. Ich sah immer noch verschwommen und fragte deshalb Mario nach, wer da saß. „Ich bins, Jyle deine beste Freundin.",sagte die Person. Ich überlegte einen Moment und da rasten plötzlich Bilder und Sätze durch meine Kopf. Ich sah wie mich Jyle Richtung Haustür schob,wie meine Mum mir um den Hals fiel und mein Dad lächelte. „Du hast mich gestern nach Hause gebracht, stimms?",fragte ich sie. „Ja, das hab ich und ich bin auch an diesem ganzen Vorfall schuld.",sagte sie. „WAS!!Du bist daran Schuld, dass Sharon zusammengeschlagen worden ist???",schrie Mario auf. „Nein, das hast du jetzt falsch verstanden!Ich hab sie nach Hause gebracht,aber sie wollte vor der Haustür umdrehen,doch ich hab sie nicht gehen lassen.Wenn ich sie nicht erst nach Hause gebracht hätte, würde sie hier nicht liegen",sagte Jyle etwas lauter, die jetzt auch nicht mehr auf dem Stuhl saß. „Ey Leute, geht das auch etwas leiser?Mein Kopf dröhnt eh schon wie bescheuert und ihr macht es nur noch schlimmer wenn ihr weiter so herumschreit.",sagte ich leicht sauer. Das Piepen, der Geräte, ging mir schon auf den Geist und dann mussten die sich auch noch anschreien, aber egal, ich hörte ein ganz anders Piepen, was sich nach meinem Handy anhörte. „Hier dein Handy",sagte Jyle, die es mir schon hinhielt. Geschwächt hob ich meine Arm und nahm an. „Hey Süße, dein Dad ist unterwegs zu dir",sagte meine Mum und legte dann auch schon wieder auf. Schon wieder rasten plötzlich tausende von Bilder durch meinen Kopf und es schwebten Wörter wie „Biest, unschuldigem Mädchen und Schlampe" vor meinem innerem Auge vorbei. Ich lies schockiert mein Handy aus der Hand fallen und drückte wie eine Bekloppte auf den Knopf der Klingel. Eine sehr junge Krankenschwester kam rein gestürmt und nahm mir die Klingel aus der Hand. „Frau Brown, was ist los, dass sie so dauerhaft auf die Klingel drücken?",fragte mich die Krankenschwester etwas angenervt und außeratem. „M-Mein D-Dad kom-mt!",stotterte ich. Mario, Jyle und die Krankenschwester guckten sich alle geschockt an. Die Krankenschwester rannte raus und schrie noch in den Raum: „Ich besorg für sie Sicherheitspersonal.Ihr Vater wird nicht zu ihnen kommen!" Mario guckte jetzt schon etwas erleichtert, aber noch nicht ganz Sorgenfrei. Durch die Zimmertür hörte man schwere Schritte auf dem Gang, die direkt vor meiner Zimmertür hielten. Dass musste wohl das Sicherheitspersonal vom Krankenhaus sein. Ich lag mit einem verängstigtem Gesichtsausdruck da und hörte dem Piepen der Geräte zu. Mario und Jyle saßen auf den Stühlen um mein Bett herum und hielten jeder eine Hand. Am liebsten hätte ich meine Hände weggezogen oder aus den Griffen gelöst, doch die Angst vor meinem eigenem Dad, lies sie regungslos da liegen. „ICH WILL ZU MEINER TOCHTER.SIE KÖNNEN MIR NICHT VERBIETEN SIE NICHT ZU SEHEN!",schrie mein Dad auf dem Gang. „IHR TOCHTER MÖCHTE SIE ABER NICHT SEHEN UND WIR KÖNNEN SIE AUCH NICHT ZU IHR LASSEN.WIR MÜSSEN DIE ANGST HABEN,DASS SIE SIE NOCH WEITER SCHLAGEN!",sagte die Stimme von Dr. Teiser. Ich lag jetzt noch verängstigter auf dem Krankenhausbett, als ich seine Stimme hörte. Wieder rasten die Bilder und Wörter durch meine Kopf und ich schrie vor Angst einfach los. Ich strampelte mit meinen Beinen und wendete mich immer wieder nach links und nach rechts.

Zwischen Familie und der großen Liebe (Mario Götze)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!