Kapitel 45

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Hedwig öffnete ihrem Sohn die Tür. „Schön dass du auch schon kommst, du bist zwanzig Minuten zu spät,“ sagte sie unfreundlich und ließ ihn herein.

„Auf der Autobahn war viel los,“ antwortete Jonas knapp und ging ins Wohnzimmer.

„Ich habe uns schon Kaffee gemacht!“, sagte Hedwig und schenkte ihm eine große Tasse ein. „Danke,“ sagte er und nahm einen Schluck. Gespannt beobachtete Hedwig ihn.

„Ist was?“, erkundigte er sich und nahm noch einen Schluck.

„Nein, alles ist in Ordnung! Schmeckt der Kaffee? Das ist eine neue Sorte!“, erkundigte sie sich.

Irgendwie kam Jonas ihr Verhalten seltsam vor.

„Wo ist Papa?“, fragte er und sie zuckte mit den Schultern. „Er konnte doch nicht früher kommen! Du musst wohl oder übel mit mir vorlieb nehmen!“

„Um was geht es denn?“, fragte Jonas und trank den Rest des Kaffees. Er schmeckte irgendwie ein wenig sonderbar.....

„Du weißt dass ich es immer nur gut mit dir gemeint habe auch wenn du mir in all den Jahren seit dem du geboren wurdest nichts als Ärger bereitet hast! Schon als ich mit dir schwanger war hatte ich Probleme mit dir! Mir war es dauernd übel und ich konnte meinen Beruf nicht mehr ausüben! Als Baby und als Kleinkind warst du dauernd krank und ich habe mir die Nächte mit dir um die Ohren schlagen müssen! Dann begannen deine Schulschwierigkeiten und ich habe mich geschämt dass du das einzige Kind warst das nicht zu Geburtstagen eingeladen wurde! Trotzdem habe ich dich groß gezogen und wir haben dir all das hier ermöglicht! Das schöne Heim und eine gute Ausbildung! Aber dankst du es uns? Nein! Du machst mich erneut zum Gespött der Leute indem du auf einen Schulhof gehst und dort ein Kunstwerk zerstörst!“, redete Hedwig sich in Rage. 

Jonas wurde mit einem Mal sehr müde und hörte nur mit einem Ohr und ohne allzu großes Interesse zu. 

Solche Dinge warf seine Mutter ihm nicht das erste Mal an den Kopf. Jedoch mit einem Mal wurde er stutzig.

„Woher weißt du das mit dem Schulhof?“, fragte er alarmiert und erhob sich.

„Woher ich das weiß? Das spielt keine Rolle. Wir wollen dir nur helfen!“, sagte Hedwig.

Jonas wollte das Zimmer verlassen und hielt sich am Türrahmen fest. Mit einem Mal wurde es ihm furchtbar übel und schwindelig.

„Du hast mir was in den Kaffee getan!“, sagte er erschrocken. „Was hast du getan?“

„Das ist nur ein Schlafmittel! Keine Angst, du wirst wieder aufwachen!“, erklang eine fremde Stimme und Jonas sah dass ein Mann aus der Küche kam. Er kannte ihn nicht.....

Mit einem Mal wurde es ihm schwarz vor Augen und er brach zusammen......

„Hoffentlich habe ich nicht zu viele von den Schlaftabletten genommen,“ sagte Hedwig besorgt, jedoch der Besucher schüttelte den Kopf.

„Nein, eher zu wenig, sehen Sie, er kommt schon wieder zu sich! Holen Sie schnell ein Glas Wasser und lösen sie noch ein paar Tabletten darin auf!“

Jonas wollte sich aufsetzten. „Richter Engelmann,“ murmelte er. Um wen sonst sollte es sich beim Gast seiner Mutter handeln? Aber dass sie zu so etwas fähig war hätte er sich nicht träumen lassen.

Hasste sie ihn so sehr?

„Du weißt dass ich ein Richter war und bin, sieht so aus als hätte Gerrit geplaudert, aber das macht nichts, denn bald wird er wieder da sein wo er hin gehört! Und du wirst jetzt schon dafür bezahlen, dass du meine Statuen zerstört hast!“, sagte der ehemalige Richter leise zu ihm.

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!