Kapitel 44

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Unruhig hatten Lucas, Britta und Dennis auf die Rückkehr der anderen gewartet und reagierten mit Erleichterung als die Tür sich öffnete.

„Ein Glück dass ihr wieder hier seid!“, sagte Britta und fiel ihrer Freundin Julia um den Hals.

„Was ist mit den Statuen?“, fragte Dennis während Lucas verwundert ein blondes Mädchen ansah.

„Sabrina? Was machst du denn hier? Und wer ist das?“, fragte er und deutete auf eine zitternden, verstörten Jungen der auf Sebastian und Jonas gestützt die Wohnung betrat. Offenbar fiel es ihm schwer zu laufen.

„Das ist Gerrit! Ich hatte dir doch von ihm erzählt! Und dein Bruder hat eine der Statuen, die mit der Schlinge, erledigt! War das nicht die die dich so übel zugerichtet hat?“, erkundigte sich Sabrina und schluchzte mit einem Mal.

„Entschuldigt, aber das war alles ein wenig viel für mich! Meine Mutter denkt ich wäre bei Meike und würde morgen mit ihr zur Schule gehen! Statt dessen bin ich fast von einer Dämonenstatue umgebracht worden!“

„Ist schon gut, so was kann einen mitnehmen,“ tröstete Julia das jüngere Mädchen. Dann wandte sie sich an Gerrit und nahm ihm ihre Jacke ab.

„Er muss sich ausruhen! Hast du nicht irgendwo eine warme Decke, Jonas?“, erkundigte sie sich. 

Jonas ging ins Schlafzimmer und kehrte kurz darauf mit einer warmen Wolldecke zurück. Außerdem hielt er ein Kissen in der Hand. 

„Leg dich aufs Sofa und ruh dich aus!“, forderte er Gerrit auf der offenbar einem Zusammenbruch nahe war und bislang kaum ein Wort gesprochen hatte.

„Wenn du nichts dagegen hast mach ich uns allen einen starken Kaffee!“, schlug Julia vor und Jonas nickte. „Kaffeepulver ist in dem Schrank über der Spüle,“ sagte er.

Eine Viertelstunde später saßen sie alle im Wohnzimmer. Zum Teil hatten sie auf dem Boden Platz genommen da es nicht genügend Sitzgelegenheiten gab und Gerrit das Sofa in Beschlag nahm. Er hatte die Augen geschlossen und seinen Kopf an das Kissen gelehnt. Leider war seine Haut leichenblass und Jonas begann sich Sorgen zu machen. Hatten sie ihm am Ende dadurch dass sie ihn befreit hatten sogar geschadet?

Jedoch das konnte eigentlich nicht sein. „Alles ist besser als weiterhin bei diesen Dämonen zu sein! Er muss sich nur erholen und das kann eine Weile dauern! Ich muss nur noch einen Ort finden wo das möglich ist, denn hier wird er auf Dauer nicht bleiben können, genau so wenig wie Lucas! Dieser Möchtegerndirektor weiß dank meiner Mutter von mir und vielleicht kann er sich schon denken dass ich die Statue zerstört habe!“, dachte er voller Wut an seine Mutter.

„Wir sollten jetzt überlegen wie wir weiter vorgehen!“, sagte Dennis und stellte seiner Freundin Britta eine Tasse mit Kaffee hin.

„Als erstes muss ich morgen früh meine Freundin anrufen und ihr sagen was geschehen ist!“, seufzte Jonas.

Er wollte sie auch warnen. Sollte der Direktor von ihr erfahren würde sie in Gefahr geraten.

„Was ist mit den anderen Statuen?“, erkundigte sich Julia. „Ich bin diese Woche noch krank geschrieben aber nächste Woche werde ich wohl oder übel wieder zur Arbeit gehen müssen und Sabrina muss auch wieder zur Schule!“

„Ich gehe da morgen auf gar keinen Fall hin,“ sagte Sabrina beunruhigt!

„Bis morgen Mittag bin ich auch noch offiziell bei Meike! Dann muss ich nach Hause und den Rest der Woche mache ich auch krank! So was tue ich sonst nie, aber das ist ein Notfall!“

„Schon verstanden, ich werde auch nicht mehr da hin gehen so lange der Direktor und seine Dämonen dort herum schleichen,“ sagte Lucas.

„Gut, von dir weiß der Direktor auch dass du mit Jonas zusammen hängst, aber er hat keine Ahnung dass ich und Sabrina eingeweiht sind! Also müssten wir eigentlich sicher sein!“, gab Julia zu bedenken die nicht ihren Arbeitsplatz riskieren wollte.

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!