Kapitel 3

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Das Pferd rannte einfach durch mich hindurch und in diesem Moment merkte ich einen heftigen Ruck an meinem rechten Arm. Es war Karamella die dem Pferd hinterher wollte. Irgendwo war ich mir nicht ganz sicher ob Karamella mich vor dem Pferd weggezogen hat oder ob es tatsächlich durch mich hindruch gerannt und somit ein Geist war. Ich knipste schnell noch ein paar Bilder, schließlich wollte ich nicht als dumme dar stehen die dann von einer, wahrscheinlich, noch nie zuvor gesichteten Herde erzählte. Jedoch beschloss ich schnell, der ersten Theorie glauben zu schenken. Geisterpferde, das war doch unmöglich. Karamella, die sich erst sträubte mit mir mit zu kommen, begriff, das es keinen Sinn machte und trotete mir schließlich hinterher zu Collorado. Ich nahm die Zügel vom Boden auf und warf sie Collor um den Hals. Eine Zügelhälfte von Caramella befestigte ich an dem Horn ihres Sattels damit sie nicht vom Hals rutschte und die Stute womöglich noch darauf trat und sich das Maul aufriss, die andere, welche auf meiner Seite war, nahm ich in die Hand und ritt zurück zum Internat. Ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren, und da es heute ziemlich Bewölkt war, konnte ich nicht einmal schätzen, was für eine Uhrzeit wir hatten. Ich beeilte ich jedenfalls um ins Internat zurück zu kommen.

Dort erwarteten mich Vio und Luan schon Sehnsüchtig. ,,Du hast sie gefunden!", Vio kam mit einem verbundenen Handgelenk auf mich zu gerannt und umarmte erst Karamella und anschließend mich. ,,Wo hast du sie gefunden?", fragte Luan mit einem leichten lächeln im Gesicht. ,,Ihr glaubt nicht was ich dort gesehen habe! Dort war eine riesige Herde an einer Lichtung!", ich erzählte ihnen die Geschichte und machte Collorado Stall fertig.

Anschließend gingen wir in unser Zimmer und ich zeigte Vio und Luan die Bilder. Doch auf denen war nur Karamell zusehen! ,,Willst du uns eigentlich veräppeln?", fragte Luan etwas sauer. ,,Nnnein...ddaaa.. da waren Pferde!", schnautzte ich stotternd zurück. ,,Dann hatte ich doch recht...", jetzt viel mir wieder die komische fellfarbe und das Pferd das auf mich zu galoppiert ist ein. ,,Könnt ihr aufhören zu streiten!", schrie Vio und ich sah das sie Tränen in den Augen hatte. ,,Vio! Was ist denn?", ich setzte mich neben sie und umarmte sie. ,,Mein Arm!", und wieder kullerte ihr eine Träne über die Backe. ,,Komm wir bringen dich zur Schwester.", sagte Luan nun mitfühlend. ,,Sag mal! Bist du Schwanger oder was ist mit deinen Stimmungsschwankungen!", sagte ich genervt und Vio musste Lachen, ich jedoch nicht. Wir standen auf und verließen das Zimmer.


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