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Pen Your Pride

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Ich half Marie später noch beim abräumen. 

>Selina ist nur neidisch, weil sie nicht an Alec ran kommt. So wie du< sagte sie nach einiger Zeit. Ich bekam von ihr ein breites lächeln und ein Augenzwinker. 

>Alec ist für mich genauso unerreichbar< erwiederte ich. 

>Ach komm, erzähl mir keine Märchen. Was läuft denn da zwischen euch?< fragte sie jetzt konkreter. 

>Nichts nichts< sagte ich. >Wir sind nur Freunde<

>Mit gewissen Vorzügen oder was<

Ich schüttelte den Kopf, wobei ich wusste, dass Marie mir kein Wort glaubte. Aber was sollte ich auch machen?! Diese eine Nacht war ein Ausrutscher und ohne Bedeutung. Wir lieben uns nicht. Denke ich. Mein Körper wird schließlich nicht von dem Altbekannten Kribbeln heim gesucht, von dem alle reden......sondern mein Körper geht bei Alecs Berührungen in Flammen auf. Oh man. Das könnte noch kompliziert werden. 

Nachdem alles weggeräumt wurde, ging ich in meine Hütte um noch etwas Wäsche zu waschen und um noch einmal gründlich durch zu saugen. Danach ging ich zu meinem Kleiderschrank und suchte nach etwas schönes für heute Abend. Draußen war es nicht unbedingt kalt, aber auch nicht unbedingt warm. Der Nachmittag ging allmählich in die Abendstunden über und die Sonne verschwand hinter den Hügeln. 

Eine Blaue verwaschene Jeans und ein schwarzer Nietengürtel vielen mir in die Hände. Das ist doch schon mal ein guter Anfang. Als Oberteil wählte ich ein kurzes Schwarzes T shirt und eine Silberne Kette. Eine kleine Tasche durfte für diesen Abend natürlich nicht fehlen. Ich packte dort meine Schlüssel, Handy, Taschentücher und Geld rein.

Als ich vor dem Spiegel im Bad stand, fuhr ich langsam durch meine lila Haare. Die Spitzen wurden schon wieder etwas heller, da sich die Farbe nach ein paar Wochen raus wäscht. 

>Was stell ich mit euch nur an< sprach ich zu mir selbst.  Am ende entschied ich mich für einen lockeren Fischgrätenzopf. Etwas Mascara durfte natürlich nicht fehlen. Aber anstatt noch knalligen Lippenstift drauf zu klatschen, entschied ich mich lieber für meinen Labello, damit die Lippen nicht so spröde wirken. 

Zufrieden nahm ich meine Lederjacke vom Kleiderhaken und schlüpfte in meine Schuhe. Auf dem Parkplatz stand Sven mit verschenkten Armen und schaute mich grimmig an. 

>Guten Abend Sven< grüßte ich nett. 

>Wer hat dich denn eingeladen?!< fragte er genervt. 

>Ich. Und ich wünsche mir doch sehr, nicht noch einmal laut werden zu müssen, um euch klar zu machen, dass sie mit kommt, wenn ich das sage< kam von Alec. Ich drehte mich zu ihm um. Sein trainierter Körper steckte in einem engen grauen T shirt, welches seine Muskeln noch mehr umschmeichelten und eine Schwarze Hose, die wie immer locker an seinen schmalen Hüften saß. 

>Ja man, wir haben es verstanden. Können wir jetzt los?< fragte Selina. Sie kam mit Alexa zu uns rüber. 

>Wir fahren mit 2 Autos< verkündete Alexa und wedelte mit dem Schlüssel von ihrem Auto in der Hand herum. 

>Also ich fahre natürlich bei Alec mit< bestimmte Selina wie selbstverständlich und stieg bei der Beifahrerseite ein. 

>Ist mir egal< sagte ich leise. 

>Na dann fährst du mit meinem Bruder und bei Alexa mit.< rief Selina. 

Alec lächelte mir kurz zu und setzte sich dann in sein Wagen. Mit einem ekligen Gefühl im Bauch setzte ich mich auf die Rückbank in Alexas auto. Wir redeten während der Fahrt kein Sterbens Wörtchen. Alexa hatte mit einer Zornesfalte auf der Stirn das Radio angemacht und ließ es laufen.

Sven sagte nichts mehr und trommelte nur mit den Fingern im Tackt der Musik auf der Lehne herum. 

Vor dem Kino hatte Alec schon ein Parkplatz für uns frei gehalten. Selina schwirrte die ganze Zeit um ihn herum. Ich biss die Zähne zusammen und stieg aus, ohne den beiden einen Blick zu würdigen. 

>Können wir rein gehen?< fragte Alec in die Runde. Alle nickten und als sein blick den meinen traf, schaute ich schnell weg. Wieso schmerzte meine Brust so wenn Selina ihm so Nahe kam?! War ich so eine schlechte Freundin, und gönnte ihm sein Glück nicht?

>Welchen Film wollen wir denn schauen?< fragte Alexa etwas genervt. 

>Wieso bist du denn so angepisst?< wollte Selina wissen. 

>Ist doch egal mein Gott< Sie ging zur Kasse und holte die Karten. 

Wir ließen ihre Aussage einfach mal so im Raum stehen und suchten uns einen Tisch, wo wir uns die Zeit vertrieben, bis der Film anfing. 

Dieser Tisch hatte 4 Stühle.. und wir waren 5 Personen. Mir kam schon wieder die Galle hoch, als ich sah, dass sich Selina zu Alec schlich, um sich auf seinen Schoß zu setzen. Ich drehte den Kopf weg. Das kann ich mir nicht antun. Schneller als ich gucken konnte, wurde ich grob an der Hüfte genommen und knallte im nächsten Moment an Alecs Brust. Dieser starrte mit leerem blick zu Alexa an der Kasse. Seine Kiefern malten angespannt uns sein Arm um mich wollte meine Gedärme anscheinend rausquetschen.

Alexa hatte die Karten geholt und kam grinsend zu uns. Ihre schlechte Laune von gerade, war wie weggeblasen. Was bitte hatte sie angestellt?

Wortlos reichte sie uns die Karten. 

Ein Horrorfilm. Bitte nicht. Ich schaute Auf die Uhr und verzog kaum merklich das Gesicht. Noch 10 Minuten. 

Ein greller Aufschrei ließ mich zusammen zucken. Eine Ältere Dame stolperte über die Treppenstufe und ließ ihr Getränk fallen. Selinas Oberteil war voll mit Cola. Ich schnappte nach Luft und stand auf um der Frau zu helfen. 

>Alles okay bei ihnen? Haben sie sich verletzt?< fragte ich einfühlsam. Ich nahm den Arm der Alten Frau und half ihr hoch. 

>Sag mal können sie denn nicht aufpassen?!< rief Selina aufgebracht.

>Das kann passieren! Außerdem hätte sie sich verletzen können!< nahm ich die Frau in schutz. 

Alec ging dazwischen und legte mir eine Hand auf die Schulter. Schlagartig fühlte ich mich besser und beruhigte mich. 

>Ich hole ihnen ein neues Getränk. Setzen sie sich doch kurz< sagte er und deutete auf den Stuhl, wo wir eben noch zusammen gesessen haben. 

>Vielen dank. Mir geht es gut< bedankte sich die Frau. 

>Das ist selbstverständlich< antwortete ich. 

Alec kam schnell wieder und gab ihr das Getränk. Die Frau wollte Geld auspacken aber Alec schüttelte sanft lächelnd den Kopf. 

>Das es noch so nette Junge Menschen gibt< sagte sie und tätschelte Alecs und meinen Arm. 

>Leute der Film geht los< sagte Sven. 

Alec und ich gingen in Richtung Kino 1 Wobei Alle anderen zu Kino 8 Wollten. 

>Das Kino 8 Ist da drüben< sagte Selina. 

Ich schaute noch mal auf meine Karte, aber da stand eindeutig Kino1! 

>Die haben andere Karten< meine Alexa und schob Selina zu Kino8. Bevor sie in dem Saal verschwand, zwinkerte sie uns noch einmal zu. Alec lächelte schief und legte einen Arm und mich. Deswegen hatte sie so gegrinst, als sie die Karten geholt hatte...

>Bereit für etwas Horror?< fragte er mich. 

>Ne.. Ich bin total schreckhaft< jammerte ich wahrheitsgemäß. 

>Denk dran, das schlimmste Monster sitzt neben dir< raunte er und ließ danach ein Knurren ertönen. 

>Ich glaube der zu groß geratene weiße Plüschhund nehme ich zum kuscheln wenn der Film zu schlimm wird< sagte ich mit einem schüchternen lächeln auf den Lippen. 







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