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Pen Your Pride

Kapitel 36

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Sabrina wartete einige Minuten bis sie sich sicher war dass die Henkersstatuen und der Direktor sich nicht mehr in der Nähe befanden.

Zumindestens hoffte sie darauf. Die Vorstellung dass diese überraschend zurück kehren konnten jagten ihr einen Angstschauer nach dem anderen über den Rücken.

Doch zuerst zog sie nun ihren Kamera hervor und filmte den leeren Sockel. Eigentlich handelte es sich auch nicht um ihre Kamera sondern um die ihres Vaters. Doch für diese Nacht hatte sie sie sich ausgeliehen.

Mit der Kamera in der Hand verließ Sabrina schließlich zögernd ihr Versteck und näherte sich vorsichtig dem jetzt fast leeren Sockel.

Erst als sie unmittelbar davor stand blickte die letzte Statue auf und erschrak als er sie sah. Doch noch viel mehr bekam Sabrina es mit der Angst zu tun.

„Was mache ich hier eigentlich? Ich sollte so schnell wie möglich davon laufen! Das kann alles nicht wahr sein!“, dachte sie panisch und wollte sich schon wieder umdrehen. Doch dann nahm sie all ihren Mut zusammen.

„Ich bin nur hier weil...., also ich weiß nicht wie ich...,“ stammelte sie unsicher. 

Sprach sie gerade tatsächlich mit einer Statue die sich in einen Menschen verwandelt hatte? Denn wie ein Mensch sah der Junge vor ihr aus. Sein Gesicht war ein wenig verschmutzt und ein blauer Fleck prangte auf seiner linken Wange. 

Seine Haare waren hellbraun und fielen ihm fast bis auf die Schultern. Seine Haut war blass. 

„Das liegt wohl daran dass er nur nachts zu einem Menschen wird! Da scheint keine Sonne!“, suchte Sabrina nach einer Erklärung.

Seine Kleidung war schmutzig und zum Teil zerrissen, er trug ein braunes Hemd und eine blaue Hose und zitterte in der winterlichen Kälte. Die Hände des Junge steckten in eisernen Ketten die zu dem Block führten und ihm nicht allzu viel Bewegungsspielraum ließen. Seine Handgelenke waren auf gescheuert. Hatte er versucht sich zu befreien?

Alles im allen bot er ein Bild des Jammers und hätte es sich um einen tatsächlichen Menschen gehandelt dann hätte Sabrina ernsthaft darüber nachgedacht die Polizei und einen Krankenwagen zu rufen.

„Was willst du hier?“, fragte er sie jetzt und Sabrina zuckte zusammen. Das schien er komisch zu finden. 

„Keine Angst, ich tue dir ganz bestimmt nichts! Aber du solltest schnell von hier verschwinden!“

„Wegen des Direktors und der Statuen?“, erkundigte sich Sabrina vorsichtig und näherte sich noch ein wenig bis sie vor dem Sockel stand.

„Ja, wenn die dich hier erwischen dann....,“ sagte er und musste gar nicht weiter sprechen.

„Wo sind sie hin gegangen?“, fragte Sabrina und ahnte die Antwort bereits.

„Sie wollen sich die Seele von jemandem holen der Richter Engelmann geschlagen hat! Ich habe mich gefreut als ich gesehen habe dass seine Nase dick geworden ist, aber ich hätte es ihm besser nicht gezeigt,“ antwortete er und deutete auf seinen blaue Wange.

„War der das? Und wollen sie wirklich zu Christian? Das darf doch nicht wahr sein!“, sagte Sabrina  erschrocken. „Ee hat doch gar nichts schlimmes getan! Schließlich hat der Direktor ihn zuerst geschlagen!“

„Etwas wirklich Schlimmes hat niemand gemacht dessen Seele sie sich holen! Aber der Richter sagt immer dass man schon kleine Dinge sehr hart bestrafen muss!“, antwortete der Junge zitternd. Offenbar fror er wirklich. Am liebsten hätte Sabrina ihm ihre Jacke gegeben.

„Warum nennst du ihn einen Richter? Er ist doch Schuldirektor?“, fragte Sabrina.

Ihre Angst hatte sie mittlerweile verloren. Der Junge tat ihr einfach nur leid. Aber vielleicht konnte er ihr einige Dinge erklären.

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