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Kapitel 35

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Die Mathelehrerin Frau Igel sah ihren Schüler Christian mitleidig an. Dessen Wange verfärbte sich rot und wortlos hatte er wieder an seinem Tisch Platz genommen.

„Da ist unser Direktor ein wenig zu weit gegangen! Natürlich hättest du ihn nicht schlagen dürfen. Es war auch nicht in Ordnung dass du pfuschen wolltest! Das hast du außerdem doch gar nicht nötig!“, sagte sie und nahm das Arbeitsblatt, das noch immer auf dem Tisch lag an sich.

„Das muss ich leider mit einer sechs bewerten! Tut mir leid! Und ich werde deine Eltern anrufen und ihnen von dem kompletten Vorfall berichten!“

„Oh nein,“ entfuhr es Christian. „Die bringen mich um wenn sie erfahren dass ich den Direktor geschlagen und geschummelt habe!“

„Das erledigen schon andere für die,“ dachte Lucas bitter und reichte Frau Igel seine Arbeit. Es läutete und die Lehrerin sammelte die übrigen Arbeiten ein.

„Ich dachte schon jetzt erwischt der mich,“ sagte Andy erleichtert als er gemeinsam mit Lucas, Meike und Sabrina in die Pause ging.

Meike griff nach Lucas Hand. Gerne hätte sie das gute Verhältnis das sie beide vor dem Tod seiner Mutter gehabt hatten wieder aufleben lassen.

Lucas drückte sanft ihre Hand zog sie aber schnell weg als sie den Schulhof betraten und den Direktor neben den Statuen stehen sahen.

„Bestimmt passt er auf dass keiner die mit Farbe beschmiert,“kicherte Meike jedoch Sabrina schüttelte den Kopf. 

„Das ist nicht lustig! So was kann hier glaube ich sehr gefährlich enden! Denk nur mal an Franziska!“

„Aber der Direktor hat sie doch nicht umgebracht nur weil sie denen Nagelack verpasst hat! Nun hört schon endlich auf mit so was! Das ist unheimlich!“, entgegnete Meike ein wenig genervt.

„Nein, der Direktor selbst hat es nicht gemacht. Er hat Dämonen die die Drecksarbeit für ihn erledigen! Von solchen Dienern träumen Mafia-Bosse wahrscheinlich nur!“, dachte Lucas, sagte es aber nicht laut.

Statt dessen hielt er Ausschau nach Christian und entdeckte ihn am Schultor. „Ich muss mal kurz weg,“ stammelte Lucas und ließ seine drei Freunde stehen. 

Sie mussten nicht unbedingt mitbekommen was er nun mit Christian besprach. 

Doch auch der Direktor sollte ihn lieber nicht mit Christian zusammen sehen. Glücklicherweise war der unterdessen auf den Sockel gestiegen und säuberte den Kopf einer Statue mit einem Tuch. In der anderen Hand hielt er ein Reinigungsmittel.

„Die müssen wohl schön gemacht werden für ihren nächsten Mordauftrag,“ dachte Lucas und packte Christian, der ihm den Rücken zukehrte, an der Schulter.

Erschrocken drehte der andere sich um und war erleichtert dass es nur Lucas war. „Was willst du?“, fragte er misstrauisch.

„Ich will dir nur einen guten Rat geben! Das mit dem Direktor heute war ein großer Fehler! Wenn du schlau bist dann hau ab! So weit weg wie möglich!“

„Wie meinst du das?“, erkundigte sich Christian erschrocken. „Meinst du der will sich an mir rächen oder so was? Das macht die Igel schon! Du hast doch gehört dass die meine Eltern anrufen will!“

„Glaub mir, deine Eltern sind im Moment dein geringstes Problem. Hast du Geld dabei?“, fragte Lucas ungeduldig.

Christian nickte. „Ja, ich habe 150 Euro dabei. Ich war gestern bei meiner Oma im Altersheim und die hat mir das als verspätetes Weihnachtsgeschenk gegeben!“

Lucas kramte in seiner Tasche und holte ebenfalls 50 Euro heraus. Die hatte ihm sein Vater zu seiner Überraschung am Morgen in die Hand gedrückt mit der Bemerkung er solle sich eine neue Hose davon kaufen da Hedwig sich über die alten zerschlissenen aufgeregt habe. 

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!