Kapitel 34

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Am nächsten Montag saß Jonas an seinem Schreibtisch und starrte gedankenverloren auf seine Computertastatur. 

Er dachte an den gestrigen Tag und an den Rest des Urlaubs. Er hatte sie eine Freundin nach ihrem Strandspaziergang allein gelassen und war stundenlang mit dem Wagen durch die Gegend gefahren.

Als er zurück kehrte schlief Jessica bereits und ihre Wangen waren gerötet. Hatte sie geweint? Wenn ja dann tat es ihm leid. Doch sollte sie noch länger mit ihm zusammen bleiben dann würde sie noch viel häufiger weinen müssen....

Früh am nächsten Morgen hatten sie sich schweigend auf den Heimweg gemacht und während der gesamten Fahrt kaum miteinander gesprochen.

Als er sie zu Hause absetzte hatte sie ihn traurig angesehen. „Hat es mit uns überhaupt noch Sinn? Ich merke doch dass irgend etwas nicht stimmt! Willst du Schluss machen?“, hatte sie ihn so gefasst wie möglich gefragt.

„Nein, es hat keinen Sinn! Geh mir besser in Zukunft aus dem Weg!“, lautete Jonas Antwort und schweigend war Jessica ins Haus gegangen. 

Am liebsten wäre Jonas ihr gefolgt, hätte sie in den Arm genommen und ihr versichert dass er es nicht ernst gemeint habe. 

Jedoch er hatte sich zurück gehalten. Es war wirklich besser so.....

„Was ist denn mit dir los? Davon das du die Tastatur anstarrst erledigt sich die Arbeit nicht!“, hörte Jonas Ingos lachende Stimme neben sich und er zuckte zusammen.

„Ich bin nicht so gut drauf heute Morgen!“, sagte er unfreundlich.

„Da kann ich ja auch nichts dafür! Und was heißt hier du bist nicht gut drauf? Immerhin warst du doch mit deiner Süßen im Urlaub!“, erkundigte sich Ingo neugierig.

Jonas beschloss, Ingo ins Vertrauen zu ziehen. Immerhin würde dieser ihm glauben. 

„Im Urlaub bin ich direkt bei unserem ersten Spaziergang zwei Dämonenhunden begegnet. Du weißt schon, Statuen, dieses Mal waren es Hunde!“, sagte Jonas schlecht gelaunt.

„Und, gibt es die noch? Du hattest doch hoffentlich dein Schwert dabei?“, hackte Ingo nach.

„Nein, die gibt es nicht mehr und ja ich hatte mein Schwert dabei. Aber während die Dämonenhunde ihr Leben und all ihre gestohlenen Seelen verloren haben habe ich meine Freundin verloren!“, antwortete Jonas unglücklich.

„Warum das denn? Ist sie schreiend davon gelaufen? Hat sie was mit bekommen?“, fragte Ingo mitfühlend, jedoch Jonas schüttelte den Kopf. 

„Nein, zum Glück hat sie nichts mitbekommen. Und damit das auch so bleibt und damit sie nicht irgendwann von einem Dämon angegriffen wird habe ich mich so unfreundlich wie möglich benommen. Dann haben wir uns gestern Abend getrennt und mir geht es seitdem Scheiße!“

„Ihr wahrscheinlich auch!“, stellte Ingo fest und sah Jonas wütend an. „Spinnst du eigentlich deine Traumfrau zu vergraulen?“

„Ist aber sicherer für sie!“, erwiderte Jonas fast ebenso wütend.

„Willst du jetzt nie mehr eine Freundin haben? Die nächsten 50 Jahre nicht mehr? Das ist doch nicht dein Ernst!“, sagte Ingo ein wenig freundlicher. „Und warum hast du ihr nicht einfach alles erzählt?“

„Spinnst du? Das hatte ich schon mal, damals mit Nadine und ich wäre fast in einer Irrenanstalt gelandet!“, antwortete Jonas so laut dass sich eine Kollegin, die mit einem Becher Kaffee vorbei ging, grinsend umdrehte.

Jonas senkte seine Stimme. „Wie hätte ich ihr das denn erklären sollen? Nie im Leben glaubt Jessica mir und selbst wenn ist es doch viel zu gefährlich für sie!“

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!