Kapitel 33

109 8 0

Der Wind hatte sich glücklicherweise gelegt als Jonas über den Deich zum Strand hinunter ging. Leider herrschte dort fast vollkommene Dunkelheit, lediglich der Mond schien von Zeit zu Zeit zwischen den Wolken hindurch.

„Bei meinen letzten Kämpfen konnte ich wenigstens noch etwas sehen,“ dachte Jonas und schaute sich, so gut es ging, vorsichtig nach allen Seiten um.

Er wusste nicht einmal ob er richtig lag mit seiner Vermutung und die Dämonenhunde tatsächlich zum Leben erwachen würden.

„Hoffentlich irre ich mich und es handelt sich nur um geschmacklose, scheußliche Statuen!“, dachte der junge Mann und näherte sich dem Platz an dem diese standen. 

Zu seinem Glück riss die Wolkendecke auf und der Mond spendete ihm nun ausreichend Licht. Der Nebel hatte sich bereits gelichtet als er den Deich überquert hatte. Stand die Natur bei seinem Vorhaben auf seiner Seite? Irgendwie hatte der Gedanke etwas beruhigendes an sich.

Jonas sah, dass die Hunde nach wie vor auf den Sockeln saßen. Sollte er sich doch getäuscht haben? Andererseits wusste er das jede Statue anders war als die anderen und dass diese durchaus ihre eigenen Gewohnheiten haben konnte was das Erwachen anging.

„Ich mache es wie bei Franzl und schlage mit dem Schwert auf die Dinger,“ dachte Jonas und blieb vor den Statuen stehen.

„Also, seid ihr einfach nur liebe Wau Wau's oder Dämonen? Das finden wir doch jetzt einmal heraus!“, sagte Jonas und holte mit seinem Schwert aus um eine der Statuen zu treffen.. Jedoch noch bevor es die Statue erreichte erwachte diese zum Leben und sprang ihn an.

Jonas starrte in ihr weitaufgerissenes Maul und schlug mit seinem Schwert zu. Der Angriff war sehr plötzlich erfolgt und er erkannte dass dieser Dämon wieder anders war als der Vorherige. Er erwischte das dämonische Geschöpf, dessen Augen nun rot glühten, am Bein und schlug ihm einen Vorderlauf ab.

Der Dämonenhund stieß ein unheimliches Knurren aus. Jeder normale Hund hätte sich jetzt wahrscheinlich vor Schmerzen verkrochen, jedoch nicht dieser!

Er startete einen erneuten Angriff auf Jonas und dieser bemerkte dass nun auch der zweite Dämon zum Leben erwacht war.

„Ich muss ihn schnell besiegen, wenn sie mich zu zweit angreifen wird es zu schwierig,“ dachte er und schlug erneut mit dem Schwert zu, dabei warf er sich zur Seite.

Er schlitzte dem Hund die Seite auf und dieser sprang auf ihn. Jonas stieß reflexartig mit dem Schwert zu und der Dämon schrie auf. Es klang nicht wie das Knurren eines Hundes sondern eher wie der Schrei eines Menschen. 

Jonas rollte sich zur Seite und holte mit dem Schwert aus. Es gelang ihm, den Dämon zu enthaupten. Zu Stein geworden stürzten dessen Überreste zu Boden......

Jedoch Jonas blieb keine Zeit sich über seinen Sieg oder über die aufsteigenden bläulichen Lichter oder vielmehr die Seelen der Opfer zu freuen. 

Der zweite Hund griff ihn an und schnappte nach seinem Arm. Im letzten Moment riss Jonas diesen zur Seite und ging ein paar Schritte zurück.

Der Hund blieb stehen und starrte ihn mit seinen rot glühenden Augen an. „Du willst mich besiegen?“ erklang eine Stimme. 

Sie klang tief und dunkel als würde sie aus den Tiefen der Erde hinauf kommen.

Jonas lief ein Schauer über den Rücken jedoch er deute mit dem Schwert in die Richtung des anderen besiegten und zu Stein gewordenen Dämons.

„Den da habe ich doch auch besiegt!“, antwortete er und der Hund machte einen Satz auf ihn zu.

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!