Kapitel 13

1.8K 79 6

Ich stand auf und wischte mir die Tränen aus dem Gesicht. „Ach hier bist du“,sagte mir eine sehr vertraute Stimme zu mir. Ich guckte zu der vertrauten Stimme und sah Mario vor mir stehen. „Was ist den jetzt mit dir los?“,fragte er mich und wollte mich in den Arm nehmen. „Du brauchst gar nicht so blöd zu fragen und lass bloß deine Finger von mir“,sagte ich leicht patzig und ging mit den Schuhen an ihm vorbei. „Was hab ich dir angetan?“,fragte er und griff nach meinem Handgelenk. Er hielt mich fest und zog mich zu sich. „Lass mich los.Ich will nicht mit dir reden,kapierst du das den nicht!“,sagte ich wieder patzig und löste mein Handgelenk aus seiner Hand. Ich stapfte weiter zu Kasse und an Ann-Kathrin vorbei. „Was hat der sich eigentlich gedacht.Ich bin doch keine Schlampe,die mit jedem Typen in die Kiste springt.ich dachte er wäre anders als die anderen Jungs,aber nein. Jeder Mann ist gleich“,dachte ich. Ich stand an der Kasse und Mario und Ann-Kathrin kamen dazu. Ich ignorierte die Beiden eiskalt und legte die High Heels auf den Tisch. „19,99€ bitte“,sagte die Kassiererin. Mario holte wieder sein Portemonnaie aus der Hosentasche und gab der Kassiererin einen 20€-Schein. Ich nahm den Karton mit den High Heels und ging Richtung Ausgang. Ich stapfte zum Auto und wartete ungeduldig auf Mario und Ann-Kathrin,die wie zwei verliebte auf mich zu kamen. Ich guckte grimmig zu Mario und Ann-Kathrin guckte mich verwirrt an. „Was ist den mit dir?“,fragte mich Ann-Kathrin. „Ach nichts,ich hatte nur ein kleines Stechen im Herz“,sagte ich. Mir tat es weh die Beiden so zu sehen. Am liebsten würde ich ja gehen, aber mein Dad wäre zuhause und bei Jyle wäre ich auch nicht sicher. Mario machte das Auto auf und ich stieg ein. Wir fuhren zurück zum Hotel und verbrachten da noch ein paar Stunden, bevor wir zum Friseur fuhren. Angekommen beim Friseur,wurden meine Haare gewaschen, geföhnt und mit leichten Locken verseht. Währenddessen kümmerte sich jemand anders um mein Make-Up. Ich war nach einer Stunde fertig und Ann-Kathrin auch,wir brauchten nur noch unsere Kleider und Schuhe anziehen. Wir beide waren fertig und fuhren mit Mario in die bekannteste Discothek in München. Ich war eigentlich gar nicht in Partystimmung, aber als ich in der Disco stand, war meine Stimmung gleich besser. Mario holte Getränke und ich ging mit Ann-Kathrin auf die Tanzfläche. Wir tanzten gerade zu meinem Lieblingslied, als Mario Ann-Kathrin von hinten antanzte. „na super!Jetzt tanzt er sie auch noch sexy von hinten an.Will er mir den Rest geben?!“,dachte ich. Ann-Kathrin verschwand auf einmal in Richtung Toiletten und mein Lieblingssong war auch zu Ende. Es wurde ein etwas ruhigerer Song angespielt und alle anderen Leute auf der Tanzfläche tanzten eng aneinander. „Darf ich bitten“,sagte Mario zu mir. Eigentlich wollte ich nicht, aber sein scharmantes Lächeln verzauberte mich. „Ja gerne“,sagte ich und legte meine Hände um seinen Hals. Er legte seine Hände an meine Taille und wir tanzten leicht zum Rhythmus zur Musik. „Was war eigentlich mit dir heute Nachmittag los?“,flüsterte er mir ins Ohr. Ich überlegte einen Moment, ob ich es ihm sagen sollte, aber dann sagte ich ihm es einfach. „Ich weiß nicht wo ich bei dir bin. Ich hab halt das Gefühl,du willst mich nur in die Kiste bekommen und bist eigentlich mit Ann-Kathrin ganz Glück. Ich lieb dich und will aber auch nicht deine Beziehung zu Ann-Kathrin zerstören.ich will nur eine klare Antwort,liebst du sie oder mich?“,flüsterte ich zurück in sein Ohr. „Ich lieb dich und keine Andere auf der Welt!“,sagte er und küsste mich zärtlich. Ich erwiderte den Kuss leidenschaftlich und hörte dann einen lauten Schrei. „Kannst du mir das erklären Mario!“,schrie Ann-Kathrin. „Ich lieb sie.Das ist die einzigste Erklärung dazu.Es ist aus mit uns“,sagte Mario eiskalt in ihr Gesicht. „Du mieses,billiges Miststück.Du bist so eine richtig miese Schlampe“,schrie sie mir ins Gesicht und wollte mir gerade an den Hals springen, als Mario schützend vor mich ging. „Lass bloß meine Freundin in Ruhe und jetzt verpiss dich“,schrie er. Jetzt kamen auch noch zwei Leute von Security dazu und sagten: „Sie kommen jetzt mit uns und verlassen den Laden sofort.“ Ann-Kathrin guckte die Securitymänner komisch an. „Ja,wir meinen sie“,sagte der eine. „A-Aber sie ist doch an allem Schuld.Sie hat mir doch den Freund ausgespannt“,sagte Ann-Kathrin entsetzt. „Ja,das ist uns völlig egal.Sie haben rumgeschrien und wollten ihr an den Kragen,deshalb werden sie jetzt die Discothek verlassen“,sagte diesmal der andere. Jeder Securitymann nahm eine Arm von ihr und zogen sie hinter sich her in Richtung Ausgang. „Das wird doch ein Nachspiel haben Sharon. Glaub mir,man sieht sich immer zweimal im Leben“,schrie sie bedrohend zu mir. Mario stand immer noch schützend vor mir und drehte sich jetzt zu mir. „Ist alles okay,Süße?“,fragte er mich behutsam. „Ja,mir geht’s gut,solange du an meiner Seite bist“,sagte ich und küsste ihn. Ich merkte das Mario unter dem kuss lächeln musste. Wir gingen zur Bar und tranken jeder noch zwei alkoholfreie Cocktails.Ich nahm meinen Strohhalm in dem Mund und guckte in Marios Gesicht. Seine Augen funkelten im Licht der Discokugel und ich guckte wohl verträumt,weil Mario sich fast an seinem Cocktail verschluckte. Als wir unsere Cocktails ausgetrunken hatten, gingen wir zu seinem Auto. Er fuhr zum Hotel und ich schwieg die ganze Fahrt über. „Wieso bist du so still?“,fragte mich Mario,der vor einer roten Ampel hielt. „Ach ich denk nur über die Worte von Ann-Kathrin nach.Und ich fand dein Verhalten heute Nachmittag voll scheiße!“,sagte ich. „Ach über die Worte von ihr brauchst du nicht nachdenken.Was hätte ich den heute Nachmittag anders machen sollen?Hätte ich dich vor ihren Augen küssen sollen und sie da abservieren sollen?“,antwortete er und fuhr weiter. „Du hättest sie nicht so leidenschaftlich und zärtlich küssen sollen,hättest ihr wohl Beachtung schenken können und sie auch gerne flüchtig küssen können,aber nicht so wie mich am Morgen.Der Anblick war wie ein Stich ins Herz“,sagte ich. „Ach so ist das.Du warst eifersüchtig auf sie und deshalb so patzig“,sagte er und lachte. „Du bist gemein.Ich hatte das Recht eifersüchtig und patzig zu sein.Ich wusste halt nicht ob du nur ein Spiel mit mir spielst,aber ich weiß ja jetzt,dass du es ernst meinst“,sagte ich und gab Mario einen Kuss auf die Wange. Er lächelte. Wir waren dann auch am Hotel angekommen und stiegen aus. Wir mussten durch den Nachteingang, da wir es schon 3:00 Uhr morgens hatten. Wir kamen am Hotelzimmer an und Mario schloss die Tür auf. Er machte das Licht an und wir sahen ein verwüstetes Zimmer. Ann-Kathrin hatte ihre Sachen geholt und gleichzeitig Marios Sachen durchs Zimmer geschmissen. „Oh mein Gott,da hat wohl jemand seine Wut ausgelassen!“,sagte ich und guckte Mario an. Der fing an zu lachen und sein Lachen steckte mich an und ich lachte auch. Doch plötzlich verzog ich vor Schmerz mein Gesicht. „Was ist los Schatz?“,fragte Mario besorgt und hob mit der Hand mein Gesicht an. „Meine Wange“,sagte ich und mehr konnte ich auch nicht sagen, weil Mario mich küsste. Wir küssten uns wild, leidenschaftlich und zärtlich. Wir steckten uns die Zungen in den Hals und liefen, eher gesagt taumeln oder stolperten, durchs Zimmer. Ich fiel mit Mario aufs Bett und lag auf ihm.

Zwischen Familie und der großen Liebe (Mario Götze)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!