Kapitel 11

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Ich nahm mir ein Stück Toilettenpapier und machte es nass. Ich schaute in den Spiegel und machte die verlaufene Schminke ab. Ich hörte von draußen, wie Mario Ann-Kathrin erzählte wieso ich hier bin. Ich hatte mich fertig geschminkt und ging aus dem Bad zu den Beiden, die gerade sich etwas heftig küssten. Ich räusperte mich und sagte:„Ich kann auch wieder ins Bad gehen.“ Sie lösten sich von einander und mussten grinsen. Das Grinsen von ihm steckte mich an und ich grinste auch. „Nee,nee du kannst hier bleiben.Ich zieh mir jetzt mal was anders an und dann gehen wir München unsicher machen“,sagte Ann-Kathrin und ging an mir vorbei und schloss die Tür vom Bad. „Irgendwie hast du es heute mit dem Handtuch und dem störenden Besuchen“,sagte ich und lachte. „Also ist mein Besuch etwa eine Störung deines Privatlebens oder wie muss ich das verstehen?!“,sagte er. „Nein,nein ich mein das so.Du hast mich heute morgen schon aus der Dusche gescheucht und jetzt hast du deine Freundin auch aus dem Bad gescheucht.Immer der passende Moment,wo eine Frau nicht gesehen werden will.“,sagte ich und lachte leicht. Er musste auch lachen und kam auf mich zu. „Was hast du vor?“,flüsterte ich. Er kam dichter und legte meine Hände auf seine Schultern und seine Hände an meine Taille. Er zog mich vorsichtig ran und wir schauten uns, wie heute Morgen, wieder in die Augen. Er kam noch dichter mit seinem Gesicht und es passte vielleicht noch ein kleines Stück Papier zwischen unsere Lippen. „Er will mich doch nicht schon wieder küssen und das dann auch noch,wo Ann-Kathrin neben an ist und jeden Moment raus kommen kann“,dachte ich. Jetzt konnte ich aber auch nicht widerstehen und küsste ihn. Egal was es für ein Risiko war, aber er gab mir halt die passende Vorlage.:) Er biss mir wieder auf die Unterlippe. Das Gleiche wollte ich gerade auch machen,als sich plötzlich die Türklinge der Badezimmertür nach unten bewegte. Wir hörten uns auf zu küssen und standen circa eine Meter weit auseinander, als wäre nichts passiert. Ann-Kathrin kam aus dem Bad und guckte uns etwas ungläubig an und fragte:„Wieso seit ihr so Still?Wir gehen jetzt shoppen und heute Abend in die beste Disco von München.Was haltet ihr davon?“ Wir waren immer noch Still und ich sagte stumpf in den Raum:„Ja klar,shoppen hört sich gut an,aber da ist ein Hacken.Ich hab kein Geld mit mir und zweitens es ist kalt draußen und ich hab keine Jacke,da mich dein so netter freund einfach aus meinem Haus gezogen hat,ohne das ich wenigstens eine Jacke mitnehmen konnte.“-„Ach jetzt bin ich an der Sache auch schon wieder schult.Wenn ich nicht da gewesen wäre,würdest du jetzt deine andere Wange auch noch blau haben und du wärst bei deinem ach so tollem Dad!“,sagte er und guckte mich dabei sehr ernst an. „Jaja..ich weiß und dafür bin ich dir auch sehr Dankbar.Aber das mit meinem Dad hätte sich auch schon noch geklärt“,sagte ich taff und wollte meine Angst vor meinem Dad verstecken. „Ach jetzt hört auf euch die Schuld in die Schuhe zu schieben.Du kannst von mir eine Jacke bekommen Sharon und Mario wird schon bezahlen,nicht wahr Schatz?“,sagte Ann-Kathrin. Mario nickte und ich auch. Ann-Kathrin holte einen schwarzen Blazer aus dem Kleiderschrank und gab ihm mir. „Der müsste passen“,sagte sie. Ich zog den Blazer an und er passte wie angegossen. „Passt doch“,sagte sie,„und jetzt gehen wir schön nach zwei Kleider für die Party gucken.“ Wir gingen alle aus dem Hotelzimmer und ging zum Auto von Mario. Manche der Hotelgäste erkannten Mario und baten ihn um ein Autogramm und um ein Foto. Mario schickte uns schon mal mit seinem Autoschlüssel vor und er kümmerte sich liebevoll um seine Fans. Ann-Kathrin und ich setzten uns schon ins Auto und überlegen was wir uns für Kleider kaufen wollten. Mario kam jetzt auch dazu und setzte sich gleich hinters Steuer und fuhr dann auch schon los.„Ab in die Innenstadt zum shoppen“,sagten Ann-Kathrin und ich gleichzeitig. Mario stöhnte auf und dachte sich wohl:„Mit einer Frau shoppen zu gehen ist schon schwer genug, aber mit zwei wird das noch schwerer.Hilfe!!“ Ich grinste und in dem Moment schaute auch noch Mario in den Rückspiegel. „Was grinst du schon wieder so?“,fragte er mich. „Meinst du etwa mich?“,fragte ich leicht sarkastisch. „Ja wen den sonst“,sagte er und lachte. „Naja mich“,mischte sich Ann-Kathrin jetzt auch ein. Ich musste lachen und die Beiden vor mir auch. Den Rest der Fahrt schwieg ich und war nur in Gedanken vertieft. „Was sollte der Kuss von Mario heute morgen bedeuten.Liebte er mich?Mir ist ja bewusst das ich in ihn verliebt bin, aber er ist mit Ann-Kathrin zusammen und das will ich nicht zerstören.“,dachte ich und wurde durch das Ansprechen von Mario aus meinen Gedanken gerissen. „Träumst du öfters Tags über oder hast du nachgedacht?“,fragte er. Ich schüttelte meinen Kopf und wurde leicht rot. „Also wenn du jetzt nicht aussteigst,gehen wir alleine shoppen“,sagte Mario und stieg aus dem Auto. Ich machte die Autotür auf und stieg aus. Wir standen vor meinem lieblings Shoppingcenter. Wir liefen auf den Eingang zu und waren nicht mal 5 Minuten im Geschäft, als mir Ann-Kathrin ein schwarzes schulterfreies Cocktailkleid in die Hand drückte. Ich guckte verdutzt und Mario auch. „Probier das mal an, ich suche währenddessen noch nach ein paar weiteren Cocktailkleidern für dich“,sagte sie und verschwand auch schon in den Gängen mit den Kleidern. Ich guckte ihr kurz hinterher und suchte dann die Umkleiden. „Da sind sie“,sagte Mario und zeigte auf das große rote Schild wo „Umkleide“ draufstand. Wir liefen zu den Umkleiden und ich nahm mir die erste, die frei war. Ich ging in die Kabine und zig mir die schwarze Röhrenjeans, den Blazer und das rote Top aus. Ich schlüpfte in das schwarze Cocktailkleid, wo ich vorher den Reißverschluss am Rücken öffnete. Ich hielt das Kleid vorne fest und stotterte:„Ähmm..Mario,könntest du den Reißverschluss vielleicht zu machen?“-„Na klar,ich komme eben rein“,sagte er und kam zu mir in die Kabine. Er kam dicht an mich. Ich spürte seine Knie in meine Kniekehlen. Seine Hand nahm den Reißverschluss zwischen die Finger und zog ihn hoch. Er atmete aus und ich spürte den warmen Atem von ihm in meinem Nacken. Ich bekam Gänsehaut und mir fuhr ein kalter Schauer über den Rücken. Ich spürte seine Hände an meiner Taille und seine weichen Lippen auf meinem linken Schulterblatt.

Zwischen Familie und der großen Liebe (Mario Götze)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!