Kapitel 29

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Jonas konnte nichts erkennen, blind tastete er sich durch die Gegend und wusste nicht, wo seine Gegner waren. Er wusste lediglich, dass es nicht nur einer, sondern zwei waren.

Zwar hielt er sein Schwert in der Hand, jedoch was nützte ihm dieses, wenn er nichts erkennen konnte?

„Du hättest halt beizeiten das einzige tun sollen, womit du mich hättest aufhalten können, du weichherziger Narr!“, lachte eine höhnische, menschliche Stimme.

Er hörte einen Schritt hinter- und einen vor sich und er schlug mit seinem Schwert zu, jedoch leider traf er ins Leere.

Er härte wieder dieses höhnische Lachen, bevor sich ein Schwert zwischen seine Rippen bohrte und er zusammen brach.....

Ein fröhliches „Einen Stern, der deinen Namen trägt,“ weckte ihn aus diesem Alptraum und Jonas stellte erleichtert fest, dass er keine tödliche Verletzung davon getragen hatte. Er schaltete seinen Radiowecker aus und stand auf.

„Ich sollte vor dem Schlafengehen nicht so viel an Statuen denken, dann träume ich auch nicht so was,“ dachte er. 

Jonas zog sich schnell an und machte sich auf den Weg zu seiner Arbeit. 

Dort angekommen organisierte er sich zuerst einmal einen starken Kaffee, bevor er sich zu seinem Arbeitsplatz begab.

Er schaltete seinen Computer ein und starrte gedankenverloren auf den Bildschirm während er seinen Kaffee trank. Auf einmal konnte er verstehen, dass sein Chef ohne seine tägliche morgendliche Kaffeedosis nicht ansprechbar war.

Kurz darauf traf Ingo ein und gesellte sich, ebenfalls mit einer Tasse Kaffee, zu ihm.

„Wenn das unser großer Boss sieht, dass wir hier während der Arbeitszeit sitzen und Kaffee trinken, dann hagelt es bestimmt Abmahnungen,“ witzelte Ingo, jedoch Jonas war es nicht zum Lachen zumute.

„Was ist los?“, erkundigte sich Ingo besorgt. „Du siehst aus, als hättest du die ganze Nacht kein Auge zu getan. Hast du wieder irgend welche Dämonenstatuen gejagt?“

„Nur im Traum!“, antwortete Jonas wahrheitsgemäß. „Und das hat mir eigentlich schon voll und ganz gereicht! Ich war blind und und bin bei einem Kampf gestorben!“

„Mach da mal besser keine Witze drüber. Aber das war wahrscheinlich nur ein Alptraum, oder hast du neuerdings das zweite Gesicht?“, erwiderte Ingo.

„Nein, habe ich nicht. Muss auch nicht unbedingt sein. Wenn ich mir vorstelle, dieser Traum wird wahr....,“ antwortete Jonas gedankenverloren und trank den Rest seines Kaffees aus ehe er nach einer Liste griff und seufzte.

„Diese Leute muss ich heute alle anrufen! Da freue ich mich schon drauf!“, sagte er ironisch während Ingo sich zu seinem eigenen Arbeitsplatz begab.

Während er telefonierte wanderten Jonas'Gedanken immer wieder zu seinem Bruder Lucas. Einmal rief er ihn sogar im Krankenhaus an und sprach kurz mit ihm.

„Geht es ein wenig besser?“, erkundigte Jonas sich.

„Ja, danke auch dass du anrufst! Deine Oma hat sich vorhin auch schon gemeldet!“, antwortete Lucas und seine Stimme klang nicht mehr ganz so bedrückt wie am Vortag. 

Offenbar fühlte er sich wirklich ein wenig besser.

„Sie ist auch deine Oma, weißt du,“ stellte Jonas fest. 

„Ja, das weiß ich, aber es ist noch so merkwürdig, plötzlich einen Vater, einen Bruder und eine Oma zu haben! Daran muss ich mich wahrscheinlich erst einmal gewöhnen!“, sagte Lucas nachdenklich.

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!