War er etwa ohne sie ausgegangen, am Ende mit einer anderen jungen Frau? 

„Er ist One-Nights-Stands nicht abgeneigt! Denk daran, wie schnell das damals mit Katja ging! Wer weiß, ob er es mit dir ehrlich meint!“, nörgelte seitdem eine kleine böse Stimme in ihrem Kopf. 

Zwar hatte Sebastian sie am Sonntag Morgen angerufen und sich entschuldigt, er hatte seinen Vater nach einem Sturz bei Glatteis ins Krankenhaus fahren müssen, und seitdem lief dieser auch mit einem verbundenen Fuß und Krücken herum, aber trotzdem blieb Julia misstrauisch. Was war,wenn er sie doch betrog.....

Unterdessen ging der neue Direktor durch das Schulgebäude und schaute in die ein- oder andere Klasse, ob dort auch alles ordnungsgemäß vonstatten ging. 

Als erstes musste er sich über die Schüler der 6. Klasse ärgern. Diese hatten gerade Kunstunterricht und malten mit Wasserfarbe an einem Bild. 

„Das ist sehr schlampig, du hast über den Rand gemalt,“ sagte er zu einer elfjährigen Schülerin, deren Augen sich mit Tränen füllten und tippte auf ihr Blatt, genau in die Farbe hinein, so dass diese verschmierte.

„Da braucht man nicht weinen, sondern dann malt man das noch einmal neu! Und gibt sich beim zweiten Mal mehr Mühe!“, sagte Direktor Engelmann zu dem Kind.

„Sie gibt sich schon sehr große Mühe, Herr Direktor,“ verteidigte Frau Luzer, die Kunstlehrerin, ihre junge Schülerin. „Es ist bereits ihr dritter Versuch!“

„Um so schlimmer, dass nicht mehr dabei heraus gekommen ist,“ sagte der Rektor bissig und riss das Blatt der Schülerin vom Zeichenblock ab, dann zerriss er es und warf die Schipsel zu Boden. „Hebe deinen Müll gefälligst auf!“, sagte er zu dem Kind und diese bückte sich unter seinem bösen Blick und begann, die Schnipsel aufzusammeln.

Dann fiel sein Blick auf einen Jungen, der einen Kaugummi kaute. Schnell stand er vor dessen Tisch und sah ihn zornig an.

„Auf der Stelle spuckst du den Kaugummi aus! So was gibt es an meiner Schule nicht! Heute sind es Kaugummis und morgen sind es Drogen! Wehret den Anfängen! Du schreibst mir bis morgen einen mindestens fünf Seiten langen Aufsatz zum Thema: „Warum man keine Kaugummis kauen sollte! Den bringst du mir morgen ins Büro, und wehe du hast ihn  nicht geschrieben! Das wird dir schlecht bekommen! Verstanden?“

Der Junge nickte ängstlich und warf seinen Kaugummi in den Papierkorb. Dann verließ der Lehrer die Klasse und warf noch einen bösen Blick auf die Kunstlehrerin.

„Sie sollten diesen missratenen Kindern nicht zu viel durchgehen lassen! Wehret den Anfängen! Sie sollen nicht zu Verbrechern werden!“

Als nächstes riss der Direktor die Türen zur Jungentoilette auf. Es war, wie er es befürchtet hatte, am Fenster hockten zwei Schüler, er schätze sie auf sechzehn Jahre, auf der Fensterbank und sie rauchten Zigaretten.

„Auf der Stelle macht ihr die aus! Davon kann man Lungenkrebs bekommen. Nicht, dass mich eure Lungen, die sicherlich so verfault sind wie euer Charakter, sonderlich interessieren würden, aber an meiner Schule wird es keinen einzigen rauchenden Schüler geben, verstanden?“, schrie er die beiden Schüler der 10. Klasse, die, obwohl einer von ihnen einen halben Kopf größer als der Direktor war, zusammen zuckten.

Schnell machten sie die Zigaretten aus und warfen die Stummel in den Mülleimer.

„Ihr beiden gebt mir jetzt eure Namen! Und bis morgen werdet ihr mir einen langen Aufsatz schreiben zum Thema : Ich soll nicht rauchen, sonst kann mich der Tod ereilen! Und ich würde euch raten, den fertien Aufatz Morgen früh vor Schulbeginn bei mir im Büro abzugeben! Sonst könnte das ganze wirklich böse für euch enden! 

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