4 - Who are you?

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"Können wir kurz reden?" Fragt Eren mich. Ich schlucke meine Suppe herunter und nicke.

"Ich habe eine Frage wegen gestern Nacht" erklärt er. Ich nicke erneut, um ihn verstehen zu geben, dass er fortfahren kann. "Ok ich mache es kurz. Wo bist du letzte Nacht gewesen?"

Hat er es durchschaut? Weiß er, dass ich das Mädchen gewesen bin?

"Bloß auf die Toilete. Als ich wieder zurück kam warst du aber nicht da" antworte ich und versuche beiläufig zu klingen. "Ja, ich bin dich suchen gegangen" ich musste mir ein Lächeln unterdrücken. Eren ist mich suchen gegangen, dass heißt ja, dass ich ihm doch nicht egal bin, was wiederum heißen könnte, dass er mich doch nicht hasst, so wie ich es die ganze Zeit dachte.

"Warum grinst du jetzt so vor dich hin?" Nanu, ich habe ja wirklich angefangen zu grinsen, ohne das ich es bemerkt hatte. "Ach nur so. Wenn das alles gewesen ist-" fing ich an wurde jedoch unterbrochen. "Da gibt es noch was, jedoch kann ich das nichr hier fragen" sagt er und wirkt irgendwie...nervös? "Na gut, dann lass uns vor die Tür" schlage ich vor.

Ich bin verwirrt, was will er denn von mir? Und dabei ist es noch etwas, dass nicht jeder mit kriegen soll.

Wir erheben uns und gehen vor die Tür. Dabei wurden uns verschiedene Blicke zu geworfen. Mikasa sah zu uns rüber, als traue sie der ganzen Sache nicht. Christas Blick konnte ich nicht richtig deuten und Connie grinste mir zu. Was sich wohl seine Fantasie alles vorstellt, da er ja der Ansicht ist, ich wäre schwul?

"Ich habe mit niemanden drüber gesprochen und würde dich auch bitten, es für dich zu behalten. Ich habe ein Mädchen getroffen, als ich dich suchen gegangen bin. Ich glaube sie hat Brot gestohlen. Jedenfalls wollte ich dich fragen, ob du nicht auch sie gesehen hast. Sie hatte grüne Augen und langes braunes Haar" er sieht mich irgendwie hoffnungsvoll an.

Er hat mich nicht gemeldet. Und anscheinend hat er sich Gedanken um mich gemacht. Warum?

"Ein Mädchen? Nein, ich habe niemanden gesehen. Wieso?"

Er schaut mich an und ich denke, er überlegt grad, ob er es mir erzählen soll oder nicht.

"Ach es ist nichts. Jedenfalls nichts wichtiges. Ich weiß auch nicht, aber irgendwie hätte ich sie gerne wieder gesehen... Sie war sehr hübsch" Erens Wangen sind leicht gerötet und er sieht verlegen zur Seite. Anscheinend ist es ihm peinlich.

Warte! Steht er etwa auf mich?!
Ich muss ihn wohl ziemlich lange geschockt angestarrt haben, da er plötzlich anfängt es zu erklären.

"Also ich hätte sie gerne wieder gesehen, weil sie mir irgendwie bekannt vor kam. Nicht weil sie hübsch fand oder so"

"Schon ok. Verstanden. Tut mir leid, dass ich dir nicht helfen konnte. Und keine Sorge, ich werde niemanden erzählen, dass du dich in ein Mädchen verguckt hast" ich lächele ihn aufmunternd zu, wobei ich glaube, dass auch meine Wangen gerötet sind. Ich bin froh, dass er mir, Alex, dies anvertraut hat, jedoch ich als Maria, weiß nicht was ich davon halten soll.

"Danke. Wir sollten wieder rein gehen" meinte er und ging, ohne mich, schon mal rein.

Ich kam ihm bekannt vor? Naja egal. Auch ich ging wieder rein.

* * *

Das Frühstück ist vorbei und wir stehen erneut alle auf unserem Trainingsplatz.

Ich frage mich, wer alles gehen wird.

Eren, Mikasa und Armin werden mit Sicherheit bleiben. Auch Annie, Berthold und Reiner wirken nicht so als wollen sie gehen.

Ich blicke zu Christa rüber. Ob sie bleibt?

Und Jean? Wird er gehen? Wird es das letzte mal sein, dass ich ihn sehe? Marco bleibt so weit ich weiß. Vielleicht bleibt Jean ja um Marcos Willen.

"Alex, wie hast du dich entschieden?" Fragt Sasha mich zusammen mit Connie. "Ich bleibe natürlich" antworte ich. "Was ist mit euch?" Frage ich sie. Sie antworten mir nicht, sondern schauen sich gegenseitig unentschlossen an.

Will Sasha etwa gehen? Das hatte ich gar nicht in Betracht gezogen. Wenn ja, heißt das dann, das ist das Ende unserer Freundschaft?

Nun taucht der Oberbefehlshaber wieder auf und somit verstummten alle Gespräche.

"Nun denn. Ich nehme an ihr hattet genügend Zeit, um eine Entscheidung zu fällen. Ich fordere hier mit alle auf, die sich der Aufgabe nicht gewachsen fühlen, zu gehen"

Zunächst rührte sich keiner, jedoch fingen dann einer nach dem anderen an zu gehen.

Ich betete still für mich, dass Sasha bleiben würde. Ich weiß, es ist egoistisch. Aber ich wäre sehr traurig, wenn ich sie nicht mehr sehen könnte.

"Gut. Nun frage ich, alle die hier noch stehen. Seit ihr bereit Soldaten zu werden und eurer Leben für die Menschheit zu opfern?"

"Jawohl!" Antworteten wir zusammen.

Ich stellte fest, dass wir erstaunlich wenige sind. Wir sind jetzt nur noch ungefähr 35 prozent von der Anzahl die wir vorher waren. Ich bin glücklich, meine Freunde sind noch alle hier. Auch Jean ist geblieben, sowie die kleine zierliche Christa und ihre Freundin Ymir. Christa ist sogar kleiner als ich und ich bin grade mal 1,60 groß. Sie erinnert mich an irgendwenn, ich komme bloß nicht drauf an wen.

"Die Aufgabe die ihr erfüllen solltet, findet nicht statt. Es war nur eine Test Frage, um zu sehen wer auch den Willen und den nötigen Mut hat Soldat zu werden. Es wäre alles andere als schlau, euch jetzt gegen Titane kämpfen zu lassen" erklärt er uns.

Bitte was? Das gibt es doch nicht. Uns so hinters Licht zu führen! Aber andererseits bin ich erleichtert, denn ich wüsste nicht, ob ich es auch geschafft hätte.

"Freut euch nicht zu früh. Denn ab heute werdet ihr wirklich erfahren was hartes Training heißt. Ihr werdet speziell ausgebildet und in einigen Monaten dann entscheiden, ob ihr der Mauergarnison, der Militärpolizei oder dem Aufklärungstrupp bei tretten werdet-" er bricht ab und schaut nach rechts. Natürlich drehen wir alle unsere Köpfe in der Richtung.

Der Aufklärungstrupp

Es sind zwei Männer. Das sie zum Aufklärungstrupp gehören kann ich an den Flügel der Freiheit auf ihrer Kleidung erkennen.

Einer der Beiden ist ein großer blonder Mann. Ich glaube das ist Komandant Erwin Smith. Hinter ihm her geht ein recht kleiner Mann mit schwarzen Haaren. Ich frage mich wer das wohl sein mag. Ich habe ihn noch nie zuvor gesehen. Jedoch wenn er zum Aufklärungstrupp gehört, muss er eine starke Person sein.

Die zwei Männer gehen an uns vorbei, nach vorne zum Befehlshaber. Erwin Smith überreicht dem Befehlshaber einen Umschlag und sie gehen beide an die Seite etwas weiter weg von uns.

Der Schwarzhaarige bleibt vorne, wo der Befehlshaber vorher gestanden hat, stehen und guckt uns grimmig an. Naja ich denke mal, dass sein Blick grimig sein soll. Lachen tut er jedenfalls nicht. Er sagt kein Wort, sondern scant jeden einzelen von uns ab. Als seine Augen bei mir ankommen, hätte ich mich beinahe an meine Schlucke verschluckt. Diese ausdrucklosen Augen haben eine seltsame Ausstrahlungen. Und dennoch könnte ich mir sie Stundenlang anschauen.

Plötzlich gibt er einen Laut von sich. "Hm" macht er. "Ich hätte weniger erwartet". Mit diesen Worten lässt er uns stehen und geht zum Komandenten Erwin und unserem Befehlshaber.

Noch weniger als wir jetzt schon sind? Dabei fand ich, dass wir schon recht wenige sind.

Diese Stimme..so eine habe ich noch nie gehört. Sie hörte sich nach keinerlei Emotion an. Wer ist diese Person bloß? Und hat sie wirklich keine Emotionen? Wenn ja, wie viel Leid er wohl erlebt haben muss?

Wer bist du schwarzhaariger Mann?

Choice || Attack on Titan Fanfiction (Levi) Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt