Kapitel 21

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Nachdem er einen eiligen Zahnarzttermin, er hatte behauptet, unter unerträglichen Zahnschmerzen zu leiden, für den nächsten Tag vereinbart hatte, beschloss Jonas, nun doch seinen Vater anzurufen.

Glücklicherweise ging dieser auch direkt an sein Handy, das er sich vor einigen Jahren sehr zum Ärger seiner Frau angeschafft hatte.

Wozu brauchte er ein Handy? Hatte er etwa Geheimnisse vor ihr?, hatte sie ihm vorgeworfen.

„Jonas, gut, dass du anrufst. Ich bin in einer ziemlich verzweifelten Lage! Es ist einfach grässlich und deine arme Mutter tut mir so leid! Ich hoffe, ich kann die Angelegenheit mit ihr wieder in Ordnung bringen!“, klagte sein Vater.

„Könnten wir uns morgen nach deiner Arbeit treffen? Es wäre sehr wichtig für mich!“, bat der Vater nun, was Jonas verwunderte.

„Um was geht es denn?“, erkundigte er sich misstrauisch.

„Es geht darum, unsere Familie vor dem Untergang zu bewahren! Es ist nämlich etwas entsetzliches geschehen, aber das will ich dir nicht am Telefon sagen, und wenn es nach deiner Mutter geht, dann würdest du es überhaupt nicht erfahren, aber auf Dauer wird es sich nun nicht mehr verheimlichen lassen! Ich hoffe nur, dass sich die Sache nicht herum spricht!“, antwortete Georg Schneider seufzend.

„Morgen Abend nach der Arbeit, das ist in Ordnung. Wo sollen wir uns treffen? Bei euch zu Hause? Ich glaube, das wäre keine sehr gute Idee!“, sagte Jonas.

Glücklicherweise hatte er sich den Zahnartztermin für die Mittagspause geben lassen, somit würde zumindestens nichts sein Wiedersehen mit Jessica trüben.

„Wir treffen uns am besten im Cafe „Zum Fürsten“, ich lade dich auch ein,“ sagte der Vater.

Nachdem er aufgelegt hatte grübelte Jonas noch eine Weile nach, was sein Vater ihm denn so wichtiges zu sagen hatte.

„So habe ich ihn noch nie erlebt,“ dachte er verwundert, jedoch dann wanderten seine Gedanken zu Jessica.

Am nächsten Tag beeilte Jonas sich mit seiner Arbeit, um pünktlich Mittagspause machen zu können.

„Wo willst du denn so eilig hin?“, fragte ihn der erstaunte Ingo, als Jonas gut gelaunt mit einem fröhlichen „Mahlzeit“ auf den Lippen an ihm vorbei ging.

„Ich muss zum Zahnarzt!“, antwortete er grinsend und Ingo sah ihn verständnislos an. „Deshalb bist du so gut gelaunt? Kann es sein, dass du irgendwie pervers bist?“

„Nein, nicht pervers, und mit meinen Zähnen ist auch alles in Ordnung, deshalb mache ich mir gar keine Sorgen, aber ich habe gestern beim Training einen wunderschöne Zahnartzhelferin kennen gelernt, und die arbeitet bei Frau Dr. Ungemann in der Praxis!“, antwortete Jonas und rauschte an Ingo vorbei.

„Erst kämpft er gegen Dämonen, und dann geht er freiwillig zum Zahnarzt, ich glaube, ich muss mir Sorgen um ihn machen,“ sagte Ingo kopfschüttelnd und machte sich auf den Weg zum Kopierer.

Kurz darauf betrat Jonas die Praxis von Frau Dr. Ungemann und zu seiner großen Freude saß Jessica an der Anmeldung.

„Ach, du hier? Hast du einen Termin?“, erkundigte sie sich lächelnd.

„Ja, habe ich. Um 13 Uhr, Jonas Schneider. Ich komme nur zum Nachsehen!“, sagte er und sie lächelte.

„Nur zum Nachsehen, und da hast du so schnell einen Termin bekommen, das ist normalerweise nur bei absoluten Notfällen, Leuten, denen bereits sämtliche Zähne ausgefallen sind, der Fall, aber du kannst direkt mit durchkommen,“ sagte sie mit einem hinterhältigen Grinsen.

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!