49. Geklärt

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Tim traf sich seit geraumer Zeit wieder mit Melissa, da diese ihm das Gefühl gab, dass sie zuhörte.
"Er distanziert sich immer noch. Man Melissa ich habe langsam keine Ahnung mehr was ich machen soll!", seufzte Tim wieder mal verzweifelt und warf sich auf sein Bett. Ihm ging die Sache mit Stegi ziemlich nahe, denn er vermisste ihn. Sehr. So sehr, dass er aus lauter Verzweiflung schon mit Melissa über seine Probleme redete. "Naja... Tim, ich will dir echt keine Sorgen machen, aber... glaubst du er will noch was von dir?", setzte sie vorsichtig an und setzte sich vorsichtig näher zu Tim aufs Bett. "Ehrlich gesagt, ich habe absolut keine Ahnung was mit ihm los ist. Ich mache mir solche Sorgen, verdammt!", wurde Tim zum Ende hin immer lauter und raufte sich verzweifelt die Haare. Melissa seufzte innerlich. Tim war so heiß und sie wollte ihn um jeden Preis zurück haben! Komme was da wolle.
"Hast du schon mal versucht in der Freizeit bei ihm vorbeizuschauen?", lächelte sie aufmunternd. "Nein... Oh Gott Melissa, du bist ein Genie!", lachte Tim auf und sprang vom Bett. "Ich muss sofort zu ihm!", rief er optimistisch und grinste über das ganze Gesicht. "Sorry, dass ich dich so rauswerfe, aber ich muss jetzt wirklich los!" Melissa kicherte leicht. "Schon okay. Schreib mir, wie es gelaufen ist.", lächelnd ging sie mit ihm nach draußen, da beide sich schon während ihrer Konversation Schuhe und Jacken angezogen hatten. "Klar und danke nochmal." Tim umarmte sie glücklich und lief dann schnell zu Stegi nach Hause. Er war nervös. Sehr nervös und so musste er erstmal viermal durchatmen bevor er auf die Klingel drückte. Er hörte erst Stimmen von innen und dann eindeutig Frauenschuhe, die auf dem Boden diese typischen Absatz-Geräusche machten. Die Tür wurde geöffnet und Sarah sah ihn lächelnd an. "Hi Tim, komm doch rein. Stegi ist oben, wie schon die letzten Wochen.", seufzte sie. "Oh, danke." Immer eine Stufe überspringend, rannte Tim die Treppe nach oben. Er wollte Stegi so schnell wie möglich wieder sehen.
Sein Herz hämmerte gegen seine Brust, als er an der weißen Tür klopfte. "Ja?", murmelte Stegi von der anderen Seite leise. Glücklich öffnete Tim die Tür und trat ins Zimmer. "Stegi!", lächelte er und ging auf den kleineren zu. Dieser saß auf dem Bett und schien ein Buch zu lesen. Als er Tims Stimme allerdings hörte, schaute er erschrocken auf. "T-Tim?" Angesprochener umarmte seinen Freund glücklich. "Man Stegi ich habe mir solche Sorgen gemacht! Was ist los mit dir?", nuschelte der Brünette in die blonden Locken Stegis. Etwas verwirrt legte dieser die Arme um seinen Freund. "Ähm... nichts. Es ist... alles in Ordnung.", log er und flog auch direkt damit auf. "Genau und deshalb gehst du mir so aus dem Weg! Stegi... kann es sein, dass... dass du gar nichts mehr von mir willst?" Erschrocken drückte Stegi Tim weg. "Was? Doch natürlich, aber- Man das ist alles so kompliziert!", verzweifelt ließ sich Stegi ins Bett fallen und verdeckte sein Gesicht mit den Händen. "Was ist kompliziert? Das mit uns?" Tim setzte sich hinter ihn und nahm seinen Kopf auf den Schoß. "Nein... egal. Vergiss es.", nuschelte Stegi bloß und biss auf seiner Unterlippe rum. "Nein. Stegi bitte.", flehte Tim nun schon halb verzweifelt und spielte mit den Haaren des kleineren. Stegi antwortet nicht, erst nach fast fünf Minuten Stille kam eine Antwort: "Tim...", murmelte Stegi leise. "Ja?" "Du musst mich dann beschützen ja? Und auf keinen Fall darfst du mich alleine lassen..." Völlig verwirrt von dem was Stegi da von sich gab bejahte Tim. "I-ich werde in der Schule und hier bedroht und geärgert.", fing er dann endlich an zu reden und Tim war unendlich froh, dass er nun wusste, was mit seinem Freund los war. "Von wem?", knurrte dieser dann und verengte die Augen zu Schlitzen. "Keine Ahnung, ich kenne die Typen nicht.", murmelte Stegi und drückte sich noch näher an Tim. "Ich lasse dich ab sofort nicht mehr aus den Augen." "Danke.", nuschelte Stegi erleichtert und legte sich nun mit dem Kopf auf sein Kopfkissen. Tim legte sich vor ihn und hatte einen Arm um seine Hüfte gelegt. Den anderen benutzten sie als zusätzliches Kissen. "Du Tim?" Ein Brummen ließ ihn darauf hinweisen, dass er Tims Aufmerksamkeit hatte. Auch, wenn dieser gerade die Augen geschlossen hatte. "Können wir ähm... also...", druckste Stegi verlegen rum und hatte die Farbe einer Tomate im Gesicht angenommen. "Was ist kleiner?", schmunzelte Tim belustigt und öffnete ein Auge. Seufzend schüttelte Stegi den Kopf und küsste ihn einfach. Glücklich erwiderte sein brünetter Freund, denn er hatte Stegi schon lange nicht mehr so nah bei sich gehabt und das wollte er jetzt ausnutzen. Er beugte sich also langsam über ihn und erwiderte den Kuss.
Mit der Zeit wurden beide Jungen immer fordernder und Tim kniete über Stegi, welcher seine eine Hand in Tims Haaren vergraben hatte. Die andere Hand lag an Tims Seite. Tim selbst stützte sich mit einer Hand neben Stegis Kopf ab und die andere lag unter Stegis Shirt und erkundete dessen Oberkörper.
Schwer atmend lösten sie sich voneinander und holten tief Luft. Tim, der seine Hand immer noch auf Stegis Oberkörper liegen hatte, fing nun an auch die zweite Hand unter sein Shirt wandern zu lassen und seinen Oberkörper entlang zu fahren. Wie von selbst schlossen sich die Augen von Stegi und er genoss die Berührungen von Tim. Insgeheim hoffte er, dass Tim niemals mehr damit aufhören würde ihn zu berühren.
Und das würde er so schnell auch nicht...

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Hallo meine Früchtchen^^

Ohooo... was ist nur mit dem letzten Satz gemeint? Was wird wohl in Kapitel 50 passieren?(...)

Bis denn meine Früchtchen<3
~Maddi

»Vertauschte Leben« Stexpert Lies diese Geschichte KOSTENLOS!