47. Abstellraum

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In den letzten Wochen hatte Stegi immer mehr Abstand von Tim und Tobi genommen. Meistens verbrachte er die Pause alleine im Keller der Schule und dort dachte er immer noch über die Ähnlichkeit zwischen Tim und seinem Vater nach. Er zermarterte sich regelrecht das Hirn. Seine schulischen Leistungen litten ebenfalls darunter. Hausaufgaben schrieb er regelmäßig aus der Klassengruppe auf Whatsapp ab. Auch die vier Typen machten ihn weiterhin fertig. Warum, wusste er immer noch nicht.
Verzweifelt seufzend stützte er seinen Kopf in die Hände. Er war schlicht und einfach fertig. Sein Hirn war gefühlt bloß noch ein Haufen Matsch und seine Augen schmerzten von den wenigen Stunden schlaf und dazu kam noch, dass er Tim unheimlich vermisste.

Als es zum Pausenende schellte nahm er seine Sachen und huschte schnell nach oben. Er hatte nicht sonderlich viel Lust wieder Ärger mit dem Hausmeister zu bekommen. Er huschte also durch die Tür in die Aula und mischte sich unter die Schüler. Ja nicht auffallen war gerade seine einzige Mission, die er auch fast ganz geschafft hätte, wenn man ihn nicht am Arm gepackt und mitgezogen hätte. Er zog erschrocken die Luft ein und schlug etwas ängstlich um sich, da er den Verdacht hatte, dass es wieder einer von diesem Typen sein würde. Er wurde in den Gang der Fachräume und dort in einen Abstellraum gezogen. "Lasst mich doch endlich mal in Ru- Tim?" Geschockt weiteten sich seine Augen als er seinen Freund ins Gesicht schaute. Vorher hatte er ihn nicht wirklich durch den Schock wahrgenommen, aber dadurch jetzt umso mehr. Sein Herz schlug schnell, seine Wangen waren vermutlich purpurrot und sein Hals wurde trocken. "Warum gehst du mir aus dem Weg? Wer soll dich in Ruhe lassen? Man Stegi was ist los mit dir man? Habe ich was falsch gemacht?", redete Tim verzweifelt los und sprach alles aus was ihn in den letzten Wochen beschäftigt hatte. Stegi schluckte und senkte den Kopf. "Es... es ist alles gut, nur etwas Stress zuhause. Eltern und so...", log er ziemlich offensichtlich. "Stegi... das ist gelogen und das weißt du." "Es- Tim... man es ist alles gut, okay?", wurde Stegi nun etwas lauter, aber in seiner Stimme schwang überwiegend Verzweiflung, was auch Tim bemerkte, denn er nahm ihn einfach seufzend in den Arm. "Du kannst doch mit mir reden kleiner. Das hast du sonst auch immer gemacht.", murmelte er in die Mütze des kleineren und atmete den lange vermissten Geruch ein. Stegi drückte sich näher an Tim und krallte sich in dessen Hemd, was er heute lässig über einem schwarzen Shirt trug. "Kleiner bist du dir sicher, dass es dir gut geht?" "Ja, aber danke Tim", murmelte Stegi und hob seit dem Gesprächsanfang das erste Mal den Kopf. Er sah direkt in die braunen Augen Tims und verlor sich in ihnen. "Stegi ich vermisse dich...", murmelte Tim dann plötzlich leise und legte seine Hände an Stegis Wangen. Er strich langsam mit dem Daumen über diese und beugte sich langsam zu ihm runter. Auf Stegis Lippen bildete sich ein seichtes Lächeln und er streckte sich ein bisschen, um Tims Lippen endlich wieder auf seinen spüren zu können.
Die Hände von Stegi lagen an Tims Seiten und krallten sich wieder leicht in das Hemd des braunhaarigen.
Der anfänglich noch sanfte und zaghafte Kuss wurde mit der Zeit stürmisch und wild. Stegi wurde sanft aber bestimmend an die Tür des Abstellraums gedrückt und hatte seine Hände mittlerweile in Tims braunen wuscheligen Haaren vergraben. Ein leises Keuchen entwich ihm, als Tim sanft in seine Lippe biss und sich dann löste. Beide Gesichter zierte ein breites Grinsen und rote Wangen sowie Lippen. "Ich dich auch Tim.", hauchte Stegi fast schon atemlos und holte tief Luft, da der Kuss ihm gerade all seine Luft geraubt hatte.
Es war totenstill bis auf das schwere atmen der beiden war nichts zuhören. "Wir müssen in den Unterricht.", unterbrach Stegi die angenehme Stille und drückte Tim vorsichtig aber bestimmt weg. "Warte!" Stegi drehte sich fragend um, da er sich schon zum gehen gewandt hatte. "Ist es dir unangenehm dich mit mir zu zeigen?" "Was? Quatsch, Tim geh zu Informatik und denk nicht über sowas nach." Stegi huschte aus der Tür und fuhr sich durch die zerzausten Haare. Moment, er konnte sich so durch die Haare fahren? Er seufzte genervt. Tim hatte ihm wieder die Mütze geklaut.
Genervt grummelnd ging er in den Deutschunterricht und entschuldigte sich mit der Ausrede, er hätte noch was mit der Sekretärin besprechen müssen.

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Hallo meine Früchtchen^^

Wer von euch hat auch so einen 'Fidget Spinner'? xD
Ich hab mir einen billigen gekauft und finde die eigentlich ganz witzig so als nebenbei Beschäftigung.
Was ist eure Meinung zu den Teilen?

Bis denn meine Früchtchen<3
~Maddi

»Vertauschte Leben« Stexpert Lies diese Geschichte KOSTENLOS!