46. Gemeinsamkeiten

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Stegis Idioten sicherer Plan hatte sich als absolut nutzlos herausgestellt. Er hatte einen blauen Fleck an der Seite, einen am Oberarm und ihm wurde vors Schienbein getreten. Tja und gedroht, dass sie ihm den Arm brechen würde, wenn er jemandem davon erzählen würde, hatten sie auch. Und dass diese Typen ihre Drohungen war machten, war jetzt ja klar wie Kloßbrühe.

Frustriert seufzend schmiss Stegi den Stift auf den Schreibtisch. Mathe war und ist Scheiße! Er lehnte sich zurück und fuhr sich durch die Haare. Tim war heute nicht mit zu ihm gegangen. Wie auch, wenn Stegi nicht auf ihn wartet? Er hatte auch schon nach der sechsten frei und wollte auf keinen Fall ein blaues Auge riskieren, wenn Tim wieder seine Hand auf dem Nachhauseweg nehmen würde. Vielleicht klang das jetzt egoistisch, aber was sollte er denn machen?
Er betrachtete seufzend ein Bild von sich und Tim und irgendwie hatte Tim auf diesem Ähnlichkeit mit Stegis Vater. Nachdenklich legte er den Kopf zur Seite. Die Augen, das Grübchen an bloß einer Wange (es war die Linke) und die selbe Nase. Ja vielleicht klang das jetzt erstmal merkwürdig, aber Tim hatte die selbe Nase wie Stegis Vater. Misstrauisch stand Stegi auf und lief nach unten ins Wohnzimmer zu einer schwarzen Kommode, wo die Familie unter anderem alle Bilder lagerte. Stegi öffnete die Schublade und nahm alle Fotoalben heraus. Das nach oben tragen dürfte jetzt zwar etwas schwer, aber wahrscheinlich nicht unmöglich werden.

Oben schmiss er erschöpft alle Alben aufs Bett. Sein Arm tat weh und das nicht nur durch die Alben.
Seufzend setzte er sich mit aufs Bett und fing an alle einzelnd durchzuschauen. Immer wieder entnahm er vorsichtig ein Foto, wo sein Vater zusehen war und legte es neben sich. Das gleiche tat er mit Fotos, wo Tim drauf abgebildet wurde.

Stegi klappte das letzte Album zu und stapelte alle fein säuberlich neben seinem Bett. Er nahm sich die Fotos und ging zu einer leeren Wand, die etwas durch sein Bücherregal verdeckt wurde. Auch ein paar dünne Nadeln hatte er schnell im Haus gefunden und hing nun die Fotos an die Wand.
Die Mathehausaufgabe waren schon längst vergessen, denn das hier würde eh nicht mehr aus Stegis Kopf gehen, bis er zu einer plausiblen Lösung gekommen war. Er nahm sich kleine Zettel und schrieb auf diese die eben festgestellten Gemeinsamkeiten von Tim und seinem Vater. Dann pinnte er auch diese an die Wand. Er kam sich ja schon etwas wie ein Kommissar in einer dieser Krimiserien auf SAT1 oder Kabel1 vor, die hatten ja auch immer auf so Tafeln die Beweisfotos und sowas hängen. Cool fand er das ja schon irgendwie...
Wer weiß, vielleicht würde er ja mal Kriminalkommissar werden.
Er lachte leise bei dieser Vorstellung.
Kopf schüttelnd setzte er sich in den Schneidersitz und dachte nach. War Stegis Vater vielleicht vorher mit Tims Mutter zusammen und hatte dann doch Stegis Mutter Marcella geschwängert und geheiratet? Das würde heißen Tim und er wären auf irgendeine Art verwandt... das wäre ekelig! Er hoffte also auf eine andere Lösung. Nachdenklich biss er sich auf die Lippe. Warum sahen sie sich so verdammt ähnlich?

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Hallo meine Früchtchen^^

Ich hab noch bis Mittwoch Schule und dann Sommerferien und ich hoffe, dass es ab dann wieder vernünftig weiter geht. :3

Bis denn meine Früchtchen<3
~Maddi

»Vertauschte Leben« Stexpert Lies diese Geschichte KOSTENLOS!