Kapitel 8

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„Daaaaad...lass Sharon in Ruhe.Sie sagt nur die Wahrheit!“,schrie Nick, der alles mitbekam. Ich stotterte: „Nnnnnniiiiccck haaallt diich da bittttte raus!“-„Wie soll ich mich da bitte raushalten, wenn vor meinen Augen meine Schwester geschlagen wird,obwohl sie die Wahrheit sagt.“,schrie er. „Nick,jetzt halt dein Maul und hör wenigstens jetzt Mal auf deine Schwester!Solange du mir nicht Beweisen kannst, das ihr nur befreundet seit und nicht zusammen seit, hast du Hauserrest und Nick für dich gilt das gleiche!“,sagte mein Dad streng und verschwand im Wohnzimmer. Ich hielt mir immer noch meine linke Wange, sie schmerzte so richtig doll. Es fühlte sich an, als ob ich mir ein Knochen gebrochen hätte oder schlimmeres. „Gehts Süße?“,fragte mich Nick. Er hockte sich neben meine Stuhl und drehte mich zu sich. Ich heulte jetzt einfach nur noch los. Ich war verzweifelt, wie soll ich Dad bis spätestens Dienstagnachmittag Beweisen, dass ich nicht mit Mario zusammen bin. Nick nahm mich liebevoll in den Arm und strich mir sanft über den Rücken. Es berühgte mich etwas und ich schaute ihm ins Gesicht. Ich wollte gerade was zu ihm sagen, als er mich erschrocken und wie versteinert an. „Was ist Nick?“,sagte ich mit schluchzender Stimme. Er stand einfach auf und ging ins Wohnzimmer zu Dad. „Oh nein..jetzt nicht Nicks Ernst.Ich hoffe er macht keinen Fehler und fängt sich selber eine!“,dachte ich. Ich wollte gerade aufstehen und zum Wohnzimmer laufen, als ich laut starkes Geschrei hörte. Nick und mein Dad schrien sich richtig an. Meine Mum kam die Treppe runter geeilt und guckte mich ganz verstutz an. „Was ist den mit dir passiert?“,fragte sie mich besorgt. „Ach ist schon gut. Helf lieber Nick!“,sagte ich und zeigte mit der rechten Hand auf die Wohnzimmertür. Meine Mum lief hin und versuchte die Streithähne auseinander zu bekommen, was ihr nach ein paar Minuten auch gelang. Nick kam wieder zu mir in die Küche und holte aus der Gefriertruhe ein Kühlpack. Ich hatte meine Hand immer noch auf meiner Wange liegen. Nick kam mit dem Kühlpack, was er inzwischen in ein Stück Küchenpapier gepackt hatte, auf mich zu. Er nahm behutsam die Hand von meiner Wange weg und hielt mir das Kühlpack dagegen. Ich zuckte mit meine Gesicht weg und wollte das teil am liebsten nicht wieder auf der Wange haben, aber Nick sah mich so energisch an, dass ich mir das Kühlpack schnappte und selber drauf hielt. Ich verzog immer mal wieder vor Schmerz das Gesicht. Mir kullerten immer noch Tränen das Gesicht runter und ich zitterte am ganzen Körper. Nick nahm mich wieder in den Arm und versuchte mich zu beruhigen, was ihm auch zum teil klappte. Wir hörten aus dem Wohnzimmer lautes Schrein, was ich meiner Mum und meinem Dad zuordnete, da es Nick nicht sein konnte. Ich fing wieder stärker an zu heulen und Nick meinte zu mir: „Lass uns in dein Zimmer gehen, dann musst du dir das nicht anhören.“ Ich nickte nur, da ich kein Wort aus mir herausbekam. Nick stütze mich die Treppe hoch bis in mein Zimmer. Ich lief einfach nur wackelig und konnte auch nicht wirklich klar denken, da ich eine Idee brauchte um Dad zu Beweisen, dass da nicht zwischen mir und Mario läuft. Ich lies mich wie ein Sack Kieselsteine auf mein Bett fallen. Nick setzt sich zu mich und strich mir wieder beruhigend über den Rücken. Ich wollte was sagen, aber ich bekam vor schmerzen und weil ich so zitterte nichts aus meinem Mund. Als könnte Nick Gedanken lesen sagte er: „Es muss doch einen Beweis geben.Schreib ihm doch oder ruf ihn an.“ ich schüttelte den Kopf, da ich ihn nicht mit meine Problemen voll labern wollte und ich wusste eh, dass er mir nicht helfen kann. Ich hatte mich jetzt langsam von Schock dann auch beruhigt, aber mein Wange schmerzte immer noch. Sie stach, prickelte und durch das kühlen, tat sie eigentlich noch mehr weh. Man hörte immer noch Geschreie von unten, aber plötzlich war es still. Die Haustür knallte und man hörte wie jemand die Treppe hoch kam. Ich hoffe so, dass nicht Dad nach oben kam. Meine Zimmertür ging ganz vorsichtig auf und meine Mum schaute durch den Türspalt. „Schatz..wie geht’s dir?“,fragte sie mich besorgt. „Wie es ihr geht???Das fragst du sie noch.Du siehst doch wie es ihr geht!“,fuhr Nick hoch, der total sauer war. „Junger Mann, du musst deine Wut nicht an mir auslassen!Du gehst jetzt am besten mit irgendeinem deiner Freunde in die Stadt und lenkst dich ab.Ich kümmere mich schon um Sharon.“,sagte meine Mum. Nick lief noch kurz zu meinem Nachtisch und ging dann aus dem Zimmer. Meine Mum setzte sich neben mich und sagte: „Zeig mal her.“ Ich nahm das Kühlpack von meiner Wange und meine Mum machte große Augen. Ich verstand sie nicht, dass ist doch nur rot und nichts weiter. Nick hatte auch schon so komisch reagiert. „Das sieht ganz und gar nicht gut aus Maus.Das solltet sich mal lieber ein Arzt angucken.“ Jetzt fiel mir vor Schreck das Kühlpack aus der Hand, da es noch nie so schlimm war. Das Küchenpapier, wo das Kühlpack drin war, war leicht rot. „Ich bin bei Jason!“,schrie Nick die Treppe hoch und öffnete die Haustür und ging. Meine Mum zog mich an meinem Arm hoch und lief mit mir die Treppe runter. Sie schnappte sich den Autoschlüssel und eine Jacke. Ich stieg ins Auto und meine Mum fuhr zum Krankenhaus. Ich hielt mir meine Hand wieder an die Wange, da sie schmerzte und es mir sichtlich peinlich war mit so was in der Öffentlichkeit rumzulaufen. Der Krankenhausbesuch verlief schnell und ich war in nicht mehr als einer halben Stunde wieder zu Hause und lag in meinem Bett. Der Arzt verschrieb mir Schmerztabletten und gab uns eine Salbe mit, womit ich die Wange jede zwei Stunden einschmieren musste. Ich hatte Langeweile und wollte meiner besten Freundin Jyle eine SMS schreib. Ich wollte mein Handy von meinem Nachtisch nehmen, doch da lag es nicht. Ich suchte das ganze Zimmer ab, bis mir einfiel, dass Nick, bevor er weggegangen ist, an meine Nachtschrank war. „Dieser kleine Schlingel hat doch irgendetwas vor. Hoffentlich ruft er Mario nicht an!“,dachte ich.

Zwischen Familie und der großen Liebe (Mario Götze)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!