„Das liegt alles hinter mir! Ich erledige jetzt dieses Ding und dann will ich nie mehr etwas mit solchen Sachen zu tun haben, und an meine Schulzeit werde ich auch nicht mehr denken!“

Nun stand Jonas direkt vor der Statue. „Der Dämon hat sicherlich schon bemerkt, dass ich ein Schwert dabei habe, aber ob er merkt, dass es keine gewöhnliche Waffe ist?“

Schweigend und bewegungslos sah die Statue auf ihn herab. „Ich werde versuchen, das Ding jetzt dazu zu bringen, sich zu bewegen und die Sache nach Möglichkeit beenden. Vielleicht denkt der Dämon ja, ich wäre einer dieser Dorfbewohner, die sich entschlossen haben, ihre Angehörigen zu rächen. Sicherlich hat der Dämon bereits gemerkt, dass sich etwas gegen ihn zusammen braut und er freut sich schon auf viele Opfer! Aber so macht er vielleicht den Fehler und unterschätzt mich und vor allem mein Schwert!“

„Hallo Franzel! Ich bin Jonas! Jetzt rate mal, was ich mit dem Schwert vorhabe!“, sagte Jonas zu der Statue und kam sich ziemlich blöd vor. Aber etwas besseres oder beeindruckenderes war ihm leider nicht eingefallen.

„Franzel, willst du dich nicht mit mir unterhalten? Übrigens, ich habe neulich schon so einen wie dich vernichtet. Das heißt, ganz so wie du war er nicht, er war viel mächtiger und stärker! Das einzige, was er wirklich mit dir gemeinsam hatte war die Feigheit! Denn feige seid ihr Dämonen doch alle. Ihr traut euch nur an hilflose Opfer heran, oder warum bist du noch nicht zum Leben erwacht, obwohl ich die ganze Zeit mit meinem Schwert vor dir stehe und dich beleidige? Aber ich habe eine Idee!“, sagte Jonas und holte mit dem Schwert aus.

Sein Schlag traf mit einem dumpfen Geräusch die Brust der Statue und einige Steinsplitter flogen herum. Jonas war überrascht. Zumindestens ein wenig hatte sein Schwert die Statue beschädigen können.

Doch sein Schlag hatte noch weitere Folgen, denn nun begannen die Augen der Statue rot zu glühen, was von Jonas halb mit Zufriedenheit und halb mit Angst zur Kenntnis genommen wurde.

„Ich muss noch einmal zuschlagen, bevor der sich auf mich stürzt, so halb zum Leben erwacht ist er ja schon,“ dachte der junge Mann und schlug zu.

Dieses Mal traf er den Oberarm des Dämons und statt in Stein bohrte sich sein Schwert in Fleisch. In Dämonenfleisch.

Franzel, die Dämonenstatue, schrie auf und machte einen schnellen Satz auf Jonas zu. „Dafür wirst du bezahlen! Wie konntest du mich überhaupt verletzen?“, zischte der Dämon mit einer bösartigen, kalten Stimme, während Jonas einen Schritt zurück wich und gleichzeitig ausholte, um erneut zu zu schlagen.

„Da staunst du, was?“, fragte er und wunderte sich, woher er überhaupt den Mut nahm, die Statue zu provozieren.

„Noch vor ein paar Wochen wäre ich jetzt schreiend davon gelaufen, wenn eine steinerne Statue in einem kleinen bayerischen Dorf plötzlich lebendig geworden wäre uns sich mit rot leuchtenden Augen auf mich gestürzt hätte,“ dachte Jonas. 

Aber das war früher gewesen....

Nun hob die Statue ihren Stock und fing einen Schlag, den Jonas mit seinem Schwert ausführte, ab, jedoch der Stock wurde dabei angeritzt. Leider zerbrach er nicht, statt dessen startete der Dämon nun ebenfalls einen Angriff und schlug mit seinem Stock zu.

Jonas konnte nicht mehr ausweichen, er hatte bereits gemerkt, dass dieser Dämon anscheinend weniger kampferfahren und schwächer, dafür aber schneller als sein vor wenigen Tagen besiegter Artgenosse war.

Der Schlag traf Jonas auf seine verletzen Rippen, er hörte ein Knacken und unterdrückte nur mit Mühe einen Aufschrei. Fast hätte er sein Schwert fallen lassen.

Bevor er ausweichen konnte schlug der Dämon noch einmal zu und sein Stock traf Jonas an der Stirn. 

Für einen Augenblick wurde es ihm schwarz vor Augen und er drohte zu Boden zu fallen.

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