Kapitel 7

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Sharon's Sicht:

Ich war so überwältigt von der letzten SMS von Mario, dass ich fast heulen musste. Wir standen jetzt ungefähr schon zwei Stunden im Stau und mein Dad regte sich immer mal wieder über mich auf. Nick und ich stellten die Musik schon so laut, dass wir ihn nicht hören konnten. Er konnte es ja einfach nicht lassen, mich in aller Öffentlichkeit beziehungsweise vor Mum und Nick fertig zu machen. Ihr müsst wissen, dass Nick für meine Dad alles ist, egal was er macht. Ich dagegen werde bei jeder Kleinigkeit an geschissen und gedemütigt. Ich hatte mich schon daran gewöhnt, aber ich schluckte es nur runter und innerlich zerfraß es mich. Nick und Mum wussten es genau und versuchten es meinem Dad immer wieder klar zu machen, aber er verstand es halt einfach nicht. Ich wollte abschalten und schaute wieder aus dem Fenster. Es zogen graue Wolken auf und ich hatte das Gefühl es fängt jeden Moment an zu regnen. Und wie mein Gefühl Recht hatte. Ehe ich mich versah, fing es an zu regnen. Ich schaute den fallenden Regentropfen zu und träumte vor mich hin. Meine Augenlider wurden schwer und sie fielen mir zu. Ich schlief den Rest der Autofahrt und wurde erst wieder wach, als mich Nick versuchte aus dem Auto zu tragen. Ich streckte mich und guckte verschlafen in Nicks Gesicht. „Ey du Langschläfer!Du bekommst echt nichts mehr mit“,sagte Nick zu mir und nahm seine Hände von mir. Ich drehte mich mit meinen Füßen zur offenen Tür. Verschlafen stand ich auf und streckte mich erst mal. „Da wird einer wohl die Nacht nicht viel schlafen“,sagte meine Mum und lächelte mich an. Ich wackelte zu Tür, da meine Beine sich taub anfühlten. Nick lief wie mein Freund hinter mir und achtete darauf, dass ich bloß nicht stolperte oder auf die Schnauze flog. An der offenen Haustür angekommen, fielen mir die Augen wieder zu und ich fiel zurück. Im letzten Moment konnte mich Nick noch auffangen, sonst wäre ich mit meinem Hinterkopf auf die Stufen gefallen. „Wie kann man nur so müde sein?“, fragte mich Nick. Ich murmelte nur irgendwas vor mich hin und döste vor mich hin. Ich bekam nur mit, wie Nick eine seiner Hände unter meine Kniekehlen packte und mich hoch hob. „Man bist du leicht!“,bekam ich noch mit und lehnte mich mit meinem Kopf an seine Schulter und schlief ein.

Am nächsten Morgen wurde ich durch einen lauten Aufschrei meines Dads wach. Ich schaute mich erst mal um und fragte mich in Gedanken: „Wo bin ich eigentlich?“ Als ich mich dann genauer umsah, fiel mir auf das ich in meinem Bett lag und noch meine Klamotten von gestern an hatte. Ich sprang auf und lief die Treppe runter. Von weitem konnte man schon meinen Dad hören, der sich über irgendetwas mal wieder total aufregte. Als ich die Küchentür öffnete guckte er mich streng und böse an. Ich verstand nicht warum und setzte mich auf meine Stuhl. Er stand auf und klatsche mir die Sonntagszeitung mit einem Artikel über Mario Götze vor die Nase. „Kannst du mir bitte das mal erklären??Seit wann läuft was zwischen dir und diesem Oberschnösel von Fußballer?“,schrie er mir ins Ohr, da er hinter mir stand. Ich drehte meinen Kopf und schaute ihn total verwirrt und unschuldig an. „Du brauchst mich gar nicht so unschuldig an gucken. Erklär mir das und zwar jetzt!“,schrie er wieder. Bevor ich ihm antworten wollte, las ich mir erst mal den Artikel durch.

Zeitungsbericht:

Betrügt Mario Götze seine Freundin mit diesem Mädchen?

Dortmund

Am gestrigen Nachmittag wurde Mario Götze vor und nach dem Spiel mit diesem Mädchen gesehen. Betrügt er etwa seine Freundin Ann-Kathrin Brömmel mit einer Anderen? Nachdem Spiel gegen Gladbach wurde er etwa 20 Minuten mit ihr am Spielfeldrand gesehen. Er gab ihr sein Trikot und seine Trainingsjacke mit. Bevor sie weggegangen ist, umarmten sich die Zwei innig und er wischte ihr vermutlich eine Träne aus dem Gesicht. Was läuft zwischen den beiden und was sagt Ann-Kathrin dazu. Wir bleiben für sie an dem Thema dran.

Mir blieb die Spucke im Hals stecken und ich wusste gar nicht, was ich zu meinem Dad sagen sollte und wie ich es ihm erklären sollte. Nick, der gerade erst in die Küche reinkam, sah wie geschockt ich auf meinem Stuhl saß und wie Dad hinter mir stand. Ich hatte das Gefühl, er würde mir jeden Moment eine Ohrfeige verpassen. „Na..kommt da noch eine Erklärung!!Ich warte!“,sagte er streng zu mir. Ich schluckte erst Mal bevor ich ansetzte etwas zu sagen. „Ähm...da läuft rein gar nichts zwischen uns.Wir haben uns da zu erst Mal gesehen.Ich wollte mich einfach noch mal Bedanken dafür, dass er mir geholfen hat zu meinem Platz zu kommen.Und wenn du mir nicht glaubst, dann hast du halt Pech gehabt.“,sagte ich etwas ängstlich, aber auch patzig. Ehe ich mich jetzt versah, saß seine Hand an meiner linken Wange. Ich hielt sie mir sofort nach dem Schlag. Diese Reaktion kannte ich schon zu gut von meinem Dad.

Zwischen Familie und der großen Liebe (Mario Götze)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!