Kapitel 4

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Also ging ich den leeren Gang hinunter, bis jemand aus einem andern Gang kam. Ich war zuversichtlich, das die Person mir helfen konnte. „Ähm..entschuldigen. Ich hab mich verlaufen und suche den Block 41.Kannst du mir eventuell da weiter helfen?“,fragte ich die Person. Ich hatte in der Zeit die Person eingeholt und als er sich umdrehte, war ich geschockt. Vor mir stand Mario Götze!! Ich schrie gedanklich auf. Mein Herz fing an zu rasen, als würde ich ein Marathon laufen. „Na klar kann ich dir helfen.Ich kenne das Stadion wie meine Westentasche.In welchen block musst du den?“,fragte er mich. Ich war immer noch schockiert und brauchte eine Weile, bis ich auf die Frage von ihm reagieren konnte. „Ähm..ich muss in Block 41“,sagte ich mit zittriger Stimme. „Komm mit,ich bring dich einen der Securityleuten,die werden dir dann weiter helfen. Folg mir einfach.“,sagte er und lächelte. Er ging weiter und lief neben ihm. Es war Still zwischen uns. Ich konnte einfach nichts sagen, ich hätte nie im Leben damit gerechnet, das ich hin hier antreffen werde. Wir waren schon in den Katakomben angekommen, als die Kabinentür aufging und Marco Reus raus kam. „Mario,jetzt komm mal in die Kabine.Wir müssen uns umziehen und aufwärmen.“,sagte Marco zu ihm. Er sah wohl nicht das ich neben ihm lief, bis Mario antwortete:„Marco, ich komme gleich.Muss nur noch einen unserer Fans zu den Securityleuten bringen.“ Ich stand immer noch unter Schock, als wir dann bei den Leuten von der Security ankamen. „Ey Max,kannst du sie eben zu ihrem Block bringen.Hat sich verlaufen“,sagte Mario. Ich stand jetzt direkt bei den Trainerbänken und ich konnte das ganze Stadion sehen. „Na klar,mach ich doch gerne Mario.“,sagte Max. „Danke ,das du mir geholfen hast.Viel Glück beim Spiel“,sagte ich und guckte ihm dabei in seine braunen Augen. „Ach nichts zu danken.Einem Mario Götze Fan helf ich immer wieder gern!“,sagte er und lächelte.“Ähm woher weißt du den jetzt das ich ein Fan von dir bin?“,fragte ich hin total verwirrt. Er musste lachen. Ich kam wirklich nicht drauf, bis mir einfiel das ich meine Götzepulli an hatte. Mir war das ganz schön peinlich und mein Gesicht lief rot an. „Ich muss dann jetzt auch zu den andern.Dir noch einen schönen Tag im Stadion“,sagte er und ging in Richtung Kabine. „Mario..ähm..könnte ich vielleicht dein Trikot nach dem Spiel bekommen?“,fragte ich ihn. Er drehte sein Kopf und sagte: „Meld dich nach dem Spiel einfach bei Max.Der lässt dich schon zu mir.“ Jetzt war ich in der Obhut von Max, der mich dann zu meinem Sitzplatz brachte. Nick schaute mich etwas verwundert an und fragte mich: „Wo bist du gewesen. Mum und Dad suchen dich schon die ganze Zeit.“-„Ach das ist ne lange Geschichte.“,sagte ich und setzte mich auf meinen Sitzplatz. Nick starrte mich an, er wollte wohl sagen, komm jetzt erzähl schon. Ich wollte nichts sagen. Ich musste das erst mal selber verdauen. Nick stupste mich ständig an, er hörte einfach nicht auf. „Kannst du nicht mal aufhören!“,rief ich genervt. „Ich hör auf wenn du mir erzählst wo du warst.“,sagte er fordernd. Ich wollte eigentlich nicht nachgeben, aber das ständige stupsen nervte schon. „Also gut.Ich erzähls dir.“,sagte ich immer noch leicht genervt. Als ich ihm alles erzählt hatte, kamen schon die Spieler aus den Kabinen ins Stadion. Ich suchte wie verrückt nach Mario, als ich ihn dann neben Marco liefen sah. Es sah so aus, als würde Marco ihn ausquetschen wie Nick mich. Das Aufwärmtraining war schnell vorbei wie eine Zeitreise in die Zukunft. Es war 15:25 Uhr und die Mannschaften liefen aufs Feld. Mario lief hinter Marco ins Stadion ein. Meine Eltern waren inzwischen Zeit auch wieder zu unseren Plätzen gekommen. Sie machten mir total die Vorwürfe, dass ich mich nicht gemeldet hätte, als ich am Sitzplatz war uns so. Ich hörte meinen Eltern kaum zu, da das Spiel schon längst angefangen hatte. Die Dortmunder hatten das Spiel schon sehr früh unter Kontrolle und kam auch schon in der 20min zu einer Torgelegenheit. Die 29. Spielminute lief und Marco Reus setzte Mario mit einem langen Pass in den Strafraum gekonnt in Szene. Mario lief auf den Gladbacher Torwart zu und wurde zu Fall gebracht. Das Stadion und insbesondere ich schrien auf:„FOUL!ELFMETER!“ Der Schiedsrichter pfiff und zeigte direkt auf den Elfmeterpunkt. Die Fans jubelten, weil ihnen die Endscheidung des Schiris gefiel. Mario nahm den Ball in die Hand und legte ihn behutsam auf den Punkt. „Oh mein Gott.Er will selber schießen!Jeder Fußballfan weiß, das der Gefoulte nie selber schießen soll.Hoffentlich versenkt er den Ball im Tor!“,dachte ich mir. „Ich kann nicht hinsehen!“,sagte ich zu Nick und meiner Mum. Meinen Dad ignorierte ich den ganzen Tag schon. Alle Spieler, bis auf der Torwart und Mario. Standen an der Strafraumgrenze. Ich sah, wie Mario noch ein mal tief Luft holte und dann auf den Pfiff des Schiris anlief. Ich wollte wirklich nicht hinsehen, aber die Neugierde lies mich aber nicht weggucken. Es waren nur noch zwei Meter, bis er den Ball erreichte. Er schoss und der Ball flog oben links ins Eck. Verwandelt!! Der Torwart landete in der anderen Ecke. Die BVB-Fans sprangen auf und jubelten. Ich schrie auf und sprang meinem Bruder in die Arme. Mario lief in Richtung der Trainerbänke und meines Blockes. Er jubelte, sprang in die Luft und schrie seine Freude raus. Die Mannschaftskollegen liefen zu ihm und feierten ihn. Marco nahm ihn in den arm. Das sah so süß aus, wie zwei Brüder. Als Marco ihn los lies, guckte er suchend in meinen Block. „Suchte er etwa mich?“,fragte ich mich in Gedanken. Plötzlich stoppte sein scannender Blick und lächelte hoch. Er lächelte in meine Richtung, aber er könnte genauso die Frauen hinter oder vor mir meinen. Ich nahm es erst mal so an, das er mich meinte, aber ich zweifelte trotzdem an dem Gedanken. Nick sah wohl auch, das Mario hier hin schaute und sagte: „Da hat ja jemand einen neuen Verehrer!“ Er wusste genau, das er mich mit so was zur Weißglut, aber auch zum Nachdenken brachte. Aber diesmal musste ich nicht Nachdenken, sondern er brachte mich auf 180. Vor lauter Frust in dem Moment, wegen seinem blöden Spruch, boxte ich ihm ganz schön heftig in die Seite. „Das hast du zum letzten mal gesagt!Verstanden!!“,schrie ich ihn an. Mein Dad guckte mich böse an und streckte den Zeigefinger in die Luft um mich zu ermahnen. „Fick dich!“,dachte ich. Der Stadionsprecher Norbert Dickel schrie ins Mikro: „Torschütze in der 31 Minute unsere Nummer 10: MARIO....“-„GÖTZE!“,schrie ich und der Rest des Stadions. Nachdem ich „Götze“ geschrien hatte, musste ich erst mal Luft holen. Mein Hals war trocken und ich hatte für ein paar Sekunden keine Stimme mehr. „Wenn ich so weiter schreie,bin ich morgen heißer,wenn nicht sogar meine Stimme los!“,dachte ich mir. Das Spiel lief schon längst weiter und auch Marco hatte eine groß Chance, doch diese nutze er nicht. Nick war darüber etwas traurig, war ja klar, sein Vorbild sollte und musste treffen. Der Schiri pfiff genau nach den ersten 45min ab. Alle Menschen, die was zu Essen oder trinken haben wollten oder ein ganz anders Bedürfnis hatten, stürmten raus. Mario trappte als letzter vom Spielfeld. Ich beobachte ihn die ganze Zeit schon. „OMG!!!!Er ist so heiß!!!*_*“,dachte ich. „Guck mal wer dich anguckt und dir zuzwinkert“,sagte Nick und riss mich völlig aus meinen Gedanken und Vorstellungen. Ich guckte erst um mich bis Nick mit seinem Finger auf Mario zeigte. Jetzt nicht sein Ernst, guckte er gerade wirklich zu mir oder guckte er zu einer anderen. Ich saß die Halbzeitpause auf meinem Platz und starrte immer wieder auf den Kabinengang. Mir kam die Halbzeitpause tierisch lang vor. Doch dann kamen die Spieler wieder zurück aufs Feld. Die Menschenmassen die vorher raus gestürmt waren,sind inzwischen wieder an ihren Plätzen. Der Schiri pfiff die Partie wieder an. Die Gladbacher kamen stärker ins Spiel und hatten auch so einige Chancen. Die größte Chance hatte Gladbach in der 77min durch Armin Younes, doch Roman weidenfeller konnte sie mit einer glanz Parade vereiteln. Auf einmal sprang die Zeit schon auf die 88min. Es stand immer noch 1:0 für den BVB. Und unsere Spieler starteten den letzten Angriff. Ilkay leitet den Konta ein und spielte einen langen Ball auf Mario. Mario lief mit dem Ball auf den 16er zu, dribbelte zwei Gladbacher aus und schaute noch mal zurück. Er sah das Marco ganz frei war und spielte den Ball quer zu ihm. Marco nahm den Ball direkt an und lief aufs Tor zu. Der Torwart lief ein kleines Stück auf ihn zu, doch Marco schlug einen hacken und schoss aufs leere Tor. Der Ball landete in der langen Ecke. Ich und der Rest des Stadions schrien auf. Diesmal sprang nicht ich Nick in die Arme, sondern er mir. Mario lief direkt zu Marco. Beide beugten sich kurz nach vorne und sprangen dann seitlich gegeneinander. Ich musste grinsen.xD Der Stadionsprecher feierte Marco. „Torschütze mit der Nummer 11 MARCOOOO......“-„REUSSSSSSS!“ Das Spiel dauerte nur noch eine Minute. Der Schiedsrichterassistent zeigte keine Nachspielzeit an. Die letzten zwei Sekunden liefen, die Fans feierten die Mannschaft und ich insbesondere Mario.*PFIFF* Der Schiri pfiff ab. „Sieg“,dachte ich,“soll ich später beziehungsweise gleich runter zu ihm?“ Nick stupste mich an und sagte: „Na geh schon runter.Ich geh mit Dad vor. Mum wird warten.“Ich blieb noch eine Minute auf meinem Platz sitzen,bis ich mich dann überwunden hatte aufzustehen und zu ihm zu gehen. Ich ging langsam die Treppe nach unten und stand jetzt vor dem Tor,wo ich vor Spielbeginn durch gegangen bin. Ich wusste ja wen ich ansprechen sollte, aber jetzt traute ich mich nicht. „Ey...komm durch.Mario wartet schon auf dich“,sagte plötzlich eine tiefe etwas raue Männerstimme zu mir.Ich guckte mich kurz um und sah Max.

Zwischen Familie und der großen Liebe (Mario Götze)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!