Kapitel 3

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Ich guckte Nick fragend an und er sagte:„Man du Dorftrottel,wir fahren doch jetzt nach Dortmund um uns das Spiel anzugucken.Das du das nicht weiß ist ja mal ein Wundern.Du laberst mich mehr als 2 Monate damit voll,dass wir dahin fahren und jetzt wo es soweit ist,weißt du es nicht mehr.“-„OH MEIN GOTT,wie konnte ich das vergessen.Das kommt bestimmt wegen der Sache mit Dad und so.“,sagte ich zu Nick und grinste. Mich hielt es nicht mehr in meinem Bett und ich sprang auf und rannte wie von Hornissen verfolgt ins Bad. Ich zog meinen Schlafanzug aus und sprang unter die Dusche. Das warme Wasser tat gut und ich wollte erst gar nicht wieder aus der dusche kommen, als Nick wie bescheuert an der Tür klopfte und rief:„Sharon,jetzt mach mal hin.ich will auch noch unter die Dusche und muss mich auch noch fertig machen.“-„Jaja..ich beeile mich ja.Du brauchst nie im Leben so lange wie ich und deshalb stör mich nicht weiter,dann bin ich auch schneller fertig.“,sagte ich und stand jetzt im Handtuch gewickelt vor dem Spiegel. Ich suchte nach meinem wasserfesten Mascarer und meinem lieblings Lippenstift. Ich schloss die Badezimmertür auf und öffnete sie. Nick stand vor mir und guckte mich. „Wir gehen ins Stadion und nicht zu einer Modeschau.Du brauchst dich nicht so aufbrezeln.“,sagte er lachend. „Irgendwann wirst du verstehen warum Mädchen das tun,egal wo hin es geht,ob ins Stadion oder einfach nur in die Stadt.“,sagte ich zu ihm lachend und ging zurück in mein Zimmer. Ich stand immer noch im Handtuch da und überlegte jetzt schon gefühlte 20 Minuten nach,was ich anziehen sollte. Nick lief in Boxershorts zu seinem zimmer und guckte in mein Zimmer. Er musste lachen. „Du stehst jetzt nicht ernst haft noch vor deinem Kleiderschrank und überlegst was du anziehst.Zieh doch einfach deine lieblings Jeans und deinen Mario Götze Pulli an.Das kann doch wohl nicht so schwer sein.Ich werde euch Mädchen echt nie verstehen.“,sagte er und verschwand in seinem Zimmer. Er hatte wirklich Recht,wieso zerbreche ich mir hier gerade den Kopf darüber was ich anziehe,obwohl ich das anziehen kann was ich liebe. Ich suchte wie verrückt nach meiner lieblings Jeans und meinem Götzepulli.„Sharon,Nick beeilt euch mal.Wir müssen jetzt los fahren.“,schrie meine Mum die Treppe hoch. Ich hatte immer noch nicht meinen Pulli gefunden und kramte all mein Klamotten aus dem Kleiderschrank. Der halbe Kleiderschrank war jetzt auf meinem Boden verteilt, als ich hin der hintersten Ecke meinen Götzepulli fand. Schnell sprang ich in die Klamotten und rannte die Treppe runter.„Fertig,wir können los“,sagte ich. Nick war noch nicht unten, aber ich hörte von oben ein lautes Lachen. Ich hatte meine Zimmertür offen gelassen und Nick sah wie alles mögliche verstreut war. Es sah aus, als hätte ein Bombe eingeschlagen. Nick lachte immer noch, als er unten ankam.„Also so sieht es aus,wenn mein Schwesterherz,wie eine Verrückte was sucht.“,sagte er lachend zu mir. Ich lief auf ihn zu und nahm ihn in den Schwitzkasten und fuhr mit meiner Hand durch seine Haare.„jetzt kann ich mein Haare wieder neu machen!“,sagte er genervt.„Ich dachte es ist egal wie man aussieht wenn man ins Stadion geht.“,sagte ich und musste lachen. Mein Bruder rannte vor den Spiegel in den Flur und richtete seine Haare wieder. Er war schon etwas eitel. Egal wo wir hin gingen, seine Haare mussten sitzen. Das hatte er sich wohl von Mario Götze und/oder Marco Reus abgeguckt.„Nick jetzt komm wir müssen jetzt aber wirklich los!“,sagte mein Mum und stand schon in der Haustür. Ich saß schon im Auto und wartete, das wir endlich losfuhren. Nick kam an gesprintet und sprang neben mir ins Auto.„Das gibt noch mal Rache.“,sagte er zu mir. War mir schon klar das er sich rächen wollte,nur mit was? Mein Dad startete das Auto und wir fuhren los. Wir mussten 6 Stunden mit dem Auto fahren. Ich hatte meine Beats an mein Handy angeschlossen und hörte Musik. Ich hatte mir vor paar Monaten die Beats gekauft,die Mario Götze auch immer trug. Nick schlief schon nach etwa einer halben Stunde im Auto und ich schaute gelangweilt auf die vorbei fahrenden Autos. Ich hibbelte die ganze Zeit im Auto hin und her. Manchmal zur Musik,aber meisten hibbelte ich,da wir nach Dortmund fuhren.„Sharon musst du die ganze Zeit so rumhibbeln. Du weckst sonst noch deine Bruder“,sagte mein Dad zu mir. Ich verstand nicht was er sagte, da die Musik zu laut war.Ich nickte einfach mit dem Kopf und hibbelte weiter rum.xD Ich war richtig aufgeregt und als wir eine Rast einlegten, sprang ich wie ein verrücktes Huhn durch die Gaststätte und über den Parkplatz. Die ganzen Leute glotzen mich an und Nick war das auch irgendwie ganz schön peinlich, aber er kannte mich ja nicht anders. Egal was wir uns anguckten, ob es ein Fußballspiel war oder ein Konzert, ich hibbelte den ganzen Tag durch die Gegend.„Sharon,jetzt lauf doch mal vernünftig und spring hier nicht ständig den Leuten vor die Füße!“,schrie meine Mum. Also versuchte ich meine Aufregung zu unterdrücken und nicht rum zuhibbeln, aber dass gelang mir nicht so wirklich. Endlich am Auto angekommen, stiegen wir alle wieder ein und fuhren weiter. Nick saß jetzt in der Mitte der Rückbank und nicht wie zuvor am Fenster. Wir mussten noch knapp 4 Stunden fahren. Ich versuchte mich etwas zu entspannen und zu chillen. Ich hörte wieder Musik. Ich hatte in der Nacht zuvor kaum schlafen können und deshalb fielen mir jetzt einfach die Augen zu. Mein Kopf fiel auf die Schulter von Nick. Knapp 4 Stunden später, rüttelte jemand an mir und sagte:„Sharon,aufwachen!Wir gehen sonst ohne dich ins Stadion.“ Ich öffnete echt verschlafen meine Augen und sah Nick an. Mir ging der letzte Satz noch mal durch den Kopf. „Wehe ihr geht ohne mich los.Ich bin doch schon wach“,sagte ich. Ich stieg aus dem Auto aus und streckte mich erst mal. Nick knallte die Autotür zu und lies seinen Nacken knacken. Mir lief ein eiskalter Schauer über den Rücken. Wir konnten vom Parkplatz aus das Stadion schon sehen. Jetzt stieg bei mir wieder die Aufregung. Es waren nur noch geschätzte 250m bis wir vor dem Signal Iduna Park standen. Ich hatte nur eine kleine Handtasche mit und stand jetzt total nervös vor der Security. Ich musste meine Arme zur Seite ausstrecken und die Beine etwas auseinander. Die Security tastete meinen kompletten Körper ab. Ich fühlte mich etwas unwohl dabei, weil mich eine fremde Frau einfach am kompletten Körper angrabschte. Nick grinste mich an, da ich nicht wirklich begeistert guckte, als die Frau mich abtastete. Er war schon durch. Als wir alle durch waren, suchten wir unsere Plätze. Wir saßen im Block 41, Reihe 5, Sitzplätze 9-12. ich hatte Sitzplatz 10 und Nick Sitzplatz 11. Das war klare Absicht von uns, das wir diese Sitzplätze genommen hatten. Im Stadion war schon viel los und ich lief hinter meinen Eltern und Nick. Auf ein Mal kam eine große Menschenmasse auf mich zu gestürmt und ich wurde einfach mitgerissen. Plötzlich stand ich in einem verlassenden Gang. Ich sah meine Eltern und Nick nicht und wusste echt nicht wo ich war. Ich hatte ja leider kein Navi bei mir, das mich zu meinem Sitzplatz führte.

Zwischen Familie und der großen Liebe (Mario Götze)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!