Kapitel 1 - Sofia

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Unruhig wälzte ich mich hin und her. Große und starke Hände berührten meinen Körper. Ich verlor mich in den braunen Augen die mich mit dem sinnlichen Blick regelrecht verschlingen. Seine vollen Lippen verzogen sich zu einem schelmischen Schmunzeln, als mir ein lustvolles Stöhnen über die Lippen kam.

Sein Mund wanderte meinen Körper immer tiefer hinab, bis in meine Mitte, wo sich bereits sengend die Hitze gesammelt hatte und nur auf Erlösung wartete.

Ich schob ihm mein Becken entgegen und konnte es kaum erwarten, seine Zunge auf meiner Perle zu spüren. Doch kaum hatte seine Zungenspitze meine Klitoris wie einen Schmetterlingsschlag berührt, riss mich die Klingel unsanft aus meinem erotischen Traum.

Ich schlug die Augen auf und sah zur Decke, wer um Himmelswillen wagte es in dieser Herrgottsfrühe bei mir aufzutauchen und dann auch noch zu klingeln!? Gnade ihm Gott, wer auch immer das sein mag, denn heute war ich nicht nur wach und unausgeschlafen, sondern hatte auch mein ganz eigenes Happy End verpasst. Verdammt nochmal, das konnte doch nicht wahr sein! Wieso war das Schicksal immer gegen mich? Würfelte das mit dem Zufall und jedes Mal gewinnt dieser und denkt sich so: Womit kann ich Sofia heute das Leben schwer machen?

Grummelnd schlug ich die Decke weg und schlurfte mit meinem zerknitterten Schlafhemd und vermutlich genauso zerknautschtem Gesicht zur Tür. Wenn der Postbote nun vor der Tür steht, denkt er vermutlich ich hätte gerade einen heißen Morgen gehabt. Die Haare sahen sicherlich auch aus wie frisch durchgevögelt. Mit diesem Gedanken lag er nicht einmal völlig daneben, nur dass ich alleine in meinem Bett lag und der heiße Typ, der mich in diesen Zustand hätte bringen sollen, nur ausgedacht war.

Meine schlechte Laune wetzte gedanklich die Messer und machte es sich in dem düsteren Keller meines emotionalen Gefühlschaos bereit zuzuschlagen und denjenigen vor der Tür seine gerechte Strafe zu erteilen.

Mit mordlüsternen Gesicht machte ich also die Tür auf und fand mich in einer stürmischen Umarmung meiner besten Freundin wieder. Gut, im ersten Moment habe ich nichts erkannt, da ich regelrecht erstickt wurde von einer blonden Lockenpracht. Ihr süßliches Parfum nach Granatapfel und Jasmin kitzelte mich in der Nase. Sie musste es einfach sein, sonst würde sie vermutlich schon in einem Blutbad am Boden liegen.

»Katharina!«, knurrte ich ungehalten und schob sie von mir weg. Sie hingegen setzte sofort ihren Welpenblick auf und sah mich mit ihren himmelblauen Augen unschuldig an. Sie wusste genau, dass ich ein absoluter Morgenmuffel war, was wollte sie also um diese Uhrzeit bei mir?

Schmollend schob sie nun auch noch ihre Unterlippe vor und brachte so meinen eisigen Blick zum schmelzen. Ich konnte ihr einfach nie lange böse sein.

»Was gibt es denn schon so Wichtiges, dass ich diesen morgendlichen Überfall verdient habe?«, wollte ich von ihr wissen. Mein Schmunzeln, brachte meine griesgrämige Fassade langsam zum bröckeln. Ich konnte schon das schelmische Funkeln in ihren Augen sehen, bevor ihr Engelsgesicht dem spitzbübischen gänzlich gewichen war. Sie wusste, dass sie mich bereits am Haken hatte, denn ohne Grund würde sie nicht am frühen Morgen bei mir auf der Matte stehen. Kati kannte mich manchmal besser, als ich mich selbst und schien ich auch noch so kratzbürstig, sie wusste genau, wie sie mich um den Finger wickelte.

»Guten Morgen du Brummbär, ich freue mich auch dich zu sehen. Wie es mir geht? Blendend, danke der Nachfrage! Was? Ob ich einen Kaffee möchte? Gerne, mach dir keine Umstände, ich weiß ja wo alles steht«, führte sie mich neckend vor. Was erwartete sie denn, wenn sie mich aus dem Bett klingelte? Das ich sie mit einem fertigen Frühstück empfing? Grinsend schüttelte ich den Kopf und sah wie der Wirbelwind namens Kati in meine Küche brauste. So war sie eben, stürmisch und unaufhaltsam. Mit einem langgezogenen Seufzer verabschiedete ich mich von meinem schönen Traummann und folgte ihr wie vom Lastwagen überrollt in die Küche.

Momentaufnahme - Die Liebe im FokusLies diese Geschichte KOSTENLOS!