Kapitel 1

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Mit schlechter Laune saß ich am Küchentisch. Ich hatte gerade erfahren, dass wir, also ich und meine Familie, umziehen mussten. Mein Dad hatte eine neue Arbeitsstelle bekommen und nahm diese sofort an. Mich freute es wirklich, das mein Dad einen neue Stelle hatte, aber so musste ich meine Freunde mal wieder verlassen. Es war nicht das erste Mal, dass wir umzogen, aber jetzt war es die schlimmste Vorstellung für mich, hier wieder weg zu müssen. Wieder daran zu denken neue Freunde zu finden und alles stehen und liegen zu lassen, war immer schon schwer für mich gewesen. Ich war jetzt schon der Meinung, dass dieser Umzug nicht gut für mich war, aber schlimmer wird er für meinen kleinen Bruder Nick sein. Nick musste schon mit 4 Jahren von Kiel nach Berlin ziehen. Dort lebten wir gerade mal 3 Jahre, aber das klappte ja auch nicht, da unser Dad einen neuen Job bekam. Er hatte gerade für drei Jahre Freunde gefunden und wollte mit denen auch die Grundschule überstehen und bestreiten, doch das würde ja auch nichts. Von Berlin ging es dann nach München. Dort besuchte ich dann ein Gymnasium und Nick eine Grundschule und dann das selbe Gymnasium wie ich, dass in der Nähe von unserem Haus lag. Jetzt lebten wir hier im schönen München drei Jahre und schon wieder mussten wir hier weg. Mir machte es nichts mehr aus, da ich mein Abitur in München fertig hatte und jetzt anfangen wollte zu studieren. Ich war voll deprimiert und merkte nicht wie mein Handy klingelt. „Ey..Schatz dein Handy klingelt“,sagte meine Mum zu mir, die gerade aus einem anderen Raum kam. Ich hebte meinen Kopf und schaute aufs Display. Die Nummer erkannte ich sofort und drückte sie wieder weg. Es war mein Dad der mich anrief, weil er mir als erste erzählt hatte von dem Umzug. Mein Mum wusste nichts davon und erst Recht nicht mein Bruder. Ich wusste noch nicht mal wohin es uns diesmal schleppen würde, aber das war mir auch egal. Ich wollte keinen mehr sehen, nicht mal meinen Bruder und erst Recht nicht meinen Dad. Ich hatte mich gerade an allen Universitäten in Deutschland beworben um Sportjournalismus zu studieren. Eine Uni lag direkt in München und auch auch nicht weit weg von meinem Haus, aber das wurde ja eh nichts. Eine Andere lag in Leipzig und eine sogar in Dortmund. Ich hatte auch schon Bestätigungen wieder bekommen aus Dortmund, Leipzig und München und musste mich jetzt eigentlich nur noch entscheiden, aber München fiel ja eh schon weg. Ich war so fertig mit den nerven, dass ich meine Kopf nicht mehr halten konnte und ich ihn einfach auf den Tisch fallen lies. Es knallte laut und ich merkte nicht mal den Schmerz beziehungsweise nicht mal den Aufprall. Vor Verzweiflung lief mir schon eine Träne über die Wange. Ich wusste echt nicht wie meine Mum reagierte und nicht mal Nick. Er hatte gerade erst so viel Erfolg in seinem Fußballverein und sollte da jetzt raus. Er war einer der Besten und spielte beim großen FC Bayern München. Eigentlich war er Borussia Dortmund Fan, aber da ihn die Münchener Profis entdeckten, spielte er jetzt da. Nick war ein großer Marco Reus Fan und ich war total verrückt nach Mario Götze. Egal was ich in München in einer Zeitung über Mario fand, wurde ausgeschnitten und sorgfältig in einen Ordner gepackt. Mein Handy klingelte wieder und das Display leuchtete in mein Gesicht. Es war wirklich grell und ich drückte wieder den Anruf weg, da es mein Dad wieder versuchte. Ich schleppte mich mit der Kraft, die mir übrig blieb, die Treppe hoch in mein Zimmer. Ich saß auf meinem großem Himmelbett und schaute geradeaus. Da hing mein Spiegel an der Wand und ich sah, das ich eine große Beule am Kopf hatte. Die kam wohl von meinem Aufprall auf den Tisch. Ich hörte wie die Haustür aufging und hoffte das es mein Bruder war und nicht mein Dad. Der sollte mir am liebsten heute nicht mehr vor die Augen treten. Eine Tasche knallte auf dem Boden und ich wusste es war Nick. Er rannte die Treppe mit nach ein paar Minuten mit der Tasche die Treppe hoch und verschwand im Bad. Ich sah ihn nur an meiner Tür vorbei huschen. Als er nach geschätzten 20 bis 25 Minuten wieder aus dem Bad kam, lief er an meinem Zimmer vorbei und schaute kurz hinein und sagte:„Hey.“ Eigentlich sagte ich immer zu ihm was, da ich ihn sehr lieb hatte und er mir wirklich wichtig war, doch jetzt saß ich da, wie ein Stein und reagierte nicht. Nick blieb wohl einem Meter nehmen meinem Türrahmen stehen und streckte den Hals in die Tür. Ich starrte immer noch auf den Spiegel und bewegte mich kein Stück. Nick kam rein und setzte sich zu mir und guckte mich fragend an. „Ist alles gut?Du bist so still“,fragte er mich. Ich drehte meinen Kopf und sagte ihm ins Gesicht: „Wie kann es mir gut gehen, wenn ich weiß, dass wir hier weg müssen!“ Sein Lächeln verschwand und er guckte mich verdutzt an. „Kannst du das noch mal Wiederholen!“,sagte er geschockt. „Wie kann es mir gut gehen, wenn ich weiß, dass wie hier weg müssen!“,sagte ich mit leicht schluchzender Stimme. Nick guckte mich immer noch voll geschockt an und wollte das nicht glauben. „Du verarscht mich doch?“,fragte er und grinste leicht. „Würde ich dich jemals verarschen, wenn es um so was geht?Ich mein das total ernst.“,sagte ich jetzt leicht wütend. Ich wusste schon das Nick genau so reagieren würde. „OH MEIN GOTT!Weißt du den schon wo wir jetzt hinziehen?“,fragte er. „Nein, das hat er mich noch nicht gesagt,aber ich will ihn die nächsten Tag erst Mal gar nicht sehen!“,sagte ich. Wir saßen beide da, wie zwei Steine. Schritte wurden immer lauter und schon stand meine Mum in der Tür. „Was ist den hier für eine Trauerstimmung.Das Wetter ist draußen so schön und ihr sitzt hier und zieht eine Miene wie 7 Tage Regenwetter.Was ist los?“,fragte sie uns. Ich versuchte Nick erst gar nicht zu Wort kommen zu lassen, da er ihr das sofort sagen würde, aber ich wollte das es unser Dad tut. „Ähm..nein.Uns geht es wirklich gut.Nur Nick ist gerade etwas schlecht gelaunt,da er mit seiner Mannschaft ein Spiel verloren hatte.“,sagte ich. „Okay,Nick lass den Kopf jetzt nicht hängen und denk Positiv.Es gibt auch noch andere Spiele die ihr gewinnen könnt.“,sagte sie und ging weiter in Richtung Badezimmer. Nick hatte in der Zeit verstanden was ich von ihm wollte. Wir verstanden uns echt gut, wir waren wie zwei beste Freunde. Wir konnten echt über alles reden. Nick stand auf und guckte mich noch mal an und ging aus meinem Zimmer.Sein Zimmer lag gleich gegenüber von meinem und ich sah wie er in seinem Zimmer verschwand. Es war schon spät geworden und saß immer noch auf meinem Bett, eher gesagt ich lag jetzt auf meinem Bett und starte die Decke an.

Hey...ich bin am überlegen ob die Geschichte veröffentlichen soll oder nicht. Ich würde mich über eure Meinung freuen. Da meine Marco Geschichte so gut bei euch angekommen ist. LG

Zwischen Familie und der großen Liebe (Mario Götze)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!