DAS BUCH WIRD BEARBEITET, NAMEN UND DER AUFBAU DER HABDLUNG WERDEN SICH ÄNDERN!
Also wartet noch ein bisschen. Ich werde mich melden, wenn das Buch lesebereit ist!
Es war ein weiterer Tag auf den Straßen Persepolis', die Straßen des Armenviertels. Es war ein weiterer Tag des Überlebens und ein weiterer Tag der Eigenrettung. Doch an diesem Tag war es anders, an diesem Tag hatte der Prinz und der Sohn des Königs, Schahraman, Geburtstag. An diesem Tag wurde er zum Kronprinzen erklärt, der die Nachfolge seines Vaters wird. Um dies den Bürgern Persepolis' zu zeigen, ritten beide, Vater und Sohn, durch ganz Persepolis, durch die Hauptstadt des Persischen Reiches. Doch wie zu erwarten, war ich alles andere als erfreut, denn mein Hass auf die Königsfamilie ist ein bestimmter, der nicht leicht zu nehmen ist. Während die Armen um ihr Überleben kämpfen und sich glücklich schätzen können, ein weiteren Tag überstanden zu haben, leben die Reichen und die Königsfamilie insbesondere auf der anderen Seite der Stadt und schauen uns nur dabei zu, als würden wir Armen der Unterhaltung dienen. Dennoch musste ich darauf aufpassen, dass mein Leib nicht komplett dem Hass verfallen würde, denn das würde heißen, dass ich ein Stück näher an Ahriman bin, der Gegenspieler unseres Gottes Ahura Mazda, der durch die bösen Gedanken der Menschen an Kraft gewinnt.

Das einzige, was ich wollte, war, dass die Königsfamilie sehen konnte, wie das Armenviertel in Wirklichkeit aussah, doch das war unmöglich, denn beim Anblick davon erkannte man, dass die Bürger alles schmückten und schön darstellten. Die Mädchen der Häuser packten ihre schönsten Kleider aus, typische persische Anarkalis, die mit floralen Muster verziert wurden, mit der Hoffnung, dass der Prinz ein Auge auf die wirfen würde. Doch ich hatte nichts bis auf ein Kopftuch, der meine Schönheit versteckte, da es dort außer Straßenkinder auch dreckige Männer gab. Wer außer Ahura Mazda würde wissen, vielleicht hätte ich auch über ein Anarkali verfügt, wenn meine Eltern mich nicht verstoßen hätte. Aber das Schicksal hat es so geschrieben. Die Armut hat mich schon seit meiner Geburt verfolgt und meine Familie verflucht. Egal, wie oft mein Vater arbeiten war, es war von kein Nutzen, denn letzten Endes musste ein Kind weggegeben werden und das Kind war ich. Dadurch, dass ich ein Mädchen war, war die Entscheidung nicht allzu schwer, denn ich hatte nur Brüder. Auch auf der Straße hatte ich niemanden bis auf Brüder, gewisse Brüder, die mich immer begleiteten und mir halfen. Durch Behruz und Diren wusste ich, wie das System der Straßen aussah und wie ich überleben konnte. Dank ihnen hatte ich es so weit geschafft. Doch mit ihnen hätte ich es bestimmt weiter geschafft, aber sie waren weg und ließen mich in Stich.

Ein Blick in den Himmel zeigte mir, dass die Sonne allmählich im Zenit stand. Wenn dieser Zeitpunkt erst einmal kam, würde der Prinz hier auftauchen. Doch bis dahin würde eine kurze Zeit vergehen. Bevor der Prinz dort auftauchen würde, wollte ich etwas zu Essen, da mir sonst die Zeit dafür weggenommen wird. Aus diesem Grund warf ich mein Kopftuch über die Haare und lief damit durch den Basar herum. Aber ich wusste nicht, wie und wo ich anfangen sollte. Ich schaute mich um und lief durch den überfüllten Basar weiter, bis mich einige Mädchen schubsten und daraufhin kicherten. Sollen sie lachen, solange es noch geht. Am Ende weist der Prinz euch ab und dann habt ihr nichts mehr zu Lachen, ihr armen Geschöpfe. Ich fing die Blicke der Leute in meiner Umgebung und die der kleinen Kinder, die nicht ahnen konnten, dass ich ein Straßenmädchen bin. Doch mein Aussehen fiel auf, denn ich war nicht sonderlich schön gekleidet sondern einfach. Ich irrte herum auf der Suche nach einem Obststand, denn mein Herz, mein Hunger, verlangte einen einfachen Apfel, von dem ich mich satt essen könnte. Nach einer gewissen Zeit fand ich ein Stand durch den Geschrei des älteren Händlers. „Frisch geerntetes Obst! Obst für wenig Geld! Kommt her und kauft euch den saftigsten Obst Persepolis'!", warb der Händler. Als er bemerkte, dass mein Blick an seinen Stand hängen blieb, deutete er mit seiner Hand an, dass ich kommen sollte. „Junge hübsche Frau, kommen sie her! Hier darf auch probiert werden!", erwähnte er, was mich anzog. Deshalb machte ich mich auf dem Weg zu seinem Stand. Vor dem Obst blieb ich stehen und musterte ihn. Es gab Äpfel, Wassermelonen, Granatäpfel und selbst die teuren Weintrauben. Alle leuchteten und glänzten für sich selbst. „Was begehrst du, Schöne. Du kannst alles haben, was du magst.", erklärte mir der Verkäufer, doch ich schüttelte mein Kopf. „Ich habe leider mein Geld Zuhause vergessen.", log ich, da ich zu Hören bekam, wie die Musik gespielt wurde. Der Prinz traf ein. Bevor man mich zu Sehen bekommt, wollte ich weg, doch der Händler hielt plötzlich mein Handgelenk. „Wohin denn so eilig?",fragte er und zog mich noch näher zu sich. „Nach Hause, um mein Geld zu holen!", antwortete ich, doch er ließ noch immer nicht los. „Keine Sorge. Du brauchst nicht mit Geld zu zahlen. Dein Körper reicht.", versuchte er, mir zu erklären. Ich riss meine Augen auf und wollte gerade meine andere Hand ausholen, um ihn damit zu schlagen. Aber währenddessen wurde meine Hand von jemanden hinter mir gehalten. Zeitgleich wurde auch die Musik gestoppt. Die Augen des Händlers weiteten sich genau wie sein Mund. „Der P-Pr-Prinz!", stotterte er und ließ mein Handgelenk los, um niederzuknien.

Ich wollte mich nicht umdrehen und ihm erst gar nicht in die Augen schauen. So befreite ich mich von seinem Griff und wollte ebenfalls niederknien, doch er stoppte mich dabei, indem er selbst runterging und meine beiden Hände fasste. „Nicht doch, ich will nicht, dass du für mich auf die Knie musst.", erläuterte er und hielt weiterhin meine Hände, doch ich entfernte meine von seinen und schaute noch immer zu Boden. Ich spürte, wie die Bürger uns zusahen und war lediglich beschämt, da mir die Situation unangenehm war. „Männer! Hebt die junge Frau auf!", befahl der Prinz. Ein Mann zu meiner linken und einer zu meiner rechten Seite erschienen und sorgten dafür, dass ich auf meinen Beinen stehe. Der Prinz war mir so nahe, dass ich seinen Atem auf mein Gesicht spürte. „Nun schau mir in die Augen!", war sein nächster Befehl, doch ich verneinte es und gehorchte nicht. „Mir ist es nicht erlaubt in die Augen einer ehrwürdigen Person zu schauen.", erklärte ich ihm, ohne etwas an meiner Mimik zu verändern. „Wenn diese ehrwürdige Person es jedoch will, musst du es tun.", verdeutlichte er es mir und hob mein Kinn so hoch, dass ich gezwungen war, ihm in die Augen zuschauen. „War das denn so schwer? Dem Prinzen die Gelegenheit zu geben, in schöne Augen zu blicken?", wollte er wissen, doch ich antwortete ihm nicht. „Schweigen ist manchmal besser als Sprechen,nicht wahr? Und nun, steig auf das Pferd!", forderte er und deutete auf sein Pferd, das hinter ihm stand. „Das können Sie von mir nicht verlangen, geehrter Prinz. Ich einfaches Mädchen darf nicht mit Ihnen reiten, ich habe auch nicht das Recht mit Ihnen zu sprechen und Ihnen in die Augen zu schauen. Lassen Sie mich ketten und hinterherlaufen. Ich einfaches Mädchen verdiene nichts anderes.", erläuterte ich, doch er schenkte meinen Worten kein Gehör. „Wenn ich sage, dass du aufsteigen sollst, dann wirst du es auch tun!", wiederholte er sich ungern und stieg selbst hoch auf das Pferd. Daraufhin öffnete er seine Handfläche. „Schlag ein und lass mich dir helfen.", sagte er in einem sanften Ton. „Ich brauche Ihre Hilfe nicht!", erklärte ich ihm und versuchte, eigenständig auf das Pferd zu steigen, ohne Erfolg. Ich war dabei, von hinten zu fallen, doch der Arm des Prinzen war plötzlich hinter mir und stoppte den Fall. Er packte mein Handgelenk und sorgte dafür, dass ich richtig auf dem Pferd saß. „Umschlinge deine Arme um mich. Wie es aussieht, weißt du nicht, wie es ist, mit einem Pferd zu reiten.", kam aus seinem Mund und er hatte dabei Recht. Das Reiten auf dem Pferd war mir fremd und ich konnte nicht anders, als meine Arme um ihn zu schlingen. Mit einer seiner Hand hielt er meine Hände fest und musste plötzlich lachen. „Ich brauche Ihre Hilfe nicht!", äffte er mir nach. Aus meinem Mund kam jedoch nichts. Die Situation erniedrigte mich. Ich, Tiamat, das Mädchen, welches die Königsfamilie verabscheut, war auf die Hilfe des Prinzen angewiesen. Diese Situation war so erniedrigend, dass ich meine Augen schloss und gehofft habe, dass alles ein Ende findet und alles sich nur als ein Traum erklärte.

Die Kämpferin des Lichts Lies diese Geschichte KOSTENLOS!