- Romans Sicht -

Durch den plötzlichen Ruck drohte ich zuerst das Gleichgewicht zu verlieren, fing mich aber trotzdem noch irgendwie. Irritiert und auch ein wenig panisch schaute ich mich zu allen Seiten um, suchte nach meiner Freundin, fand sie aber nicht. Ich merkte wie mir ein Zettel zugesteckt wurde und drehte mich in die Richtung, doch da war niemand. Ich entfaltete das kleine Stück Papier und lass ihn mir durch:


Lieber Roman!

Komm in einer 1/4 Stunde zu den Bahngleisen, wenn du deine Freundin lebendig wieder sehen willst! Momentan geht es der Kleinen noch gut..


"Warum eigentlich immer ich?", murmelte ich leise und begann zu fauchen. Zusammen machten wir uns auf den Weg zu den alten Gleisen, worauf ich vom Weitem schon eine Person liegen sah. Sie versuchte zu schreien, wurde aber durch den Knebel in ihrem Mund daran gehindert. Schnell kniete ich mich zu ihr und riss ihr den Knebel förmlich aus dem Mund. "Das ist eine Falle!", hörte ich sie verzweifelt schreien, bevor ich einen Schlag auf den Hinterkopf spürte..

- Heikos Sicht -

Als ich langsam wieder mein Bewusstsein erlangen konnte lag ich neben Stella und Marc gefesselt auf den Gleisen. Stella bemerkte meine geistliche Anwesenheit und meinte so leise wie möglich: "Es ist ein Mädchen, sie will unbedingt, dass Roman ihr Freund wird!"

 "Da hast du ausnahmsweise mal Recht!", kam es plötzlich aus der Dunkelheit. Einige Sekunden später kam ein schwarzhaariges Mädchen zum Vorschein. "Ich will doch eigentlich nur, dass ich mit Roman zusammen komme!", fügte sie verzweifelt hinzu. Ich versuchte mich schon die ganze Zeit zu befreien, schaffte es dennoch nicht.

Doch dann sprang Roman plötzlich auf, genauso wie Sven und Marc. Zu guter Letzt schaffte ich es auch mich zu befreien, doch dort hatte sie schon längst eine Pistole gezogen. "Was habt ihr denn vor?", fragte sie mit einem siegessicherem Grinsen auf den Lippen und machte die Waffe zum Abschuss bereit. Wir schauten uns kurz nacheinander in die Augen und fingen an zu lächeln, so breit bis unsere spitzen Eckzähne zu sehen waren. Schockiert ließ das junge Mädchen die Schusswaffe fallen und ging ein paar Schritte zurück, doch es war schon längst zu spät..

- meine Sicht -

"Danke..", gab ich schwach, doch genauso glücklich von mir, als mich Roman von den Gleisen losgebunden hatte. "Nichts zu danken meine Kleine", entgegnete mir mein Gegenüber, bevor er seine Lippen auf Meine legte..

Es war schon ziemlich spät geworden, weshalb wir entschieden bei den beiden Zwillingsbrüdern zu übernachten. Doch da die beiden Schlafzimmer nicht groß genug für uns waren bereiteten wir im Wohnzimmer eine Schlafmöglichkeit vor. Es sah zwar zum Schluss ein wenig komisch aus, doch es war ja nur für diese eine Nacht.

Ich legte mich völlig erschöpft in Romans Armen, Heiko hatte mein Bauch als sein Kopfkissen beansprucht und Sven, genauso wie Marc, legten sich um uns herum..

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