38. Rafi

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"Ich ähm...", stammelte Stegi nervös. "Heute?", lächelte er schief und verlegen. "Man Stegi!", schmollte Sarah. "Wieso sagst du mir nicht, dass du erstens schwul und zweitens mit Tim zusammen bist?" "Weil... ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. Wahrscheinlich, weil ich selbst etwas überfordert war. Aber ich bin erst seit heute mit ihm zusammen.", schmunzelte er beschwichtigend. "Aha. Okay, dann lasse ich das mal als Entschuldigung gelten.", grinste sie und wuschelte durch Stegis noch nassen Haare. "Aber bitte erzähl es noch keinem." Grinsend nickte Sarah. "Ich schweige wie eine platt gefahrene Ratte." "Wie ein Grab hätte mir auch gereicht, aber das geht halt auch.", lachte Stegi und stand nun auf. "Ich hab Hunger. Kommst du mit?" Schmunzelnd nickte Sarah und ging nun mit ihrem kleinen Bruder gemeinsam nach unten in die Küche.

In der Zwischenzeit hatte sich Tobi wieder zu Rafi aufs Bett gesetzt und versuchte nun sich von ihm Mathe einprügeln zulassen. "Man ich verstehe den Scheiß halt nicht!", fluchte er verzweifelt und warf grantig den Stift aufs Bett. Zum Glück nur einen Bleistift. "Man Tobi. Das ist doch echt nicht schwer.", schmunzelte Rafi. "Fresse, du bist im Leistungskurs in Mathe auf einem dämlichen Gymnasium!", fauchte Tobi beleidigt und schubste seine Sachen vom Bett. Er lehnte sich an die Wand hinter ihm und verschränkte passend zu seinem Schmollmund die Arme. Durchaus amüsiert betrachtete Rafael den dunkelhaarigen. "Du bist süß, wenn du eingeschnappt bist." Verlegen presste angesprochener die Lippen zusammen und versuchte vergeblich sich nicht in eine Tomate zu verwandeln. "Naww...", grinste Rafi und piekte ihm in den Bauch. "Rafi!", fiepte Tobi zwei Oktaven höher und wurde nur noch röter. Lachend setzte sich Rafi neben ihm und musterte ihn weiter. "Soll ich nochmal versuchen es dir zu erklären?" "Wag es. Ich bring dich um!", lachte Tobi und sah zu Rafi. "Du bist schon ein Idiot. Ich versuche dir seit fast zwei Wochen das Thema zu erklären und du kannst es immer noch nicht." "Ey!", schmollte Tobi nun wieder. "Ja was denn? Du musst doch bloß nach x umstellen und dann- ahhh!" Tobi hatte sich auf ihn geschmissen und schlug ihm nun mit einem der vielen Kissen immer wieder ins Gesicht. "Ich hab dich gewarnt.", grinste Tobi. Die Augen fest zusammengekniffen suchte der Untergebene nach einem Kissen und bekam ebenfalls eines zwischen die Finger. Grinsend schlug er es Tobi gegen den Kopf. Überrascht fiel er zur Seite und wurde nun von Rafi mit dem Kissen geschlagen. Lachend und um Gnade bettelnd versuchte Tobi immer wieder das Kissen abzuwehren. Ohne Erfolg.

"R-Rafi!", lachte er. "B-bitte! L-lass das!" "Was wenn nicht?", grinste Rafi. "Dann... dann... dann weine ich!" Beide Jungs mussten bei dieser Aussage laut los lachen und Rafi hörte tatsächlich auf und ließ sich neben Tobi fallen. Grinsend drehte er sich auf die Seite und musterte erneut Tobi. "So spannend?", grinste er. "Du immer.", schmunzelte Rafi und meinte es wirklich so. Er fand Tobi wirklich interessant. "Hör auf!", Tobi schlug sich die Hände vors Gesicht, "Du bringst mich immer in Verlegenheit. Schon vorhin, wo ich mit Stegi telefoniert habe." "Aber ich hatte recht. Du findest mich ge-" "Rafael!", rief Tobi mit dunkel roten Wangen. Grinsend kniete er sich über über ihn und nahm seine Hände von seinem Gesicht. "Ich will doch sehen wie du rot wirst." "Rafi das ist mir unangenehm.", murmelte er verlegen und biss sich auf der Lippe rum. Leise lachte er und ließ seine Hände in die von Tobi gleiten. Eine Gänsehaut breitete sich sowohl bei Tobi als auch bei Rafi aus bei dieser Berührungen. "Wir wissen beide, dass du nicht nur wegen Mathe zu mir kommst. Und ich weiß auch sehr wohl, dass du alles verstanden hast was ich dir erklärt habe.", hauchte Rafi grinsend. Tobi schluckte trocken und wollte verlegen seine Hände befreien, aber Rafi drückte diese fest neben seinem Kopf ins Bett. "Also Tobias...", schmunzelte Rafi. "Habe ich recht?" Verlegen und auch etwas beschämt nickte er. "Du weißt, dass du mich auch einfach nach einem Treffen hättest fragen können?" "J-ja schon...", nuschelte Tobi. "Du bist süß. Lass uns morgen ins Kino gehen." "Ähm... ja gerne.", lächelte Tobi schüchtern und sah nun in Rafia Augen. Schmunzelnd und mit einem rasendem Herz setzte er sich nun neben Tobi und hatte auch dessen Hände los gelassen. "Wann musst du weg?" "Mein Bus fährt um zwanzig nach sechs." Rafi wohnte in einem Nachbarort und ging auch dort auf ein Gymnasium, weshalb Tobi mit dem Bus fahren musste. Wirklich schlimm fand er es nicht, da er an sich ganz gerne Bus fuhr. "Kommst du dann morgen mal zur Abwechslung zu mir?" "Klar. Schreib mir einfach wo und wann.", lächelte Rafi und strich sich durch die von der Kissenschlacht verwuschelten Haare. Tobi setzte sich auf und fing dann an seine Sachen zurück in seine Tasche zu räumen. Lächelnd sah Rafael ihn dabei zu und konnte sich einen Kommentar zu Tobis Hintern zum Glück noch verkneifen.

Unten an der Tür umarmte Tobi ihn kurz und winkte ihm nochmal lächelnd am Ende der Hofeinfahrt. Weiterhin lächelnd ging er zur Bushaltestelle und wartete dort auf seinen Bus, der ausnahmsweise mal pünktlich war. Er stieg ein und setzte sich auf einen freien Platz. Dort steckte er sich die Kopfhörer in die Ohren und machte seine Musik an.
Er war tatsächlich gespannt auf morgen und wie Rafi reagieren würde, wenn er die Villa von Tobis Familie sah. Hoffentlich würde er ihn dann nicht nur noch wegen des Geldes mögen, aber so einer war Rafi nicht.
Seinen Gedanken nachhängend lauschte er nebenbei seiner Musik und hätte so fast die Haltestelle verpasst.
Er stieg aus und warf einen Blick auf seinen Display. Eine neue Nachricht von Rafi.

Ich hätte morgen nur fünf Stunden und könnte dich von der Schule abholen?

Klar gerne. Du musst dann allerdings noch eine Stunde warten, weil ich sechs Stunden hab. :[

Ich könnte auch einfach einen Bus nehmen der passend da ist? XD

Das geht natürlich auch :D
Warte dann einfach in der Aula oder auf dem Schulhof auf mich^-^

Ai, Ai Sir!<3

Idiot xD

Ich dich auch. <3

Grinsend steckte Tobi sein Handy weg und trat ins Haus. "Wieder da!" "Kannst dann direkt was essen kommen!", rief ihn seine Mutter lächelnd in die Küche, wo Tobi auch kurze Zeit später saß und seiner Familie erzählte, dass er das Thema endlich verstanden hatte.
Eigentlich hatte er es ja schon von Anfang an verstanden, aber es reicht schon, dass Rafi davon wusste.

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Hallo meine Früchtchen^^

Ich bin mir noch nicht so ganz sicher ob ich das Kap jetzt gut oder scheiße finden soll. xD
Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob gleich noch was kommt.

Bis denn meine Früchtchen<3
~Maddi

»Vertauschte Leben« Stexpert Lies diese Geschichte KOSTENLOS!