37. Tobi

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Schweigend und die Hand des jeweils anderen haltend saßen sie noch eine Weile auf der Mauer, bis es anfing zu dämmern und sie von der Mauer sprangen. "Sag mal, wollen wir es schon öffentlich zeigen?" "Weiß nicht?", murmelte Tim unsicher und sah zu Stegi. "Ich möchte es mindestens Tobi erzählen.", lächelte er. "Okay." Auch Tim lächelte nun und sie gingen den Weg zurück.

Inzwischen hatten sie ihre Hände gelöst und diskutierten über die anstehende Deutscharbeit.
"Nein das mussten wir gar nicht lernen!", beschwerte Stegi sich laut. "Doch klar! Die meinte doch alles!", ging Tim mindestens genauso laut dagegen an. "Aber ich kann das nicht!", quengelte Stegi. "Tja dein Pech!", grinste Tim und lief mit ihm die nur noch schwach von der Sonne beleuchteten Straßen entlang. "Ich hasse dich!" "Schlechter Lügner." Tim grinste und Stegi schmunzelte verlegen und sah zu Boden.

Abends, als Tim schon lange wieder weg war, lag Stegi mit geschlossenen Augen und einem breiten Grinsen im Gesicht auf seinem Bett. Er ließ nochmal den Tag Revue passieren. Er und Tim. Tim und Stegi. Er kicherte verliebt und drehte sich auf den Bauch. Er griff sich sein Handy und sein Finger flog wie von selbst zu einem seiner Kontakte. Er drückte auf den grünen Hörer und hielt es sich ans Ohr. Lange musste er sich das monotone Tuten nicht antun, da es wenig später knackte und Tobi außer Atem und kichernd ranging. "Ja?" "Tobi...", quiekte Stegi fröhlich und drehte sich wieder auf dem Rücken. "Was- Ey! Lass es!", kicherte er wieder und Stegi vernahm eine weitere Stimme im Hintergrund. "Alles gut?", grinste Stegi weiter vor sich hin. "Ja, ja. Rafi meint bloß mich ärgern zu müssen." Stegi konnte sich richtig vorstellen wie Tobi gerade grinste. "Ahaaa... ist da wer verknallt!" "Stegi!", fauchte Tobi. Kichernd schloss Stegi wieder die Augen. "Ich hasse dich." "Schlechter Lügner.", grinste Stegi und musste wieder an seinen Freund denken. "Warum genau hast du eigentlich angerufen?", seufzte Tobi. "Weil... ich cool bin!", kicherte Stegi verliebt vor sich hin. "Sag mal, hast du gesoffen?" "Nein, aber jemanden geküsst!", grinste er und drehte sich erneut auf den Bauch. "Was? Wen? Wann? Wo?Ich will alle Details.", rief Tobi erschrocken. Stegi lachte glücklich und spielte mit einem Zipfel der Bettdecke rum. "Er fängt mit 'T' an und hört mit 'im' auf und..." Stegi machte eine lange Pause um Tobi besonders auf die Folter zu spannen. "Jetzt sag schon du Idiot!", grinste Tobi aufgeregt. "Und wir sind zusammen." "Was? Du und Tim? Labber keinen Mist!", rief Tobi völlig aus den Häuschen und war von Rafaels Bett aufgestanden. "Du verarscht mich?" "Nope." Wenn man Stegi wohl jetzt fotografiert hätte, hätte man ihn vermutlich für einen Geisteskranken gehalten, so wie er grinste. "Alter das ist voll geil!" "Wie ich?", kam es plötzlich noch dazu und man hörte nur noch Tobias Gestammel. "Ja, ja Tobi ich leg ja schon auf. Viel Spaß euch noch und schick mir mal später Chemie. Danke. Bye.", lachte Stegi und hörte noch ein genuscheltes 'Ja Bye'.
Er lachte leise und rollte sich dann aus dem Bett. Er schnappte sich Klamotten und verschwand im Bad.

Frisch geduscht und mit Boxer und Shirt machte er sich auf den Weg nach unten. "Stop.", hielt ihn eine Stimme davon ab die Treppe nach unten zu gehen. "Was gibt's Sarah?", lächelte Stegi und drehte sich zu ihr um. "Mitkommen." Ihr Tonfall war irgendwie kalt und beleidigt. "Ähm... okay?" Verwirrt folgte Stegi seiner großen Schwester in ihr Zimmer und ließ sich auf ihr Bett plumpsen. "Ich denke du musst mir was erklären?" "Wüsste nicht was." Stegi zuckte mit den Schultern. "Vielleicht warum Tim dich seit neustem küsst?"

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Hallo meine Früchtchen^^

Ich denke gleich kommt noch eins xD. Hab extrem Langeweile. Wollt ihr dann so'n bisschen aus Tobis Sicht? :^)

Bis denn meine Früchtchen<3
~Maddi

»Vertauschte Leben« Stexpert Lies diese Geschichte KOSTENLOS!