"Hör auf zu lachen!", ich warf ein Kissen nach ihm und schaute streng durch die Gegend. Er soll aufhören, solche Sachen zu sagen.

Er lachte lauter:"Okay das reicht, du darfst dich nicht überanstrengen, sonst geht's dir morgen schlechter", er warf das T-Shirt auf's Bett und verschränkte die Arme vor der Brust:"Also zieh dir das an", anschließend drehte er sich um.

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C H L O E

"Kann ich mich wieder umdrehen?", ertönte Derek's Stimme, welche einen nervigen Unterton hatte. Der Kerl hat echt Stimmungsschwankungen.

Ich zog mir das T-Shirt über den Kopf, was wirklich nicht einfach war. Jede Bewegung schmerzte und mein Kopf dröhnte, als würde jemand mich ständig gegen die Wand klatschen.

"Warte kurz", seufzte ich, während der Saum meines T-Shirt's endlich auf meinem Oberkörper lag:"Fertig."

Er drehte sich um und musterte mich:"Wo sind die Tabletten?", fragte er mich und ließ den Blick durch den Raum schweifen.

"Da", ich atmete leise aus und zeigte mit dem Finger auf die oberste Schublade der Kommode.

Er drehte sich um und lief zur Kommode, wobei die Muskeln unter seinem T-Shirt sich bewegten. Er sah so verdammt gut aus und das wusste er. Die Art wie er sich bewegte, wie er sprach, seine komplette Ausstrahlung zeigte, wie selbstbewusst er war. Und auf irgendeine Art und Weise faszinierte mich diese Tatsache.

Er öffnete den Schrank und wühlte in ihm herum, bis er den Karton mit den Tabletten fand und ihn genauestens untersuchte. Mediziner eben.

Als er anscheinend eine, zur Situation passende Tablette gefunden hatte, drehte er sich wieder um und kam zu mir. Ich wette ich sah gerade so aus wie ein Hund, welcher um einen Leckerli bettelt. Meine Augen hingen an seinem Gesicht und an seinem Körper und ich war mental zu schwach, um mich zur Vernunft zu bringen.

"Hier das müsste helfen", er reichte mir die Tablette und riss mich somit aus meinen Gedanken. Ich nahm sie ihm dankend entgegen, wobei meine Hand kurz seine berührte und elektrische Stöße durch meinen Arm fuhren.

Anschließend reichte er mir ein Glas Wasser und ich schluckte hastig die Tablette. Zeitgleich versuchte ich seinen Blick der auf mir lag, zu ignorieren.

"Danke Derek. Du kannst jetzt gehen, ich möchte dich nicht weiter nerven", das Ende des Satzes murmelte ich nur noch vor mich hin und schaute zu Boden. Die Wahrheit war, dass ich eigentlich wollte, dass er hier bleibt. Ich wusste nicht warum, doch die Anwesenheit von ihm machte mich einerseits nervös und wütend und andererseits irgendwie glücklich?

"Bist du eigentlich immer so stur, oder machst du das nur bei mir? Ich hab gesagt, ich bleib hier", entgegnete er mit einem strengen Tonfall und presste seine Lippen aufeinander.

Ich schnaubte genervt und verschränkte die Arme vor der Brust, als ich merkte, dass ich nicht die Kraft besaß, ihn aus meinem Zimmer zu schmeißen. Ich wollte, dass er bleibt. Und das machte mich unglaublich wütend.

Einige würden mich jetzt für bescheuert halten und mich auslachen, aber ich wusste selbst nicht was mit mir los war. Ich wollte ihm widerstehen, ihn hassen und aus dem Zimmer verscheuchen. Doch ich konnte nicht.

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