Oben seht ihr ungefähr meine Vorstellung von Tyren. Ihr könnt ihn euch natürlich ganz anders ausmalen, aber so ungefähr sieht er für mich aus:)

2 Teil

Ich habe keine Ahnung, wie lange wir schon hier so stehen. Aber es tut gut. Verdammt gut. Ihm kann ich vertrauen.

,,Geht es etwas?", fragt er vorsichtig und streicht sanft über meine Haare. Sein Kinn hat er auf meinem Scheitel platziert. Mittlerweile habe ich mich ein wenig beruhigt. ,,Ja", nuschle ich gegen sein T-shirt und löse mich dann aus seiner Umarmung.

Ich wische mir noch die letzten Tränen aus dem Gesicht und schaue ihn an. ,,Tut mir leid, ich wollte dich nicht so blöd anmachen", entschuldige ich mich und streiche mir über die kalten Oberarme.

,,Alles gut. Jeder hat mal einen schlechten Tag." Er lächelt aufmunternd, allerdings sehe ich ihm an, dass er Fragen hat. Kurz zögere ich. Mein Herz schlägt erneut schneller. ,,Tyren, mein ganzes Leben war nicht gerade einfach. Was heißt mein ganzes Leben, es gab eine Zeit, wo alles in Ordnung schien. Wo ich glücklich war. Keine Angst zu haben brauchte. Aber an die Zeit kann ich mich kaum noch erinnern. Und ich.. ich-"

,,Hey, du musst es mir nicht erzählen, wenn du nicht willst. Wir haben noch genug Zeit, vielleicht wird es einfacher. Für heute sollten wir es dabei belassen und ich fahre dich jetzt nach Hause." Ein erleichtertes Seufzen entfährt mir. Gut, dass Tyren so verständnisvoll ist. Hätte ich weitergeredet, wäre ich vermutlich erneut in Tränen ausgebrochen.

Außerdem würde er dann ebenfalls in Gefahr sein und das kann ich nicht auch noch zu lassen. ,,Das klingt gut" entgegne ich mit einem Nicken, während mir Tyren die Autotür aufmacht. Genau in der Sekunde klingelt sein Handy. Er schaut auf das Display und seufzt kurz. ,,Einen Moment, da muss ich eben dran."

,,Hi", sagt er etwas kühl und entfernt sich ein paar Schritte von mir. Ich mache große Ohren und versuche irgendetwas genaues zu verstehen. ,,Was willst du?"

,,Gerade kann ich nicht."

,,Achja? Ey Mann was soll der Mist?! Du checkst auch gar nichts." Tyren steht zwar mit dem Rücken zu mir, doch trotzdem kann man deutlich heraushören, dass er gereizt ist. ,,Ist gut, ich komme gleich vorbei." Mit diesen Worten legt er auf und fährt sich durch seine Haare, dabei schüttelt er den Kopf.

,,Was für ein Vollpfosten", höre ich ihn nuscheln. Er dreht sich zu mir um und legt ein leichtes Grinsen auf. ,,Sorry", entschuldigt er sich und bleibt vor mir stehen.

,,Schon gut. Ist etwas passiert?", frage ich geradeheraus und fühle mich sofort etwas schlechter. Man hat gehört, dass Tyren aufgebracht ist, wer auch immer ihn da angerufen hat. ,,Nein, nur das Übliche. Halb so wild." Ich sehe ihn genauer an, belasse es dann jedoch dabei.

,,Okay. Dann lass uns fahren."

Auf dem Rückweg ist es im Auto relativ still. Hin und wieder werfe ich Tyren von der Seite einen kurzen Blick zu. Sein Kiefer ist angespannt und auch auf seiner Stirn zeichnen sich tiefe Falten ab. Was stimmt nicht mit ihm?

Großartig Gedanken kann ich mir darüber allerdings nicht machen. Plötzlich reißt er mit einem Ruck das Lenkrad rum. Mein Kopf knallt dabei nicht gerade sanft gegen die Fensterscheibe. Ich stoße einen spitzen Schrei aus, während Tyren beinahe die Kontrolle über den Wagen verliert. In letzter Sekunde kann er sich jedoch fangen und legt eine Vollbremsung ein. Mein Oberkörper fällt nach vorne wie ein nasser Waschlappen.

,,SO EIN VERDAMMTES ARSCH!!" , brüllt er aufgebracht und sieht dann mich an. Ich fasse mir mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Schläfe und begutachte dann meine Finger.

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